Evonik Industries Aktie: Konzern weist BASF-Offerte über 10,3 Milliarden Euro zurück
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- BASF soll Evonik rund 10,3 Milliarden Euro oder etwa 22,15 Euro je Aktie geboten haben.
- Evonik wies die Offerte als zu niedrig zurück; Verhandlungen kamen demnach nicht zustande.
- DZ Bank hob das Kursziel für die Evonik-Aktie von 21 auf 22 Euro an und bestätigte die Einstufung „Buy“.
- Evonik verfolgt parallel Restrukturierungen und Verkäufe von Unternehmensteilen.
Marktanalyse & Details
BASF-Angebot trifft auf Evoniks eigene Pläne
BASF soll Evonik kürzlich ein erstes Angebot von rund 22,15 Euro je Aktie vorgelegt haben. Der Gesamtwert der Offerte wird mit etwa 10,3 Milliarden Euro angegeben. Evonik habe das Angebot als nicht ausreichend für die Aufnahme von Verhandlungen bewertet. Die Angaben zum Gebot und zur Reaktion beruhen auf Informationen aus dem Umfeld der Gespräche; eine öffentlich bestätigte Einigung oder ein formelles Übernahmeverfahren ist damit nicht verbunden.
Der mögliche Vorstoß kommt, während Evonik Restrukturierungen und Veräußerungen vorantreibt. Zugleich steht die europäische Chemiebranche unter Konsolidierungsdruck. Für BASF wäre ein Erwerb damit nicht nur eine Preisfrage: Entscheidend wären auch die strategische Passung und die Umsetzung einer möglichen Integration.
Kursziel und mögliche Bewertung der Offerte
Die DZ Bank erhöhte ihr Kursziel für Evonik von 21 auf 22 Euro und bestätigte ihre Kaufempfehlung. Der zuletzt ausgewiesene Kurs lag am 28. September bei 19,65 Euro. Die berichtete Offerte von 22,15 Euro entspräche auf dieser Basis einem Aufschlag von rund 12,7 Prozent; das neue Kursziel liegt knapp darunter. Beide Vergleichswerte beziehen sich auf unterschiedliche Einschätzungen und sind keine Garantie für einen tatsächlichen Übernahmepreis.
Analysten-Einordnung: Die Zurückweisung signalisiert, dass Evonik den gebotenen Preis offenbar nicht als angemessene Abgeltung für den Unternehmenswert betrachtet. Dies deutet darauf hin, dass ein möglicher Übernahmeprozess von einer höheren Offerte oder einer veränderten Verhandlungsposition abhängen könnte. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung eine zusätzliche Kursperspektive, aber auch Unsicherheit: Solange kein verbessertes Angebot bestätigt ist, bleiben Restrukturierung und operative Entwicklung die belastbareren Bewertungsfaktoren.
Fazit & Ausblick
Im Fokus steht nun, ob BASF ein höheres Angebot nachlegt und wie Evonik seine eigenständigen Restrukturierungs- und Verkaufspläne vorantreibt. Bis zu einer offiziellen Bestätigung weiterer Schritte sollten Anleger die kolportierte Offerte als unverbindlichen Verhandlungsstand betrachten. Ein nächster konkreter Übernahmetermin oder ein zusätzlicher Zeitplan wurde nicht genannt.
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