Deutsche Bank Aktie: Analysten erwarten fast rekordstarkes drittes Quartal
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Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Die Deutsche Bank veröffentlicht am Mittwoch, 28. Oktober, ihre Zahlen für das dritte Quartal.
- Analysten erwarten knapp 2,4 Milliarden Euro Vorsteuergewinn und 1,44 Milliarden Euro Überschuss für die Aktionäre.
- Für 2026 rechnen Analysten mit 33,3 Milliarden Euro Erträgen und 10,2 Milliarden Euro Vorsteuergewinn.
- Bis 2028 strebt die Bank eine Rendite auf das materielle Eigenkapital von mehr als 13 Prozent an.
Marktanalyse & Details
Quartalsergebnis knapp unter Vorjahresrekord erwartet
Nach einem starken ersten Halbjahr dürfte die Deutsche Bank auch im dritten Quartal ein Ergebnis nahe ihrem bisherigen Spitzenwert erzielt haben. Die von der Bank befragten Analysten erwarten im Schnitt knapp 2,4 Milliarden Euro Gewinn vor Steuern. Damit läge das Ergebnis zwar leicht unter dem Vorjahresquartal, das den höchsten Vorsteuergewinn in einem dritten Quartal seit mindestens 2007 gebracht hatte.
Für die Aktionäre rechnen die Analysten mit einem Überschuss von 1,44 Milliarden Euro. Das wären rund 120 Millionen Euro weniger als ein Jahr zuvor. Die Prognosen sind Erwartungen, keine bereits veröffentlichten Geschäftszahlen.
Jahresziele und Renditepfad
Für das Gesamtjahr sehen die Analysten die Erträge bei gut 33,3 Milliarden Euro und damit etwas über dem vom Vorstand angepeilten Niveau von etwa 33 Milliarden Euro. Im Schnitt erwarten sie 10,2 Milliarden Euro Vorsteuergewinn sowie 6,25 Milliarden Euro Überschuss für die Anteilseigner. Die Rendite auf das materielle Eigenkapital könnte demnach 10,3 Prozent erreichen – deutlich weniger als das bis 2028 gesetzte Ziel von mehr als 13 Prozent.
Der Vorstand will die Erträge weiter steigern und zugleich die Kosten unter anderem durch Stellenabbau und einen stärkeren Einsatz Künstlicher Intelligenz begrenzen. Für 2026 hat die Bank kein konkretes Gewinnziel genannt; angekündigt sind ein starkes operatives Ergebnis und sinkende Rückstellungen für faule Kredite.
Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass die Ertragsziele für 2026 erreichbar erscheinen, der entscheidende Prüfstein aber die nachhaltige Verbesserung der Profitabilität bleibt. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung: Ein Ergebnis nahe dem Vorjahresrekord wäre ein solides Signal, würde den Abstand zum Renditeziel für 2028 jedoch nicht beseitigen. Dabei kommt es auch darauf an, ob die Bank ihre Kosten im Griff behält, während sie in Wachstum und Technologie investiert.
Tarifverhandlungen als möglicher Kostenfaktor
Parallel stehen bundesweite Warnstreiks bei privaten Banken im Raum. Verdi fordert sechs Prozent mehr Gehalt sowie monatlich 300 Euro zusätzlich für Nachwuchskräfte; die nächste Verhandlungsrunde ist für den 2. November angesetzt. Die Arbeitgeber erwarten bislang keine spürbaren Auswirkungen auf den Bankbetrieb. Ob ein Tarifabschluss die Kosten der Deutschen Bank merklich beeinflusst, ist offen.
Fazit & Ausblick
Am Mittwoch, 28. Oktober, richtet sich der Blick auf die veröffentlichten Quartalszahlen und darauf, ob sich die Analystenerwartungen bestätigen. Neben Erträgen und Gewinn dürften die Entwicklung der Rückstellungen, die Kosten sowie Aussagen zum Renditepfad bis 2028 für die Einordnung wichtig sein. Weitere Hinweise zu den Tarifkosten könnten sich nach der Verhandlungsrunde am 2. November ergeben.
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