Tesla Cybercab, günstige Aktien fürs Depot & Tech mit Monsterzahlen

In der aktuellen Ausgabe des Aktienpodcasts “Aktientalk” sprechen unser Goldesel Michael Flender und Daniel von Investflow über das neue Tesla Cybercab, das nun ganz ohne Lenkrad und Pedale in Austin Texas unterwegs ist.

Außerdem analysieren Michael und Daniel die aktuellen Quartalszahlen von drei Tech-Unternehmen – Snowflake, Broadcom und Nvidia haben solide abgeliefert.

Schließlich gehen unsere Experten noch auf aus ihrer Sicht günstige Aktien ein.

Welche günstigen Aktien Michael und Daniel aktuell spannend finden, wie die Zahlen von Snowflake, Nvidia und Broadcom ausgefallen sind und wie der Start des Tesla Cybercab abgelaufen ist, das und vieles mehr erfahrt ihr in der aktuellen Podcast-Episode bei Apple PodcastsSpotify oder direkt bei YouTube.

Key Takeaways

  • Softwarewerte profitieren wieder, während Chipaktien kurzfristig deutlich gemischter laufen.
  • Broadcoms starke Cashflows und KI-Prognosen sprechen gegen eine unmittelbar nachlassende Infrastruktur-Nachfrage.
  • Teslas Cybercab fährt, doch Skalierung, Regulierung und Betriebskosten bleiben die entscheidenden Hürden.
  • Günstige Aktien: EssilorLuxottica und TransDigm wirken nach Rücksetzern wieder attraktiver bewertet als zuvor.

Aktuelle Marktlage: Software stark, Anleihen bleiben das Problem

Der Markt wirkt insgesamt weiterhin stabil, zumindest wenn man auf die großen Standardwerte schaut. Im Techbereich gibt es aber eine klare Zweiteilung: Software läuft wieder besser, Chips tun sich kurzfristig etwas schwerer.

Aktien wie ServiceNow, Salesforce und weitere Softwaretitel profitierten von den starken Zahlen und Prognosen aus dem Sektor. Snowflake konnte erneut deutlich zulegen und zog die Stimmung im gesamten Cloud- und Softwarebereich an. Das erinnert daran, wie schnell sich die Bewegungen in solchen Themenfeldern verstärken können: Liefert ein großer Name gut ab, laufen die verwandten Aktien häufig gleich mit.

Bei KI-Infrastrukturwerten war die Lage zuletzt schwieriger. Trotzdem bleiben die operativen Zahlen vieler Unternehmen brutal stark. Genau deshalb sollte man nicht nur auf den kurzfristigen Kurs schauen. Entscheidend ist, ob die Nachfrage wirklich nachlässt. Und dafür gibt es aktuell kaum Anzeichen.

Der größere Belastungsfaktor sind nach wie vor die weltweit steigenden Anleiherenditen. Wenn die Renditen nach oben gehen, geraten insbesondere hoch bewertete Wachstumsaktien schnell unter Druck. Dazu kommen die nächsten US-Arbeitsmarktdaten, die für die Zinserwartungen wichtig sind.

Der Markt wünscht sich im Grunde ein recht enges Fenster:

  • Ein zu starker Arbeitsmarkt könnte höhere Löhne und neuen Inflationsdruck bedeuten.
  • Ein zu schwacher Arbeitsmarkt könnte wiederum Konjunktursorgen auslösen.
  • Ein moderater Stellenaufbau wäre für die Börse vermutlich das angenehmste Szenario.

Auch Bitcoin zeigt wieder, wie extrem stimmungsgetrieben Märkte sein können. Fällt der Kurs, wird sofort das Ende ausgerufen. Steigt er wieder, ist Bitcoin plötzlich erneut das heißeste Thema am Markt. Bei vielen Aktien läuft es ganz ähnlich. Gute Kurse machen eine Story scheinbar unangreifbar, schlechte Kurse lassen dieselbe Story auf einmal wertlos wirken.

