Levi Strauss A Aktie: BofA senkt Kursziel trotz Kaufempfehlung auf 25 Dollar
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Die BofA senkte am 8. Oktober ihr Kursziel für Levi Strauss von 27 auf 25 US-Dollar, bestätigte aber die Kaufempfehlung.
- Im dritten Quartal stieg der Umsatz um 4 Prozent auf 1,61 Milliarden US-Dollar und blieb damit leicht unter den Erwartungen.
- Der bereinigte Gewinn je Aktie von 0,48 US-Dollar übertraf die Konsensschätzung von 0,36 US-Dollar deutlich.
- Levi Strauss erhöhte die Jahresprognose für den bereinigten Gewinn, erwartet für das vierte Quartal aber einen schwächeren EPS-Wert als der Markt.
Marktanalyse & Details
Kursziel sinkt, Kaufempfehlung bleibt
Die BofA reduzierte ihr Kursziel für die Levi-Strauss-Aktie von 27 auf 25 US-Dollar. An der Einstufung änderte sich nichts: Die Bank hält an ihrer Kaufempfehlung fest. Die Anpassung folgt auf die Quartalszahlen und den aktualisierten Ausblick des Jeansherstellers.
Starker Gewinn, leicht verfehlter Umsatz
Levi Strauss erzielte im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 einen Umsatz von 1,61 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 4 Prozent zum Vorjahr. Damit lag der Erlös knapp unter der Markterwartung von rund 1,62 Milliarden US-Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie erreichte 0,48 US-Dollar und übertraf die Schätzung von 0,36 US-Dollar. Die Bruttomarge stieg im Jahresvergleich um 450 Basispunkte auf 66,2 Prozent.
Für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen nun einen bereinigten Gewinn je Aktie von 1,54 bis 1,56 US-Dollar; zuvor hatte die Spanne bei 1,46 bis 1,52 US-Dollar gelegen. Die Prognose für das organische Umsatzwachstum wurde auf rund 6 Prozent angehoben. Zugleich senkte Levi Strauss den Ausblick für das ausgewiesene Umsatzwachstum auf etwa 7 Prozent, nach zuvor 7 bis 7,5 Prozent.
Direktgeschäft bleibt der Knackpunkt
Das Direktgeschäft mit Verbraucherinnen und Verbrauchern blieb im dritten Quartal hinter den internen Erwartungen zurück. Das Unternehmen verwies auf schwächere Besucherfrequenzen in den USA und Europa sowie eine weniger wirksame Schulanfangskampagne. Für das vierte Quartal stellt Levi Strauss hier wieder ein Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich in Aussicht.
Der Ausblick für das vierte Quartal fällt beim bereinigten Gewinn je Aktie vorsichtiger aus: Levi Strauss erwartet 0,36 bis 0,38 US-Dollar, während die Konsensschätzung bei 0,48 US-Dollar liegt. Das Unternehmen prognostiziert zugleich ein Umsatzplus von 4 Prozent und eine Bruttomarge von 61,8 Prozent. Außerdem plant es ein beschleunigtes Aktienrückkaufprogramm über 100 Millionen US-Dollar. Einen Großteil der im dritten Quartal verbuchten Zollrückerstattungen will der Konzern in Q3 und Q4 wieder ins Geschäft investieren.
Analysten-Einordnung: Die Kombination aus angehobener Gewinnprognose und gesenktem Kursziel zeigt, dass eine starke Gewinnentwicklung nicht automatisch höhere Kurserwartungen nach sich zieht. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass neben Margen und Gewinn vor allem die Qualität des Umsatzwachstums zählt: Das schwächere Direktgeschäft und die unter Konsens liegende Q4-EPS-Prognose bleiben Gegenpunkte. Die bestätigte Kaufempfehlung signalisiert zugleich, dass die BofA trotz des reduzierten Kursziels weiteres Aufwärtspotenzial sieht.
Fazit & Ausblick
Im Fokus steht nun, ob Levi Strauss die Erholung im Direktgeschäft im vierten Quartal tatsächlich erreicht und die angehobene Jahresgewinnprognose erfüllt. Die nächsten Quartalszahlen werden zeigen, ob sich die Margenstärke in nachhaltiges Wachstum übersetzt; ein konkreter Termin für die Veröffentlichung ist in den vorliegenden Angaben nicht genannt.
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