Service Corporation Intl. Aktie: Umsatz wächst, Gewinnprognose sinkt deutlich
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Service Corporation International steigerte den Umsatz im dritten Quartal um 5 Prozent auf 1,107 Milliarden US-Dollar.
- Das bereinigte Ergebnis je Aktie stieg im Jahresvergleich um 11 Prozent auf 0,97 US-Dollar, verfehlte aber die Analystenschätzung von 0,991 US-Dollar.
- SCI senkte die bereinigte EPS-Prognose für 2026 auf 3,94 bis 4,04 US-Dollar und erwartet für das vierte Quartal 1,10 bis 1,20 US-Dollar je Aktie.
- Der operative Cashflow im Quartal legte um 18 Prozent auf 296,8 Millionen US-Dollar zu; die Jahresprognose bleibt bei 1,085 Milliarden US-Dollar.
Marktanalyse & Details
Umsatzplus, aber EPS knapp unter den Erwartungen
Der Bestattungs- und Friedhofsbetreiber erzielte im dritten Quartal 1.107,3 Millionen US-Dollar Umsatz und übertraf damit die Schätzung von 1.101,25 Millionen. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag mit 0,97 US-Dollar dagegen knapp unter den erwarteten 0,991 US-Dollar. Gegenüber dem Vorjahresquartal wuchs es dennoch um 11 Prozent. Der operative Cashflow erhöhte sich von 252,3 auf 296,8 Millionen US-Dollar.
Schwächere Prognose durch Volumen und Kosten
Für das Gesamtjahr 2026 rechnet SCI nun mit einem bereinigten Ergebnis je Aktie von 3,94 bis 4,04 US-Dollar. Zuvor hatte die Spanne bei 4,10 bis 5,30 US-Dollar gelegen; der Marktkonsens betrug 4,19 US-Dollar. Für das vierte Quartal stellt das Unternehmen 1,10 bis 1,20 US-Dollar je Aktie in Aussicht und bleibt damit ebenfalls unter der Konsensschätzung von 1,33 US-Dollar.
Als Belastungen nennt SCI geringere Bestattungsvolumina als ursprünglich erwartet sowie höhere Gesundheitskosten. Zusätzlich drücken gestiegene Vergütungen im Vertrieb und höhere Werbe- und Marketingausgaben kurzfristig auf das Ergebnis. Diese Ausgaben unterstützen laut Unternehmen den Ausbau der Vorausverkäufe, deren Erlöse erst später verbucht werden.
Cashflow bleibt stabiler Anker
Die Jahresprognose für den bereinigten operativen Cashflow bestätigte SCI bei 1,085 Milliarden US-Dollar. Für Instandhaltungsinvestitionen sind weiterhin 335 Millionen US-Dollar vorgesehen; daraus ergibt sich ein erwarteter bereinigter Free Cashflow von rund 750 Millionen US-Dollar.
Analysten-Einordnung: Die Zahlen zeigen eine gemischte Entwicklung: Umsatz und Cashflow wachsen, doch die niedrigere Gewinnprognose signalisiert, dass geringere Volumina und höhere Kosten stärker auf die kurzfristige Profitabilität wirken als das Erlöswachstum ausgleichen kann. Die Investitionen in Vorausverkäufe könnten sich erst später auszahlen und sind daher kein unmittelbarer Ersatz für die aktuelle Margenbelastung. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass neben dem Umsatztrend vor allem die Umsetzung der Kostendisziplin und die Entwicklung der Bestattungsvolumina entscheidend bleiben dürften.
Die Aktie notierte am 29. Oktober um 14:22 Uhr bei 64,96 Euro und lag an diesem Tag 9,3 Prozent im Minus. Der deutliche Tagesrückgang fällt mit der gesenkten Jahresprognose zusammen; aus den vorliegenden Angaben lässt sich jedoch keine eindeutige Ursache für die Kursbewegung ableiten.
Fazit & Ausblick
Im Schlussquartal muss SCI zeigen, ob die angekündigten Vorausverkäufe mittelfristig die höheren Vertriebs- und Marketingkosten aufwiegen können. Kurzfristig stehen die Umsetzung der neuen EPS-Spanne von 3,94 bis 4,04 US-Dollar und die Bestätigung der Cashflow-Prognose im Fokus. Ein Termin für die nächsten Quartalszahlen ist in den vorliegenden Angaben nicht genannt.
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