Tesla Cybercab: Startschuss, aber die Skalierung entscheidet

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Bei Tesla dreht sich aktuell vieles um das Thema autonomes Fahren. Das Tesla Cybercab ist nicht länger nur ein futuristisches Konzeptfahrzeug. In Austin sollen die ersten Fahrten in begrenzten Bereichen mit zweisitzigen Fahrzeugen stattfinden, die weder Lenkrad noch Pedale besitzen.

Das ist zunächst einmal ein wichtiger Schritt. Gerade bei Tesla gab es über Jahre hinweg große Zweifel, ob diese Fahrzeuge tatsächlich regulär auf öffentlichen Straßen unterwegs sein würden. Nun fährt das Cybercab zumindest in einem klar abgegrenzten Einsatzbereich.

Das Fahrzeug selbst wirkt sehr futuristisch. Flügeltüren, ein großes Display, eine vollständig auf autonomes Fahren ausgerichtete Konstruktion und viel Raum für Gepäck zeigen, worauf Tesla hinauswill. Es geht nicht darum, ein klassisches Auto ein wenig smarter zu machen. Es geht darum, ein möglichst effizientes Fahrzeug für Robotaxi-Flotten zu bauen.

Die entscheidende Frage lautet aber nicht, ob die ersten Fahrzeuge fahren können. Die entscheidende Frage ist: Wie schnell lässt sich daraus ein funktionierendes, skalierbares Geschäftsmodell machen?

Mit einigen Dutzend Fahrzeugen in Austin ist Tesla noch weit von einer flächendeckenden Robotaxi-Plattform entfernt. Andere Anbieter verfügen in Texas bereits über deutlich größere Flotten. Dazu kommen praktische Fragen, die schnell unterschätzt werden:

  • Wo werden die Fahrzeuge geladen und geparkt?
  • Wer reinigt und wartet sie?
  • Wie zuverlässig funktioniert der Betrieb bei Nacht und bei schwierigen Wetterbedingungen?
  • Wie schnell lassen sich neue Städte regulatorisch erschließen?

Tesla plant offenbar, den Betrieb schrittweise auszuweiten. Wenn die Fahrzeuge langfristig rund um die Uhr fahren können und die Kosten tatsächlich deutlich unter denen klassischer Fahrdienste liegen, wäre das für die Aktie natürlich ein riesiger Hebel. Noch ist aber Vorsicht angebracht. Tesla bleibt extrem ambitioniert bewertet, und bei Elon Musk weiß man: Die Richtung kann stimmen, auch wenn der Zeitplan regelmäßig länger dauert als ursprünglich gedacht.

Broadcom, Snowflake und Nvidia: KI liefert weiter Monsterzahlen

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Wer aktuell behauptet, der KI-Boom sei operativ schon vorbei, muss sich die Zahlen von Broadcom anschauen. Die Reaktion auf das Quartal war zunächst eher verhalten, weil die Erwartungen der Börse mittlerweile völlig absurd hoch sind. Aber die eigentlichen Kennzahlen sind alles andere als schwach.

Broadcom steigerte den Umsatz um 86 Prozent, der Nettogewinn legte um 216 Prozent zu und der operative Cashflow erreichte 14,2 Milliarden Dollar. Der freie Cashflow lag bei 13,7 Milliarden Dollar. Und wir sprechen hier über ein einzelnes Quartal.

Der Ausblick wurde als Enttäuschung bezeichnet, weil die Prognose minimal unter den extrem hohen Markterwartungen lag. Gleichzeitig steht weiter ein Umsatzwachstum von rund 93 Prozent im Raum. Das zeigt, wie weit die Ansprüche bei den großen KI-Gewinnern inzwischen nach oben geschraubt wurden.

