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Lars Weigand in Börsennews

22.08.2026 14:16

Blogartikelbild Aktienpodcast: Bitcoin und Gold Rallye, Abstand von diesen Aktien

Aktienpodcast: Bitcoin und Gold Rallye, Abstand von diesen Aktien

In der aktuellen Ausgabe von unserem Aktienpodcast “Aktientalk” analysieren unser Goldesel Michael Flender und Daniel von Investflow die aktuelle Rallye bei Gold und bei Bitcoin und den entsprechenden Altcoins.

Außerdem sprechen Michael und Daniel über einen scheinbaren Durchbruch in der Krebsforschung durch Moderna, eine Kooperation zwischen Marvell und Google und die Frage, ob der Superzyklisch bei Speicheraktien nun endet.

Schließlich geht es noch um eher schwache Zahlen von Walmart und das Trader Börsenspiel der Societe Generale.

Welche Meldung die Moderna Aktie um 180 % nach Norden katapultiert hat, alles zur Kooperation zwischen Marvell und Google und über die Rallye bei Bitcoin und Gold erfahrt ihr in der aktuellen Podcast-Episode bei Apple PodcastsSpotify oder direkt bei YouTube.

Aktienpodcast Key Takeaways

  • Moderna erzielte mit einer personalisierten mRNA Krebstherapie einen bedeutenden Studienerfolg.
  • Marvell profitiert vom Google Deal, doch die Erwartungen an KI Infrastruktur bleiben enorm hoch.
  • Steigende Staatsanleiherenditen stärken die Nachfrage nach Gold, Bitcoin und anderen Sachwerten.
  • Walmart und Costco wirken trotz solider Geschäftsmodelle angesichts ihrer Bewertungen wenig attraktiv.

Die Marktlage bleibt zäh, aber unter der Oberfläche brodelt es

Die Volatilität hatte sich zuletzt etwas beruhigt, doch die vergangenen Handelstage haben gezeigt: Ruhe ist an der Börse aktuell ein sehr relativer Begriff. Bei vielen Werten bröckeln die Kurse, während einzelne Aktien aufgrund von Unternehmensnachrichten extrem stark ausschlagen.

Zwei übergeordnete Themen bleiben entscheidend. Erstens zeigen sich beim US Konsumenten zunehmend Dellen. Der Einzelhandel bekommt Gegenwind, und das ist ein Warnzeichen. Wenn die Verbraucher in den USA weniger Geld ausgeben oder stärker auf Preise achten müssen, betrifft das am Ende eine Menge Unternehmen.

Zweitens bleiben die steigenden Renditen langlaufender US Staatsanleihen ein riesiges Thema. Das US Finanzministerium versuchte mit Aussagen und geplanten Rückkäufen längerer Laufzeiten zwar, etwas Druck aus dem Markt zu nehmen. Kurzzeitig fielen die Renditen auch. Doch die Entspannung hielt nicht lange an.

Die USA haben inzwischen die Marke von 40 Billionen US Dollar Staatsschulden überschritten. Natürlich geht die Welt nicht unter, nur weil eine runde Zahl erreicht wurde. Am Vortag lagen die Schulden schließlich auch schon knapp darunter. Trotzdem zeigt diese Marke, in welchen Dimensionen wir inzwischen unterwegs sind.

Die Zinskosten des Staates steigen massiv. Finanzminister Scott Bessent versuchte zwar zu beruhigen und sprach davon, dass der Höhepunkt beim Defizit womöglich erreicht sein könnte. Das klingt allerdings eher wie eine Beruhigungspille als nach einer belastbaren Lösung.

Dazu kommen geopolitische Risiken, ein weiterhin sensibles Ölpreisumfeld und vergleichsweise niedrige Gasbestände in Deutschland. Sollte der Winter kalt werden, könnte das Thema Energie schneller wieder auf die Agenda kommen, als vielen lieb ist.

