Boeing Aktie: FAA verschiebt Zulassung der 737 MAX 10 wegen Softwareproblem

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Das Wichtigste in Kürze

  1. Die US-Luftfahrtbehörde FAA verschiebt die Zulassung der Boeing 737 MAX 10, bis sie ein Softwareproblem bewertet hat.
  2. Betroffen ist eine Funktion, die in einem bestimmten Landungsszenario die automatische Flugführung beeinträchtigen könnte.
  3. Boeing arbeitet nach eigenen Angaben an einer dauerhaften Softwarekorrektur; einen Zeitplan für die Zulassung gibt es nicht.
  4. Die Boeing-Aktie notierte am 28. September bei 162,66 Euro und lag 6,41 Prozent im Minus.

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Softwareprüfung stoppt Zulassung vorerst

Die FAA will die Zertifizierung der 737 MAX 10 erst fortsetzen, wenn sie das mögliche Sicherheitsrisiko geprüft hat. Behördenchef Bryan Bedford nannte keinen Termin für die Wiederaufnahme. Die Behörde plant zudem eine Prüfung durch ein Gremium für Korrekturmaßnahmen.

Nach den vorliegenden Angaben betrifft der Fehler bestimmte 737-MAX-Flugzeuge und könnte in einem speziellen Landungsszenario dazu führen, dass Piloten nicht auf eine automatisierte Flugführungsfunktion zugreifen können. Boeing hat die Betreiber informiert und arbeitet an einem Software-Update. Die Software stammt von GE Aerospace.

Bedeutung für Boeing und die Betreiber

Die 737 MAX 10 ist die größte Ausführung der MAX-Familie und sollte kurz vor der Zulassung stehen. Eine Verzögerung trifft Boeing daher an einem wichtigen Punkt: Das Unternehmen will seine Position im Markt für Single-Aisle-Flugzeuge stärken und verlorenes Terrain gegenüber Airbus zurückgewinnen. Wie stark sich die Prüfung auf Auslieferungen oder Bestellungen auswirkt, lässt sich mangels eines Zeitplans derzeit nicht beziffern.

Die FAA erklärte, die Piloten hätten trotz des Softwarefehlers die Kontrolle über das Flugzeug behalten. Das unterscheidet den beschriebenen Sachverhalt von den früheren MAX-Unfällen, bei denen ein anderes automatisiertes Flugsteuerungssystem eine Rolle spielte. Einzelne Fluggesellschaften teilten mit, keine Probleme im Betrieb festgestellt zu haben; einige nutzen die betroffene Softwareversion nach eigenen Angaben nicht.

Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass für Boeing nicht allein die technische Korrektur, sondern auch die erneute behördliche Bewertung zum Unsicherheitsfaktor wird. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass sich der Zeitplan für die MAX 10 vorerst schwer einschätzen lässt. Der Kursrückgang von 6,41 Prozent am 28. September spiegelt die Sorge vor weiteren Verzögerungen wider, belegt aber noch keine längerfristigen Folgen für Auslieferungen oder Finanzen.

Fazit & Ausblick

Entscheidend ist nun, wie schnell Boeing eine belastbare Korrektur vorlegt und ob die FAA nach ihrer Prüfung zusätzliche Nachweise verlangt. Ein konkreter Termin für die Zulassung der 737 MAX 10 wurde nicht genannt. Bis dahin bleibt die Unsicherheit über den Start der Auslieferungen bestehen.

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