Besonders bemerkenswert ist die langfristige KI-Prognose. Für das Geschäftsjahr 2027 wurden die KI-Umsatzerwartungen auf 115 Milliarden Dollar angehoben. Für 2028 steht sogar eine weitere Verdopplung auf 230 Milliarden Dollar im Raum. Ob diese Zahlen exakt so eintreffen, kann natürlich niemand garantieren. Aber sie zeigen, wie viel Nachfrage Broadcom selbst in der Lieferkette sieht.

Das Spannende: Broadcom ist nicht allein. Nvidia wächst weiter stärker als erwartet, AMD profitiert von der Nachfrage, Google verkauft seine TPUs und Amazon sieht Nachfrage nach Trainium-Chips. Das KI-Geschäft wird nicht von einer einzelnen Firma getragen. Es entsteht ein riesiges Ökosystem aus Chips, Netzwerktechnik, Cloudplattformen, Software und Rechenzentren.

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Snowflake zeigt gleichzeitig, dass auch die Softwareseite wieder anspringen kann. Sobald der Markt erkennt, dass Unternehmen mit KI und Datenplattformen tatsächlich Umsatz und Margen steigern können, verändert sich die Wahrnehmung schnell. Der Softwaresektor war lange ein Sorgenkind, könnte aber wieder deutlich stärker in den Fokus rücken.

Nvidia baut mehr als nur Chips

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Nvidia versucht offensichtlich, seine Dominanz nicht allein auf Hardware zu stützen. Das Unternehmen investiert weiter in sein KI-Ökosystem und will mit der Übernahme von Hugging Face offenbar noch tiefer in die Software- und Entwicklerwelt hineinwachsen.

Hugging Face wird oft als eine Art GitHub für KI bezeichnet. Dort finden sich offene Modelle, Werkzeuge und eine große Entwickler-Community. Natürlich gibt es bei einer solchen Übernahme auch Bedenken, ob ein offenes Ökosystem offen bleibt, wenn ein großer Konzern einsteigt. Strategisch ergibt der Schritt für Nvidia aber Sinn.

Wer die Plattform, die Entwickler, die Software und die Hardware zusammendenkt, baut einen viel stärkeren Burggraben als jemand, der nur Chips verkauft. Nvidia verdient derzeit so viel Geld, dass das Unternehmen sich auch milliardenschwere Wetten leisten kann. Nicht jede davon muss funktionieren. Wenn aber eine dieser Wetten erneut ein voller Erfolg wird, stärkt sie die Marktposition über Jahre.

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KI-Agenten: Der nächste große Nachfrageschub könnte erst noch kommen

Die wirklich spannende Frage ist nicht nur, wie leistungsfähig Chatbots heute schon sind. Die Frage lautet: Wann wird künstliche Intelligenz für die breite Masse zu einem echten Alltagswerkzeug?

Bislang nutzen vor allem Entwickler, Kreative und technisch interessierte Menschen Tools wie ChatGPT, Gemini oder ähnliche Anwendungen regelmäßig. Für viele andere bleibt KI dagegen noch eine nette Spielerei. Das kann sich mit KI-Agenten ändern.

Ein Agent soll nicht nur eine Frage beantworten. Er soll Aufgaben selbstständig abarbeiten. Er könnte E-Mails sortieren, Daten recherchieren, Webseiten durchsuchen, Informationen aus Programmierschnittstellen abrufen, Erinnerungen erstellen oder wiederkehrende Arbeitsabläufe übernehmen.

Meta arbeitet offenbar an einem KI-Agenten namens Hatch. Die Herausforderung dabei ist riesig: Ein Agent darf nicht plötzlich falsche Käufe auslösen, Passwörter ändern oder auf unseriösen Seiten handeln. Genau solche Fehler müssen vor einem breiten Rollout zuverlässig verhindert werden.

Gelingt es Meta oder einem anderen großen Anbieter, KI-Agenten so einfach nutzbar zu machen wie eine normale App, könnte das die Nachfrage nach Rechenleistung noch einmal enorm erhöhen. Denn dann reden wir nicht mehr nur über einzelne Chats. Dann laufen zahlreiche digitale Assistenten dauerhaft im Hintergrund.