Moderna mit 180 % Kursplus Durchbruch in der Krebsmedizin

Aktienverlinkung: US60770K1079

Der ganz große Aufreger der Woche war Moderna. Die Aktie schoss an einem Tag um rund 180 Prozent nach oben. Das ist selbst im Biotech Bereich eine Hausnummer.

Der Hintergrund: Moderna hat gemeinsam mit Merck in einer großen Phase 3 Studie wichtige Ziele mit einer personalisierten mRNA Krebstherapie erreicht. Die Therapie wurde bei Melanompatienten in Kombination mit Keytruda eingesetzt und konnte Rückfälle sowie die weitere Ausbreitung der Krankheit signifikant reduzieren.

Das ist deshalb so spannend, weil es sich nicht um irgendeine frühe Laboridee handelt. Ein Erfolg in einer späten klinischen Studie ist ein echter Meilenstein. Personalisierte mRNA Krebstherapien könnten ein völlig neues Kapitel für die Technologie eröffnen.

Bisher war die zentrale Frage bei Moderna und BioNTech: War mRNA am Ende nur ein einmaliger Erfolg rund um Corona Impfstoffe oder kann daraus eine breite Plattform für weitere medizinische Anwendungen entstehen? Dieser Studienerfolg ist ein starkes Signal dafür, dass deutlich mehr in der Technologie steckt.

Auch Merck profitiert als Partner. Keytruda gehört bereits zu den meistgenutzten Medikamenten weltweit. Wenn sich die Kombination mit personalisierten mRNA Ansätzen als wirksam erweist, entsteht daraus medizinisch und wirtschaftlich ein sehr interessantes Feld.

Trotzdem gilt bei Biotech Aktien weiterhin: Solche Kursbewegungen sind nicht planbar. Wer vor dem Studiendurchbruch investiert war, hatte Glück oder einen sehr starken Riecher. Es hätte aber auch komplett anders laufen können. Ein negatives Studienergebnis kann eine Aktie an einem Tag halbieren.

Das beste Beispiel bleibt CureVac in der Corona Zeit. Während BioNTech eine massive Erfolgsstory wurde, gab es bei CureVac nach enttäuschenden Wirksamkeitsdaten einen brutalen Einbruch. Genau deshalb sollte man Biotech nie so behandeln, als wären Studienergebnisse sichere Wetten.

BioNTech, Illumina und Sartorius: Wer könnte noch profitieren?

Die Moderna Nachricht wirft natürlich die Frage auf, welche Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette künftig ebenfalls profitieren könnten. BioNTech ist dabei der offensichtlichste Name. Das Unternehmen arbeitet ebenfalls intensiv im Bereich mRNA und Krebsforschung und hat eine Reihe klinischer Programme in fortgeschrittenen Stadien.

Darüber hinaus gibt es Unternehmen, die bei der Sequenzierung, Diagnostik und Produktion wichtig werden könnten. Genannt werden in diesem Zusammenhang etwa Illumina und Twist Bioscience für die Analyse genetischer Daten. Bei Laborzulieferern und Produktionslösungen spielen Unternehmen wie Sartorius oder Thermo Fisher eine Rolle.

Man muss allerdings sauber unterscheiden: Nicht jedes große Unternehmen profitiert im gleichen Umfang. Für einen Konzern mit sehr breitem Geschäft kann ein zusätzlicher Trend zwar positiv sein, den Aktienkurs aber längst nicht so stark bewegen wie bei einem fokussierten Spezialisten.

Nach dem explosiven Moderna Anstieg ist Vorsicht ohnehin angebracht. Am Folgetag gab die Aktie bereits wieder deutlich nach. Nach solchen Bewegungen erhöhen Analysten zwar gerne ihre Kursziele, aber damit verdient niemand mehr Geld, der nicht schon vorher positioniert war.

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Marvell gewinnt Google als Partner

Aktienverlinkung: US5738741041

Auch Marvell Technology hatte eine starke Woche. Die Aktie reagierte zeitweise mit einem zweistelligen Plus auf die Nachricht, dass Google bei kundenspezifischen KI Chips und weiterer Rechenzentrumstechnik auf Marvell setzen will.

