BASF Aktie: Evonik weist Übernahmeofferte über 10,3 Milliarden Euro zurück
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Evonik hat Berichten zufolge ein Übernahmeangebot von BASF über 10,3 Milliarden Euro als zu niedrig zurückgewiesen.
- Die Offerte soll einen deutlichen Aufschlag auf den Aktienkurs enthalten haben; genaue Bedingungen sind bislang nicht bekannt.
- Ob BASF nachbessert, ist offen; als wichtiger Faktor gilt die RAG-Stiftung.
- Gewerkschafter stehen dem möglichen Zusammenschluss kritisch gegenüber.
Marktanalyse & Details
Erste Offerte stößt auf Ablehnung
BASF ist mit einem Übernahmevorstoß bei Evonik zunächst abgeblitzt. Medienberichten zufolge lehnte der Spezialchemiekonzern ein Angebot im Wert von rund 10,3 Milliarden Euro ab, weil es die Vorstellungen des Unternehmens nicht erfüllte. Eine Bestätigung der konkreten Konditionen oder eine Stellungnahme zu einem möglichen nächsten Schritt liegt in den vorliegenden Informationen nicht vor.
Berichte beschreiben den gebotenen Aufschlag als erheblich. Zugleich kursieren unterschiedliche Angaben zur Bewertung: Neben der genannten Angebotssumme ist von einer Gesamtbewertung von rund 14 Milliarden Euro die Rede. Diese Werte sind nicht ohne Weiteres gleichzusetzen; wie die Bewertung und mögliche Angebotsbestandteile genau zustande kommen, bleibt unklar.
RAG-Stiftung und strategische Fragen
Eine Verbindung mit Evonik könnte BASF im Chemiesektor stärken. Für den Fortgang des Übernahmepokers dürfte jedoch auch die RAG-Stiftung wichtig sein. Zusätzlich ist Widerstand von Gewerkschaftern im Raum. Damit geht es nicht allein um den Preis, sondern auch um Zustimmung, Umsetzung und die Folgen eines Zusammenschlusses für Beschäftigte und Unternehmen.
Analysten-Einordnung: Die Zurückweisung zeigt, dass BASF mit der ersten Offerte noch keine Verhandlungsbasis geschaffen hat. Dies deutet darauf hin, dass ein möglicher Deal von einer höheren Bewertung oder veränderten Bedingungen abhängen könnte – gesichert ist eine Nachbesserung aber nicht. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung: Das Übernahmeszenario bleibt spekulativ, solange BASF, Evonik und die maßgeblichen Anteilseigner keine verbindlichen Angaben machen. Ein höheres Gebot könnte zudem die wirtschaftlichen Risiken und den Finanzierungsbedarf für BASF vergrößern.
Fazit & Ausblick
Entscheidend ist nun, ob BASF auf die Ablehnung reagiert und ob die RAG-Stiftung sowie weitere Beteiligte einem möglichen Zusammenschluss offen gegenüberstehen. Ein Zeitplan oder ein nächster konkreter Schritt ist bislang nicht bekannt. Bis zu offiziellen Angaben bleibt der Ausgang des Vorstoßes offen.
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