Coca-Cola Aktie: Quartalszahlen müssen Rally und Wachstumserwartungen bestätigen
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Coca-Cola legt am Dienstag vor US-Börsenstart die Ergebnisse für das dritte Quartal vor.
- Analysten erwarten 12,92 Milliarden US-Dollar Umsatz und 88 US-Cent bereinigten Gewinn je Aktie.
- Die Aktie liegt laut vorliegenden Marktdaten seit Jahresbeginn in Euro rund 39 Prozent im Plus.
- Der neue KFC-Vertrag stärkt die Perspektive, dürfte den Umsatz aber erst ab 2027 messbar beeinflussen.
Marktanalyse & Details
Hohe Erwartungen vor dem Quartalsbericht
Der Getränkehersteller veröffentlicht seine Zahlen am Dienstag vor Handelsbeginn. Die Prognosen sehen einen Umsatz von 12,92 Milliarden US-Dollar vor, nach 12,46 Milliarden im Vorjahresquartal. Beim bereinigten Gewinn je Aktie rechnen Analysten mit 88 Cent; ein Jahr zuvor waren es 82 Cent. Für das organische Wachstum nennen einzelne Analystenschätzungen rund 4,5 bis 4,6 Prozent.
Die Messlatte liegt auch deshalb hoch, weil Coca-Cola zuletzt robuste Nachfrage zeigte. Im zweiten Quartal stieg das organische Umsatzwachstum um 6 Prozent, die Absatzmenge nahm weltweit um 5 Prozent zu. Coca-Cola Zero Sugar legte dabei um 16 Prozent zu. Im Juli hob das Management die Jahresprognose an: Es erwartet nun etwa 5 Prozent organisches Umsatzwachstum und einen Anstieg des bereinigten Gewinns je Aktie um 9 bis 10 Prozent.
KFC-Vertrag hilft vor allem mittelfristig
Ab Januar 2027 soll Coca-Cola die US-Restaurants von KFC beliefern und damit PepsiCo als langjährigen Anbieter ablösen. Der Vertrag umfasst gut 3.700 Standorte, nicht aber Taco Bell. Analystenschätzungen zufolge könnte der Wechsel 2027 insgesamt 10 bis 20 Basispunkte zum Umsatzwachstum beitragen; für Nordamerika wird ein Effekt von rund 37 Basispunkten erwartet. Für das jetzt anstehende Quartal kommt der Vertrag noch nicht zum Tragen.
Zusätzliche Wachstumsmöglichkeiten sucht Coca-Cola bei funktionalen Getränken: Das Unternehmen will ausgewählte Varianten von Coca-Cola Zero Sugar, Sprite Zero Sugar und Fresca mit Präbiotika zunächst begrenzt testen. Zugleich bleibt der Konsum eine Herausforderung. Höhere Ausgaben für Lebensmittel und Benzin belasten Haushaltsbudgets; PepsiCo meldete zuletzt in Nordamerika einen Rückgang der organischen Getränkemengen um 2 Prozent.
Analysten-Einordnung: Die Rally erhöht den Anspruch an den Bericht: Anleger dürften nicht nur auf den Gewinn je Aktie, sondern besonders auf Absatzmengen und die Nachfrage in Nordamerika achten. Dies deutet darauf hin, dass Preiserhöhungen allein für eine überzeugende Entwicklung nicht ausreichen werden. Der KFC-Vertrag und neue Produktvarianten stützen die längerfristige Perspektive, sind aber kein Ersatz für anhaltendes organisches Wachstum im Kerngeschäft.
Kursentwicklung und Bewertung der Ausgangslage
Der angegebene Lang-&-Schwarz-Kurs lag am 26. Oktober bei 82,87 Euro; die Tagesveränderung betrug 0 Prozent, seit Jahresbeginn steht ein Plus von 38,95 Prozent. Die deutliche Vorleistung macht die Quartalszahlen zu einem wichtigen Test dafür, ob Coca-Cola seine operative Stärke trotz eines vorsichtigen Konsumumfelds bestätigen kann.
Fazit & Ausblick
Im Mittelpunkt steht der Quartalsbericht am Dienstag vor Börsenstart: Entscheidend sind der bereinigte Gewinn, das organische Wachstum und die Entwicklung der Getränkemengen. Ein Ergebnis im Rahmen der Prognosen könnte die Zuversicht in die Jahresziele stützen; eine Abschwächung beim Absatz würde angesichts der starken Kursentwicklung dagegen stärker ins Gewicht fallen. Der KFC-Wechsel dürfte erst ab 2027 zum Umsatz beitragen.
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