Auch bei Grok und anderen Agentenlösungen wird sichtbar, wohin die Reise geht. Man kann verschiedene Agenten mit unterschiedlichen Rollen erstellen: einen Koordinator, jemanden für E-Mails, einen Recherche-Agenten oder einen Assistenten für Social-Media-Inhalte. Diese Systeme können Aufgaben aufteilen und sich untereinander abstimmen.

Noch ist das nicht perfekt. Aber der Trend ist klar. Wer heute sieht, wie ein Agent Webseiten bedient, Informationen sammelt oder komplexe Routinen ausführt, versteht schnell, warum Unternehmen hunderte Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur investieren. Das Thema steckt vermutlich noch viel stärker am Anfang, als es sich nach dem ganzen Hype manchmal anfühlt.

Lululemon, On und Volkswagen: Schwierige Zeiten abseits der Tech-Rally

Aktienverlinkung: US5500211090

Während KI-Aktien teilweise wieder sehr gut laufen, sieht es bei einigen Konsum- und Industriewerten brutal aus. Lululemon ist dafür aktuell das beste Beispiel. Das Unternehmen rechnet mit einem Rückgang beim Jahresumsatz von 5 bis 7 Prozent. Die Umsätze in den US-Filialen sanken um 8 Prozent, bei den wichtigen Leggings-Linien sogar um 20 Prozent.

Das ist ein schwerer Rückschlag für eine Marke, die lange als extrem starke Wachstumsstory galt. Mit Heidi O’Neil kommt nun eine ehemalige Nike-Managerin an die Spitze. Ein neuer CEO kann frischen Wind bringen, aber ein Turnaround wird nicht über Nacht passieren. Bei Lululemon braucht man derzeit wirklich Geduld und starke Nerven.

Aktienverlinkung: CH1134540470

Auch On hatte zuletzt einen heftigen Kurseinbruch. Gerade das zeigt, wie schnell selbst vermeintliche Qualitätsgewinner abgestraft werden, wenn Erwartungen nicht erfüllt werden. Im Sportartikelbereich ist die Konkurrenz groß, die Konsumenten sind wählerisch und jede Schwäche bei Wachstum oder Marge wird sofort kritisch bewertet.

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Bei Volkswagen geht es dagegen um weit mehr als ein enttäuschendes Quartal. Der Konzern steht offenbar vor einem radikalen Umbau mit erheblichen Stellenstreichungen und möglichen Standortüberprüfungen. Der Druck aus China, die hohen Produktionskosten in Deutschland und die enorme Komplexität im Konzern machen die Lage extrem schwierig.

Volkswagen ist ein Koloss. Genau das ist das Problem. Viele Marken, viele Werke, politische Interessen, Gewerkschaften, Aufsichtsgremien und hohe Fixkosten sorgen dafür, dass Veränderungen nur schwer umzusetzen sind. Trotzdem dürfte ein harter Umbau notwendig sein. Die Alternative wäre, die Probleme weiter zu verschieben, obwohl sich die Konkurrenz bereits massiv verändert.

Deutsche Autobauer wirken auf dem Papier oft günstig. Aber günstig bedeutet nicht automatisch attraktiv. Ein niedriges Kurs-Gewinn-Verhältnis hilft wenig, wenn Marktanteile, Margen und Wettbewerbsfähigkeit dauerhaft unter Druck stehen. Hier sollte man ganz genau prüfen, ob ein Unternehmen wirklich die Kraft für einen nachhaltigen Wandel hat.

Günstige Aktien fürs Depot?

Nach den vielen Tech-Themen kommen auch zwei weniger offensichtliche Qualitätswerte ins Spiel. Es sind keine Dauerbrenner aus den üblichen Social-Media-Diskussionen, aber genau deshalb können sie interessant sein. Auf dem aktuellen Niveau schauen sich Michael und Daniel zwei günstige Aktien an.

