GE Aerospace Aktie: FAA verschiebt Zulassung der Boeing 737 MAX 10 wegen Softwareprüfung
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Das Wichtigste in Kürze
- Die US-Luftfahrtbehörde FAA verschiebt die Zulassung der Boeing 737 MAX 10, bis ein Softwareproblem geklärt ist.
- Die betroffene Software stammt von GE Aerospace und könnte in einem bestimmten Landeszenario den Zugriff auf die automatisierte Flugführung verhindern.
- Laut FAA blieb die Kontrolle über die Flugzeuge bei den Piloten; einen Zeitplan für die Lösung nannte die Behörde nicht.
- Die GE-Aerospace-Aktie notierte am 28. September um 22:33 Uhr bei 279,60 Euro und lag damit 2,51 Prozent im Minus.
Marktanalyse & Details
Zulassungsverzögerung wegen Softwareprüfung
Die FAA will die Zertifizierung der größten Variante der Boeing-737-MAX-Familie erst fortsetzen, wenn die Softwarefrage ausgeräumt ist. Boeing hatte zuvor mitgeteilt, dass ein Fehler bei bestimmten MAX-Flugzeugen in einem speziellen Landefall den Zugriff der Piloten auf die automatisierte Flugführung beeinträchtigen könnte. Das Unternehmen arbeitet nach eigenen Angaben an einer dauerhaften Softwarekorrektur.
Die Behörde plant eine formelle Überprüfung der erforderlichen Korrekturmaßnahmen. FAA-Administrator Bryan Bedford ließ offen, ob die Behebung Tage, Wochen oder Monate dauern könnte. GE Aerospace äußerte sich zunächst nicht öffentlich zu der Angelegenheit.
Sicherheitslage und Bedeutung für GE
Nach Angaben der FAA konnten die Piloten die Flugzeuge trotz des Softwarefehlers weiterhin steuern. Die kanadische Fluggesellschaft WestJet meldete keine Vorfälle im Betrieb und verwies auf bestehende Verfahren und Schulungen. Alaska Airlines und United Airlines erklärten, ihre derzeitigen Flugzeuge verwendeten die betroffene Softwareversion nicht; United nimmt demnach keine entsprechend ausgerüsteten Maschinen entgegen.
Analysten-Einordnung: Für GE Aerospace entsteht zunächst vor allem ein Risiko für Vertrauen und Lieferkettenbeziehungen: Die Softwareprüfung kann die Zulassung eines wichtigen Boeing-Modells verzögern und erhöht den Druck, eine belastbare Korrektur zügig nachzuweisen. Dass die Piloten die Kontrolle behielten und mehrere Fluggesellschaften keine betrieblichen Probleme meldeten, begrenzt die bislang bekannten Auswirkungen. Eine finanzielle Belastung für GE lässt sich aus den vorliegenden Angaben jedoch nicht beziffern. Der Rückgang der Aktie um 2,51 Prozent im Tagesverlauf zeigt, dass der Markt die Entwicklung kurzfristig aufmerksam verfolgt.
Fazit & Ausblick
Für die Aktie bleibt entscheidend, wie schnell GE Aerospace die Softwarekorrektur bereitstellt und ob die FAA sie akzeptiert. Ein konkreter Termin für die Wiederaufnahme beziehungsweise den Abschluss der MAX-10-Zertifizierung steht noch aus. Anleger dürften daher vor allem auf weitere Angaben der FAA, von Boeing und von GE zur Fehlerbehebung achten.
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