Lockheed Martin Aktie: Morgan Stanley hebt Rating nach F-35-Pakt an

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Das Wichtigste in Kürze

  1. Morgan Stanley stuft Lockheed Martin auf Overweight hoch und erhöht das Kursziel von 690 auf 835 US-Dollar.
  2. Ein Zehnjahres-Rahmenabkommen sieht mindestens 850 F-35 für die US-Streitkräfte und eine Fertigungsrate von 156 Jets pro Jahr vor.
  3. Lockheed Martin meldete für das dritte Quartal einen Rekord-Auftragsbestand von 292 Milliarden US-Dollar und hob die Jahresprognose an.
  4. Mit Ultra Maritime erweitert der Konzern sein Geschäft um Unterwasser- und U-Boot-Abwehrsysteme.

Marktanalyse & Details

Analysten sehen geringeres F-35-Risiko

Morgan Stanley hat die Einstufung der Lockheed-Martin-Aktie von Equal Weight auf Overweight angehoben. Das Kursziel steigt von 690 auf 835 US-Dollar. Als wesentlichen Grund nennt die Investmentbank die Vereinbarung mit dem US-Verteidigungsministerium, die eine gleichmäßige F-35-Produktion von 156 Flugzeugen jährlich absichern soll. Auch der Hochlauf des Raketengeschäfts könne das Wachstum im Bereich Missiles and Fire Control stützen.

Der Rahmenvertrag erstreckt sich über zehn Jahre und umfasst mindestens 850 Flugzeuge für die US-Streitkräfte sowie Ersatzteile, Unterstützung und weitere Leistungen. Die endgültigen Vertragsbedingungen und finanziellen Details stehen noch aus; zudem ist das Paket von den erforderlichen Genehmigungen und Mittelzuweisungen abhängig. Lockheed will zunächst mindestens sieben Milliarden US-Dollar selbst investieren.

Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass die Hochstufung nicht allein auf kurzfristig starken Quartalszahlen beruht, sondern vor allem auf besser planbarer F-35-Produktion und zusätzlichem Wachstumspotenzial bei Raketen. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung eine höhere Visibilität beim Auftragsvolumen, aber keine Garantie für entsprechende Margen oder Gewinne: Investitionsbedarf, noch offene Vertragsdetails und die politische Zustimmung bleiben entscheidende Unsicherheiten.

Starkes Quartal und Rekord-Auftragsbestand

Im dritten Quartal stieg der Umsatz im Jahresvergleich um 11,3 Prozent auf 20,71 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn je Aktie lag mit 7,97 US-Dollar über der Markterwartung von 7,52 US-Dollar; der Nettogewinn erhöhte sich um 14,2 Prozent auf 1,831 Milliarden US-Dollar. Der Auftragsbestand erreichte den Rekordwert von 292 Milliarden US-Dollar.

Für 2026 erwartet Lockheed nun einen Umsatz von 80 bis 82 Milliarden US-Dollar und einen Gewinn je Aktie von 30,35 bis 30,75 US-Dollar. Der Konzern rechnet zudem mit einem Free Cashflow von 7,8 bis 8,0 Milliarden US-Dollar. Die angehobene Prognose und der hohe Auftragsbestand bilden den operativen Hintergrund für die positivere Einschätzung der Analysten.

Ultra Maritime ergänzt das Verteidigungsgeschäft

Zusätzlich hat Lockheed Martin die Übernahme von Ultra Maritime abgeschlossen. Das auf Unterwasser- und U-Boot-Abwehrsysteme spezialisierte Unternehmen wird in den Geschäftsbereich Rotary and Mission Systems integriert und erweitert insbesondere das Sonarangebot. Damit baut Lockheed seine Präsenz neben Luftfahrt und Raketen auch bei maritimen Sensorsystemen aus.

Fazit & Ausblick

Die Hochstufung, der F-35-Rahmen und der Rekord-Auftragsbestand stärken die Wachstumsperspektive, während die Übernahme das Produktportfolio verbreitert. Für die weitere Einschätzung sind die endgültigen F-35-Vertragsbedingungen, die Genehmigung und Finanzierung des Pakets sowie die Umsetzung der erhöhten Jahresziele maßgeblich.

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