Hyundai spürt US-Zölle: Gewinnrückgang belastet Geschäft, Europa-Investitionen fortgesetzt
Kurzüberblick
Hyundai spürt weiter die Belastung durch US-Zölle, was sich in deutlich niedrigeren Ergebnissen widerspiegelt. Analysten-Erwartungen wurden verfehlt, da Handelsmaßnahmen und Verzögerungen bei der Elektromobilität das Geschäft drücken. Gleichzeitig investiert das Unternehmen weiter in Europa, um Wachstumschancen zu nutzen.
Details
29.01.2026 – Ergebnisse & Auswirkungen
- Operativer Gewinn sank deutlich auf 1,7 Billionen Won; Umsatz lag bei 46,8 Billionen Won, belastet durch US-Zölle und Verzögerungen bei der Elektrifizierung.
27.01.2026 – Zölle gegen Südkorea
- US-Präsident erhöhte Zölle auf Autos und Medikamente aus Südkorea von 15% auf 25%; Grund ist eine Handelsvereinbarung, die noch nicht bestätigt wurde.
- Aus Südkorea werden unter anderem viele Autos in die USA geliefert, darunter Hyundai und Kia, sowie Halbleiter und Elektronik.
- Als Gegenmaßnahme kündigte Südkorea Investitionen in den USA in Höhe von 350 Millionen Dollar an.
- Für Hyundai bedeuten die Maßnahmen potenziell zusätzliche Beschränkungen beim Export in den wichtigsten Markt.
06.11.2025 – Hyundai erweitert Europa-Testcenter in Rüsselsheim
- Investition von 150 Millionen Euro in das europäische Testzentrum Square Campus in Rüsselsheim; es umfasst Ladelabor, Fahrsimulatoren und eine Semi-Absorber-Kammer zur Prüfung von Geräuschen, Frequenzen und Vibrationen.
- Mehr als 500 Beschäftigte arbeiten dort, eine Steigerung von rund 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
- Hyundai betreibt daneben einen weiteren Teststandort am Nürburgring; die europäische Wachstumsstrategie wird damit unterstützt.
30.10.2025 – Gewinneinbruch infolge US-Zöllen
- Gewinn unter dem Strich sank um rund ein Fünftel auf 2,5 Billionen Won; Umsatz stieg um nahezu neun Prozent auf 46,7 Billionen Won.
- Die Aktie reagierte negativ auf die Meldung.
- Hyundais Fokus liegt weiter auf Investitionen in den USA, um den Folgen der Zollpolitik entgegenzuwirken.
09.09.2025 – Südkoreas Präsident kritisiert Festnahmen bei Hyundai in den USA
- Präsident Lee Jae Myung kritisierte Festnahmen von mehr als 300 südkoreanischen Staatsbürgern auf dem Hyundai-Werksgelände in den USA; er betonte faire Behandlungen und eine baldige Rückkehr in die Heimat.
- Eine groß angelegte Razzia von ICE und FBI auf dem gemeinsamen Werksgelände von Hyundai und LG Energy Solution führte zur Festnahme rund 475 ausländischer Arbeiter, davon über 300 Koreaner.
- Die Ereignisse belasteten die Beziehungen zwischen Seoul und Washington und lösten Proteste in Korea aus; Umfragen zeigten, dass viele Koreaner das Vorgehen als überzogen bewerten.
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