EssilorLuxottica: Der Brillen-Monopolist mit Rücksetzer

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EssilorLuxottica ist im Brillenmarkt eine echte Macht. Marken wie Ray-Ban gehören zum Konzern, und in vielen Bereichen reicht der Marktanteil laut Einschätzung bis in sehr hohe Regionen. Das Unternehmen verbindet Brillengläser, Fassungen, Marken und Vertrieb.

Die Aktie hat zuletzt deutlich nachgegeben. Gründe dafür sind die schwächere Stimmung im Luxussegment in China und enttäuschte Erwartungen an die Ray-Ban Smart Glasses. Es gab einen großen Hype, doch der Massenmarkt für smarte Brillen ist offenbar noch nicht so schnell entstanden, wie viele gehofft hatten.

Trotzdem bleibt die Qualität der Story interessant. Die Aktie liegt laut den genannten Kennzahlen bei einer Free-Cashflow-Rendite von mehr als 5 Prozent, einem Forward-KGV unter 20 und erwarteten Gewinnzuwächsen von über 15 Prozent pro Jahr in den kommenden zwei Jahren.

Wer an die langfristige Stärke der Marken und die Marktstellung glaubt, könnte hier einen Blick riskieren. Die Skepsis dürfte inzwischen zumindest teilweise im Kurs enthalten sein.

TransDigm: Spezialteile für Luftfahrt und Verteidigung

Aktienverlinkung: US8936411003

TransDigm ist ein weiteres Unternehmen, das viele gar nicht auf dem Schirm haben. Die Firma liefert hochspezialisierte Komponenten für die zivile Luftfahrt und den Militärbereich. Genau diese Nischenprodukte machen das Geschäftsmodell attraktiv, denn viele Kunden können nicht einfach auf einen anderen Zulieferer ausweichen.

Das Unternehmen wächst seit Jahren stark, auch über kleinere und mittlere Übernahmen. Eine geplante Übernahme von SyntheSys Systems scheiterte allerdings an regulatorischen Hürden. Dazu kam ein Ausblick, der die extrem hohen Erwartungen der Wall Street nicht vollständig erfüllen konnte.

Die Bewertung ist dadurch zurückgekommen. Das Verhältnis von Unternehmenswert zu operativem Ergebnis liegt bei rund 20 und damit unter dem historischen Niveau. Bei erwarteten Gewinnsteigerungen von ungefähr 15 Prozent jährlich bleibt TransDigm für mich ein spannender Qualitätswert in einem robusten Sektor.

Nvidia und Micron: Zwei Ideen für das Chip-Comeback

Aktienverlinkung: US67066G1040

Nvidia bewegt sich wieder in Richtung Rekordhoch, obwohl die Aktie zwischendurch lange auf einem ähnlichen Niveau wie im Herbst des Vorjahres gehandelt wurde. Das zeigt, wie viel Skepsis sich zwischenzeitlich aufgebaut hatte. Operativ ist das Wachstum jedoch weiter beeindruckend, und die Erwartungen wurden erneut übertroffen.

Für einen kurzfristigeren Trade bleibt Nvidia deshalb interessant. Wenn die KI-Infrastrukturwerte wieder geschlossen anziehen, könnte die Aktie weiteres Momentum bekommen. Gleichzeitig gilt natürlich: Nach den starken Bewegungen ist das keine risikofreie Wette.

Nvidia Aktie Chartanalyse – Reaktion am ATH

Nvidia Aktie – Chartanalyse – September 2026

Die Aktie von Nvidia hat am 4. September auf den Wiederstand der Allzeithochs reagiert. Ein Ausbruch über 236,50 USD könnte eine neue Aufwärtswelle in Gang setzen. Ein Rücklauf in Richtung 50-Tage-Linie bei aktuell rund 210 USD könnte ein antizyklisches Einstiegsszenario ergeben.

