NOVARTIS N Aktie: Gewinnprognose steigt trotz Einbruch des Quartalsgewinns
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Novartis steigerte den Umsatz im dritten Quartal um 4 Prozent auf 14,52 Milliarden US-Dollar.
- Das operative Kernergebnis legte um 11 Prozent auf gut 6 Milliarden US-Dollar zu.
- Der ausgewiesene Konzerngewinn sank wegen einer Wertminderung auf 1,20 Milliarden US-Dollar.
- Für 2026 erwartet Novartis beim operativen Kernergebnis nun Stagnation bis niedriges einstelliges Wachstum; die Umsatzprognose bleibt bestehen.
Marktanalyse & Details
Starkes Kerngeschäft, schwächerer ausgewiesener Gewinn
Novartis verbindet im dritten Quartal Umsatzwachstum mit einer deutlich besseren Entwicklung des operativen Kernergebnisses. Der Konzernumsatz stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4 Prozent auf 14,52 Milliarden US-Dollar. Das operative Kernergebnis erhöhte sich um 11 Prozent auf gut 6 Milliarden US-Dollar und übertraf die Erwartungen der Analysten. Auch das Kern-EPS lag mit 2,46 US-Dollar über den vorliegenden Schätzungen.
Unter dem Strich fiel der Konzerngewinn dagegen von 3,93 Milliarden auf rund 1,20 Milliarden US-Dollar. Belastend wirkte eine Wertminderung von etwa 1,9 Milliarden US-Dollar im Zusammenhang mit dem gescheiterten Produktkandidaten Del-Desiran. Der Rückgang beim ausgewiesenen Gewinn steht damit im deutlichen Gegensatz zur Entwicklung der bereinigten Kennzahlen.
Höhere Gewinnprognose für 2026
Das Management erwartet für das Gesamtjahr beim operativen Kernergebnis nun eine stagnierende Entwicklung oder ein Wachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Zuvor hatte Novartis noch einen leichten Rückgang in Aussicht gestellt. Die Umsatzprognose eines Wachstums im niedrigen einstelligen Prozentbereich bestätigte der Konzern.
Nachlassender Wettbewerbsdruck durch Nachahmerpräparate und Produktivitätsverbesserungen stützen die operative Entwicklung. Zugleich gewinnen neuere Medikamente an Bedeutung, während der Wettbewerb um etablierte Produkte wie Entresto eine Belastung bleibt.
Analysten-Einordnung: Die angehobene Ergebnisprognose deutet darauf hin, dass Novartis die operative Stärke des Portfolios und Einsparungen derzeit höher gewichtet als den Einbruch des ausgewiesenen Quartalsgewinns. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung: Die laufende Ertragskraft erscheint robuster, als der Rückgang des Nettogewinns allein vermuten lässt. Die Wertminderung zeigt jedoch, dass Rückschläge in der klinischen Entwicklung weiterhin erhebliche Auswirkungen auf einzelne Berichtsperioden haben können.
Fazit & Ausblick
Für die weitere Einschätzung sind die Umsetzung der erhöhten Ergebnisprognose, das Wachstum neuer Medikamente und die Entwicklung des Generikawettbewerbs entscheidend. Ebenso bleibt relevant, ob zusätzliche Rückschläge in der Produktpipeline zu weiteren Sonderbelastungen führen. Einen Termin für die nächsten Quartalszahlen enthalten die vorliegenden Angaben nicht.
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