Altersvorsorgedepot 2027 — einfach erklärt

Das Altersvorsorgedepot ist ein staatlich gefördertes Konto, mit dem du fürs Alter Geld zur Seite legst. Das Besondere: Für jeden Euro, den du einzahlst, legt der Staat etwas obendrauf — und dein Geld wächst in ETFs, also günstigen Aktien-Paketen, die breit über tausende Firmen weltweit streuen.

Start ist der 1. Januar 2027. Das Altersvorsorgedepot ist der offizielle Nachfolger der Riester-Rente — nur mit weniger Kosten, mehr Auswahl und ohne die alten Garantie-Fallen. Warum sich das lohnt? Die gesetzliche Rente reicht für die meisten später nicht aus. Diese Lücke schließt du damit — und der Staat hilft kräftig mit.

So funktioniert das Altersvorsorgedepot in 3 Schritten

  1. Du zahlst ein — monatlich oder einmal im Jahr, ganz flexibel. Schon kleine Beträge reichen, um die volle Förderung mitzunehmen.
  2. Der Staat legt dazu — die Zulagen fließen automatisch in dein Depot und werden direkt mit angelegt.
  3. Dein Geld wächst in ETFs — über die Jahre arbeitet der Zinseszins für dich (deine Gewinne werfen selbst wieder Gewinne ab). In dieser Zeit zahlst du keine Steuern auf die Erträge.

Das Depot hat zwei Phasen — eine zum Einzahlen, eine zum Auszahlen:

Ansparphase (Einzahl-Zeit)Auszahlphase (Auszahl-Zeit)
Bis zur Rente: du sparst, der Staat fördertAb 65: du holst dir dein Geld zurück
Gewinne bleiben steuerfreiErst jetzt fallen Steuern an — meist weniger als im Job
Strategie für die AnsparphaseSo läuft die Auszahlphase

Wie viel Geld schenkt dir der Staat?

Der Staat fördert das Altersvorsorgedepot mit vier Zulagen — sie sind kombinierbar und landen jedes Jahr automatisch in deinem Depot:

ZulageWie viel?Für wen?
Grundzulagebis 540 €/Jahralle, die einzahlen
Kinderzulage300 €/Kind/Jahrpro Kind, für das du Kindergeld bekommst
Berufseinsteiger-Bonus200 € einmaligwenn du unter 25 startest
Geringverdiener-Bonus175 €/Jahrbei Brutto unter 26.250 €

Du musst mindestens 120 € im Jahr selbst einzahlen, damit die Förderung fließt.

So wirkt die Förderung am Beispiel einer Familie mit zwei Kindern: Aus 1.800 € Eigenbeitrag werden 2.940 €, die jedes Jahr für dich angelegt werden.

Was die Förderung pro Jahr bringt
+63 %vom Staat
  • Dein Eigenbeitrag1.800 €
  • Im Depot landen2.940 €

Beispiel: Familie mit 2 Kindern. 540 € Grundzulage + 2 × 300 € Kinderzulage = 1.140 € geschenkt — jedes Jahr aufs Neue.

→ Wie die Zulagen genau berechnet werden und wann zusätzlich Steuern zurückkommen, liest du auf Förderung im Altersvorsorgedepot.

Wie viel ist am Ende für dich drin?

Die jährliche Förderung und die steuerfreien Gewinne summieren sich über die Jahre zu einem spürbaren Vorsprung — gegenüber demselben Geld in einem normalen ETF-Depot:

Was am Ende übrig bleibt (nach Steuern)
+40.000 €fürs Alter
  • Normales ETF-Depot~125.000 €
  • Altersvorsorgedepot~165.000 €

Beispiel: Familie, 150 € im Monat, 30 Jahre Laufzeit, ~6 % Rendite. Auszahlung nach Steuern. Deine eigene Zahl bekommst du im Rechner.

In 30 Sekunden zur Zahl

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Trage Alter, Sparrate, Kinder und Einkommen ein — der Rechner zeigt dir Jahr für Jahr deine Zulagen, dein Endkapital und den direkten Vergleich zum normalen ETF-Depot. Kostenlos, ohne Anmeldung, alles lokal in deinem Browser.