Google erhält dabei Optionen auf knapp 59 Millionen Marvell Aktien zu einem Preis von etwa 206 bis 207 US Dollar. Wenn alle Bedingungen erfüllt werden und sich die Zusammenarbeit wie geplant entwickelt, könnten über mehrere Jahre Aufträge von bis zu 120 Milliarden US Dollar entstehen.

Das zeigt, wie wichtig Marvell im KI Infrastrukturmarkt geworden ist. Das Unternehmen ist kein klassischer Name, der ständig in jeder KI Diskussion auftaucht. Aber genau bei den Engpässen und technischen Flaschenhälsen moderner Rechenzentren sitzt Marvell an einer sehr interessanten Stelle.

Die Zusammenarbeit mit Google stärkt die langfristige Story. Marvell ist bei vielen großen Akteuren bereits präsent und profitiert von der Entwicklung kundenspezifischer Chips, Netzwerktechnik und Infrastruktur für Rechenzentren.

Dennoch sollte man auch hier nicht vergessen, dass Infrastrukturwerte in den vergangenen Wochen teilweise schwächer liefen. Broadcom kam ebenfalls deutlich zurück. Der Markt erwartet von KI Zulieferern mittlerweile nicht nur gutes Wachstum, sondern dauerhaft überragende Zahlen.

Micron und die große Frage: Sind die Speicherzyklen wirklich vorbei?

Aktienverlinkung: US5951121038

Beim Thema KI Infrastruktur gehört Micron zu den großen Profiteuren. Speicherchips sind für moderne KI Systeme unverzichtbar. Ohne Speicher gibt es keine leistungsfähigen Rechenzentren, keine großen Modelle und keine skalierbare KI Infrastruktur.

Der Micron CEO argumentiert deshalb, Speicher sei keine beliebig austauschbare Massenware mehr, sondern kritische Infrastruktur. Das ist nachvollziehbar. Die Nachfrage nach leistungsfähigem Speicher für KI Anwendungen ist enorm, und aktuell gibt es in einigen Segmenten Engpässe.

Was uns bei solchen Aussagen aber immer vorsichtig macht: Den Mythos vom Ende der Zyklen gibt es seit Jahrzehnten. Beim Dotcom Boom, während des Cloud Aufstiegs, nach Corona, beim PC Boom und im Kryptobereich hieß es immer wieder, diesmal sei alles anders und das Wachstum könne nur weitergehen.

KI verändert den Speichermarkt ganz klar. Die Lage ist heute nicht einfach mit früheren Boom Bust Zyklen gleichzusetzen, in denen Speicherhersteller schnell in hohe Verluste rutschten. Trotzdem bleibt die Frage, wie nachhaltig die aktuellen Margen sind.

Wenn Micron, SK Hynix und andere Hersteller ihre Kapazitäten stark ausbauen, steigt zwar das Volumen. Gleichzeitig kann ein größeres Angebot aber auf die Preise drücken. Die Unternehmen könnten dann unter dem Strich weiterhin mehr verdienen, ohne die aktuell extrem hohen Margen halten zu können.

Das entscheidende Risiko sind die Hyperscaler. Amazon, Microsoft, Google, Meta und andere große Konzerne investieren gigantische Summen. Sie sind aber auch der zentrale Treiber für einen großen Teil der Nachfrage. Wenn sie irgendwann sagen, dass genug Kapazitäten aufgebaut wurden oder die Investitionen langsamer wachsen sollen, trifft das die gesamte KI Lieferkette.

KI Investitionen bleiben gigantisch, die Finanzierung ist aber ein Thema

Die Prognosen für KI Infrastruktur sind weiter beeindruckend. Für das laufende Jahr werden Investitionen von rund 765 Milliarden US Dollar erwartet. Ein großer Teil entfällt auf Chips, dazu kommen Rechenzentrumsbau sowie Energie, Netze und Gasturbinen.

