PepsiCo Aktie: Gewinnprognose sinkt trotz Umsatz- und EPS-Überraschung im dritten Quartal
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- PepsiCo steigerte den Umsatz im dritten Quartal um 5,6 Prozent auf 25,27 Milliarden US-Dollar; organisch betrug das Wachstum 3,1 Prozent.
- Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag mit 2,34 US-Dollar über den Erwartungen von rund 2,30 US-Dollar.
- Für 2026 senkte der Konzern die Prognose für das währungsbereinigte bereinigte EPS-Wachstum auf 1 bis 2 Prozent, nach zuvor 4 bis 6 Prozent.
- Das Nordamerika-Geschäft bleibt schwach; PepsiCo erwartet eine schrittweise Verbesserung ab dem vierten Quartal und besonders im kommenden Jahr.
Marktanalyse & Details
Quartal über den Erwartungen, organisches Wachstum verhaltener
PepsiCo erzielte im dritten Quartal, das am 5. September endete, einen Umsatz von 25,27 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Plus von 5,6 Prozent zum Vorjahreszeitraum und übertraf die Markterwartung von 24,95 Milliarden US-Dollar. Organisch – also ohne Zukäufe und Währungseffekte – wuchsen die Erlöse jedoch um 3,1 Prozent. Das bereinigte Ergebnis je Aktie stieg auf 2,34 US-Dollar und lag damit ebenfalls über den Prognosen von etwa 2,30 US-Dollar.
Nordamerika bleibt der entscheidende Schwachpunkt
Wachstum in Lateinamerika, Asien-Pazifik und der EMEA-Region half, die schwächere Entwicklung im Heimatmarkt auszugleichen. PepsiCo räumte ein, mit der Leistung in den USA nicht zufrieden zu sein – besonders im Getränkegeschäft. Im Snackbereich habe sich die Preisgestaltung dagegen bewährt. Niedrigere Nettoverkaufspreise unterstützten laut Unternehmen zuletzt Absatzvolumen und Marktanteile, doch steigende Rohstoff- und Produktionskosten belasten weiterhin.
Der Konzern will in Nordamerika mit Produktneuheiten, stärkerer Markenarbeit und einer gezielteren Umsetzung im Handel gegensteuern. Zusätzliche strukturelle Kostensenkungen werden identifiziert und sollen in den kommenden Monaten umgesetzt werden.
Gewinnausblick deutlich zurückgenommen
Für das Geschäftsjahr 2026 rechnet PepsiCo nun mit einem währungsbereinigten Wachstum des bereinigten Gewinns je Aktie von 1 bis 2 Prozent. Zuvor hatte die Prognose bei 4 bis 6 Prozent gelegen. Die Erwartung für das organische Umsatzwachstum wurde auf rund 3 Prozent eingeengt; zuvor nannte das Unternehmen eine Spanne von 2 bis 4 Prozent. Als Belastungen nennt der Konzern vor allem höhere Kosten und die anhaltend schwache Nachfrage in Nordamerika.
Analysten-Einordnung: Die übertroffenen Quartalserwartungen zeigen, dass internationale Märkte und Preisanpassungen kurzfristig Stabilität schaffen. Die deutliche Kürzung der EPS-Prognose macht jedoch klar, dass Umsatzwachstum allein derzeit nicht ausreicht, um Kosten- und Margendruck aufzufangen. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung: Entscheidend wird, ob PepsiCo die angekündigten Einsparungen umsetzt und die Erholung in Nordamerika tatsächlich in den kommenden Quartalen sichtbar wird.
Die PepsiCo-Aktie notierte am 8. Oktober um 15:15 Uhr bei 111,48 Euro und lag damit 0,96 Prozent im Plus. Seit Jahresbeginn stand sie zu diesem Zeitpunkt dennoch 8,95 Prozent im Minus.
Fazit & Ausblick
PepsiCo lieferte ein besser als befürchtetes Quartal, doch der gekappte Gewinnausblick und die Schwäche im US-Geschäft bleiben zentrale Risiken. In den kommenden Monaten dürften die Umsetzung der Kostensenkungen, die Entwicklung der Rohstoffkosten und die angekündigte sequenzielle Verbesserung der organischen Verkäufe besonders wichtig sein. Einen konkreten Termin für die nächsten Quartalszahlen enthalten die vorliegenden Angaben nicht.
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