Aktienverlinkung: US5951121038

Micron ist ebenfalls spannend, weil die Aktie seit einigen Monaten seitwärts läuft und deutlich unter früheren Höchstständen notiert. Sollte sich die Stimmung von Software zurück zu Chips drehen, könnte Micron davon profitieren. Ein möglicher Weg zurück in Richtung alter Hochs wäre denkbar, aber auch hier hängt viel an der allgemeinen Marktlage und am anhaltenden KI-Investitionszyklus.

Micron Aktie Chartanalyse – enge Range um 1000 USD

Micron Aktie – Chartanalyse – September 2026

Die Aktie von Micron pendelt zuletzt in einer Range zwischen 900 und 1040 USD. Ein Ausbruch über 1040 USD könnte zu einem Angriff auf die Allzeithochs bei rund 1.250 USD führen.

Fazit zu den Trading-Chancen im KI-Segment

Unterm Strich bleibt der Markt anspruchsvoll. KI ist extrem heiß gelaufen, aber die Unternehmenszahlen zeigen bisher an vielen Stellen, dass dahinter reale Nachfrage und gewaltige Cashflows stehen. Gleichzeitig erinnern Lululemon, On und Volkswagen daran, dass selbst bekannte Marken und vermeintlich günstige Aktien keine Selbstläufer sind.

Die wichtigste Aufgabe bleibt deshalb dieselbe: Nicht jedem Hype hinterherrennen, nicht jede schwache Aktie reflexartig als Schnäppchen kaufen und genau hinschauen, ob operative Entwicklung, Bewertung und langfristige Story wirklich zusammenpassen.

Offenlegung wegen möglicher Interessenkonflikte

Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse nicht investiert.

Häufige Fragen

Was ist das Tesla Cybercab und wo darf es aktuell fahren?

Das Tesla Cybercab ist ein zweisitziges, vollautonomes Fahrzeug ohne Lenkrad und Pedale, das speziell für Robotaxi-Flotten entwickelt wurde. Es hat die Genehmigung erhalten, erste Testfahrten in einem begrenzten Bereich in Austin, Texas, auf öffentlichen Straßen durchzuführen.

Wie fielen die aktuellen Quartalszahlen von Broadcom, Nvidia und Snowflake aus?

Die Tech-Unternehmen haben starke operative Ergebnisse abgeliefert. Broadcom steigerte seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 86 % und hob seine langfristigen KI-Umsatzprognosen deutlich an. Snowflake überzeugte ebenfalls mit soliden Zahlen und sorgte für einen positiven Impuls im gesamten Cloud- und Softwaresektor. Auch Nvidia wuchs weiterhin stärker als von den Märkten erwartet.

Warum tun sich Traditionswerte wie Volkswagen oder Lululemon aktuell schwer?

Lululemon leidet unter einem spürbaren Umsatz- und Nachfragerückgang bei Kernprodukten im US-Markt. Volkswagen hingegen steht vor tiefgreifenden strukturellen Problemen wie hohen Fixkosten in Deutschland, starker Konkurrenz aus China und hoher interner Komplexität. Das Beispiel VW zeigt, dass ein optisch niedriges Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) allein eine Aktie nicht automatisch zu einem guten Kauf macht.

Was sind KI-Agenten und warum könnten sie die Tech-Branche weiter antreiben?

KI-Agenten gehen über einfache Chatbots hinaus: Sie sollen komplexe, wiederkehrende Aufgaben eigenständig ausführen (z. B. E-Mails sortieren, Daten recherchieren oder Workflows steuern). Wenn sich diese Systeme im Alltag durchsetzen, könnte der Bedarf an Rechenleistung und Cloud-Infrastruktur noch einmal drastisch steigen.

Für wie viel Dollar hat Nvidia das Unternehmen Hugging Face gekauft?

Nvidia übernimmt Hugging Face für 13 Milliarden Dollar – und damit die zentrale Plattform für offene KI‑Modelle. Doch die Übernahme wirft Fragen auf.

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