Boeing räumt neuen Softwarefehler bei 737 Max ein – FAA prüft den Fall
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Das Wichtigste in Kürze
- Boeing hat einen Softwarefehler bei der 737 Max eingeräumt, der nach einem abgebrochenen Landeversuch die vertikale Navigationsautomatik bei weiteren Anflügen beeinträchtigen kann.
- Betroffene Crews könnten zunächst nur eine niedrigere Automatisierungsstufe nutzen; laut Boeing können Piloten auch ohne Automatik landen und das System über mehrere Schritte wieder aktivieren.
- Wie viele der mehr als 2.000 ausgelieferten 737-Max-Maschinen betroffen sind, ist bislang offen; die FAA prüft den Fall.
- Boeing arbeitet nach eigenen Angaben an einem Software-Update, das den Fehler dauerhaft beheben soll.
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Was bei der Landenavigation passieren kann
Der Fehler kann laut Boeing nach einem abgebrochenen Landeanflug auftreten: Bei weiteren Anläufen steht die automatisierte vertikale Navigation zunächst nicht zur Verfügung. Die Besatzung kann dann auf eine niedrigere Automatisierungsstufe zurückgreifen. Boeing betont, dass Piloten für eine Landung ohne Automatisierung ausgebildet sind und das System mit einer Abfolge von Schritten wieder aktivieren können.
Der Hersteller teilte den Fluggesellschaften im August mit, dass das Problem nach seiner Einschätzung kein Sicherheitsrisiko darstelle. Die US-Luftfahrtaufsicht FAA prüft den Sachverhalt. Wie groß die betroffene Flotte ist und wann das angekündigte Software-Update bereitsteht, ist noch nicht bekannt.
Erneute Belastungsprobe für Boeings Qualitätskurs
Der neue Fehler trifft ein Modell, dessen Vertrauen seit den beiden tödlichen Abstürzen von 2018 und 2019 besonders eng mit der Sicherheits- und Qualitätskontrolle des Herstellers verknüpft ist. Damals kamen 346 Menschen ums Leben. Auch nach der Wiederaufnahme des Betriebs stand die 737 Max wiederholt wegen technischer und qualitativer Probleme in der Kritik.
Analysten-Einordnung: Der gemeldete Fehler bedeutet nach den vorliegenden Angaben nicht, dass eine Landung grundsätzlich unmöglich wäre. Er betrifft jedoch eine anspruchsvolle Flugphase und kann die Arbeitsbelastung der Besatzung erhöhen, wenn nach einem Fehlanflug erneut gelandet werden muss. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung vor allem ein weiteres Reputations- und Ausführungsrisiko: Entscheidend wird sein, wie schnell Boeing die Ursache behebt und ob die Prüfung der FAA zusätzliche Maßnahmen oder Einschränkungen nach sich zieht.
Fazit & Ausblick
Im Fokus stehen nun die Ergebnisse der FAA-Prüfung, die genaue Zahl der betroffenen Flugzeuge und der Zeitplan für das Software-Update. Solange diese Punkte offen sind, lässt sich die operative Tragweite nur begrenzt einschätzen. Die neue Meldung erhöht aber den Druck auf Boeing, die Zuverlässigkeit der 737 Max nachhaltig nachzuweisen.
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