  • Förderung Jahr für Jahr
  • Vergleich mit dem ETF-Depot
  • Inflation optional einrechnen

Lohnt sich das Altersvorsorgedepot für dich?

Kurz gesagt: für die meisten ja — vor allem, wenn du noch viele Jahre bis zur Rente hast. Je länger dein Geld arbeitet und je mehr Kinder du hast, desto größer der Vorteil.

Besonders lohnend für:

  • Angestellte und Beamt:innen — der klassische Fall
  • Familien mit Kindern — die Kinderzulage ist der größte Hebel
  • Selbstständige — neu! Bei Riester waren sie meist außen vor
  • Berufseinsteiger:innen unter 25 — 200 € Extra-Bonus
  • Geringverdiener:innen — 175 € zusätzlich pro Jahr

Weniger sinnvoll, wenn du das Geld bald wieder brauchst — etwa für einen Hauskauf. Denn vor der Rente kommst du nicht heran.

→ Den ehrlichen Vergleich mit drei durchgerechneten Beispielen findest du auf Altersvorsorgedepot vs. ETF-Depot.

Welche ETFs kannst du wählen?

Erlaubt sind ETFs, klassische Fonds und Staatsanleihen — also genau die breit gestreuten Bausteine, die zu einer sicheren Altersvorsorge passen. Nicht erlaubt sind Einzelaktien, Krypto und riskante Hebelprodukte.

Wer bietet das Altersvorsorgedepot an?

Anbieter-Vergleich

Wer wird das beste Altersvorsorgedepot?

Scalable, Trade Republic, ING, comdirect und Co. bereiten ihre Angebote vor. Wir verfolgen, wer startklar ist und was es voraussichtlich kostet — und küren den Goldesel-Testsieger, sobald die ersten Konditionen feststehen.

  • Aktueller Status aller Anbieter
  • Kostenprognose 0,0–0,3 %
  • Bewertung in mehreren Kategorien

Zum Vertiefen: alle Themen im Überblick

Alles Wichtige hast du jetzt. Die folgenden Seiten gehen ins Detail — lies in Ruhe genau das, was dich gerade interessiert:

Häufige Fragen zum Altersvorsorgedepot

  • Das Altersvorsorgedepot startet am 1. Januar 2027. Das Gesetz dazu wurde im Frühjahr 2026 beschlossen. Die Anbieter bereiten ihre Produkte gerade vor — mit ersten konkreten Konditionen rechnen wir ab Herbst 2026.
  • Bis zu 540 € Grundzulage pro Jahr, plus 300 € für jedes Kind. Wer unter 25 startet, bekommt einmalig 200 € extra; bei einem Brutto-Einkommen unter 26.250 € gibt es zusätzlich 175 € im Jahr. Eine Familie mit zwei Kindern kommt so auf 1.140 € geschenktes Geld — und das jedes Jahr. Bei höherem Einkommen kommt oft noch eine Steuererstattung obendrauf.
  • Für die meisten ja — vor allem bei langer Laufzeit, höherem Einkommen und Kindern. Wer das Geld aber schon in wenigen Jahren wieder braucht oder flexibel bleiben will, fährt mit einem normalen ETF-Depot besser, denn ans Altersvorsorgedepot kommst du erst ab 65.
  • Erlaubt sind ETFs, klassische Investmentfonds und Staatsanleihen. Nicht erlaubt sind Einzelaktien, Kryptowährungen und Hebelprodukte. Für die meisten reicht ein einziger breit gestreuter Welt-ETF.
  • Ja. Der Wechsel ins Altersvorsorgedepot ist steuerfrei möglich, und deine bisher gesammelten Zulagen bleiben erhalten. Ob er sich lohnt, hängt vom alten Vertrag ab — bei hohen Kosten und wenig Aktienanteil meistens ja.
  • Ja — und das ist neu gegenüber Riester. Selbstständige und Freiberufler:innen sind voll förderberechtigt und bekommen dieselben Zulagen wie alle anderen.

Quellen und weiterführende Informationen

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Stand: 03.06.2026 · Redaktion: Goldesel Redaktion