BASF Aktie: Evonik weist Angebot über 24 Euro je Aktie zurück

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Das Wichtigste in Kürze

  1. Evoniks Interimschef Claus Rettig bekräftigt am 5. November die Ablehnung des BASF-Angebots.
  2. BASF bietet 24 Euro je Evonik-Aktie; das entspricht einer Bewertung von mehr als elf Milliarden Euro.
  3. Evonik pocht auf Eigenständigkeit und verhandelt nach eigenen Angaben derzeit nicht über eine Übernahme.
  4. Rettig sieht Evonik zugleich finanziell in der Lage, bei einer wertsteigernden Branchen-Konsolidierung selbst aktiv zu werden.

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Evonik hält an eigenständigem Kurs fest

Der Chemiekonzern Evonik bleibt bei seiner Absage an BASF. Interims-Vorstandschef Claus Rettig begründet die Haltung mit der strategischen Ausrichtung des Unternehmens: Größe allein sei kein Vorteil, vielmehr gehe der Branchentrend auch zur Fokussierung. Evonik wolle den eigenen Unternehmenswert steigern und die geplanten Maßnahmen aus eigener Kraft umsetzen.

Das BASF-Angebot von 24 Euro je Evonik-Aktie bewertet den Konzern mit mehr als elf Milliarden Euro. Rettig sagte, Evonik könne mit seiner Planung selbst mehr erreichen. Ein Gegenangebot liegt laut den vorliegenden Angaben nicht vor. Evonik hatte bereits erklärt, auf Basis der verfügbaren Informationen nicht mit BASF über eine Übernahme zu verhandeln, zeigte sich aber für einen rein informativen und vertraulichen Austausch offen.

Evonik will bei Übernahmen selbst mitspielen

Rettig schloss eigene Zukäufe nicht aus. Der Konzern habe Ideen und die finanzielle Stärke, um bei passenden Gelegenheiten aktiv zu werden. Übernahmen sollten jedoch Wert schaffen und Wachstum ermöglichen; derzeit verfolge Evonik solche Schritte nicht proaktiv.

Analysten-Einordnung: Die klare Zurückweisung macht einen kurzfristigen Abschluss zu den bisher genannten Konditionen unwahrscheinlicher. Für BASF rückt damit die Frage in den Vordergrund, ob ein höheres Angebot strategisch und finanziell gerechtfertigt wäre oder der Konzern von einer Transaktion Abstand nimmt. Evoniks Verweis auf eigene Pläne stärkt die Verhandlungsposition, ist aber zunächst eine Managementeinschätzung und kein Nachweis dafür, dass diese Pläne den gebotenen Wert tatsächlich übertreffen.

Fazit & Ausblick

Eine Übernahme ist vorerst nicht vereinbart; ein konkreter nächster Verhandlungsschritt oder Zeitplan ist nicht bekannt. Entscheidend wird sein, ob BASF auf die Absage mit verbesserten Konditionen reagiert und ob Evonik zu weiterem Austausch bereit ist. Bis dahin bleibt die mögliche Transaktion ein strategisches Szenario, nicht eine gesicherte Entwicklung.

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