Für die folgenden Jahre stehen sogar Werte von mehr als einer Billion US Dollar im Raum. Falls diese Planungen auch nur annähernd Realität werden, bleiben Unternehmen wie Nvidia, AMD, Marvell, Micron und SK Hynix grundsätzlich in einer sehr starken Position.

Aber: Woher soll das ganze Geld dauerhaft kommen? Die großen Technologieunternehmen steigern ihre Umsätze stark, investieren aber noch stärker. Gleichzeitig werden Schulden teurer, weil die Anleiherenditen steigen. Teilweise werden Finanzierungen außerdem außerhalb der klassischen Bilanzstrukturen organisiert, was die Risiken weniger sichtbar macht.

Wir wollen die KI Story nicht kleinreden. Die Nachfrage ist real, die Auftragsbücher sind voll und die Technologie verändert ganze Branchen. Nur an der Börse werden nicht die heutigen Gewinne bezahlt, sondern die Erwartungen der kommenden zwölf bis achtzehn Monate. Und wenn irgendwann der Gedanke aufkommt, dass die Investitionen etwa ab 2028 nachlassen könnten, kann die Kursreaktion schon lange vorher kommen.

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Warum Bitcoin und Gold plötzlich wieder so stark laufen

Das Thema Staatsanleihen sorgte nicht nur für Druck bei vielen Aktien. Es gab auch Rückenwind für Gold, Bitcoin und Ethereum. Bitcoin verzeichnete seine beste Woche seit über zwei Jahren.

Auslöser war unter anderem die Ankündigung des US Finanzministeriums, Rückkäufe langlaufender Staatsanleihen im kommenden Quartal auf mindestens 4 Milliarden US Dollar je Vorgang auszuweiten. Die Renditen gingen zunächst zurück, der US Dollar verlor etwas an Stärke und alternative Anlageklassen zogen an.

Der Hintergrund ist einfach: Wenn das Vertrauen in den Anleihemarkt und die Tragfähigkeit der Staatsschulden zumindest etwas wackelt, suchen Anleger nach Alternativen. Gold gilt dabei traditionell als Sachwert. Bitcoin wird von vielen ebenfalls als Absicherung gegen Risiken im klassischen Finanzsystem betrachtet.

Genau darin liegt auch einer der Hauptgründe, warum Bitcoin Anhänger so überzeugt sind. Sollte das Vertrauen in Währungen, Staatsanleihen oder Geldpolitik einmal ernsthaft leiden, könnte Bitcoin als knapper digitaler Vermögenswert stärker gefragt sein.

Ob das am Ende tatsächlich so kommt, weiß niemand. Aber die Reaktion der Märkte zeigt, dass im Hintergrund einiges rumort. Wenn die Inflation wieder stärker anzieht und die US Notenbank gezwungen wäre, die Zinsen erneut deutlich anzuheben, würde das die Schuldenproblematik weiter verschärfen.

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Warum wir bei Walmart und Costco aktuell skeptisch sind

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Kommen wir zu den beiden Aktien, bei denen wir derzeit besonders vorsichtig wären: Walmart und Costco. Es geht nicht darum, dass diese Unternehmen schlechte Geschäftsmodelle hätten. Im Gegenteil. Beide sind starke Marken, beide haben sich über Jahre hervorragend entwickelt und beide bleiben wichtige Akteure im US Einzelhandel.

Das Problem ist die Kombination aus hohen Bewertungen, schwächer werdendem Konsum und wachsender Konkurrenz.

Walmart verlor nach den jüngsten Zahlen an einem Tag mehr als 80 Milliarden US Dollar an Börsenwert. Der Umsatz stieg nur um 2,6 Prozent, während der Markt 3,8 Prozent erwartet hatte. Für einen Einzelhändler ist das eine spürbare Verfehlung. Es war zudem das schwächste Wachstum seit sechs Jahren.

Steigende Benzinpreise und die Belastung der Konsumenten führen dazu, dass Kunden stärker auf ihre Ausgaben achten. Auch wenn Walmart seine Jahresprognose angehoben hat, konnte das den Markt nicht überzeugen.

Solides Wachstum rechtfertigt nicht jede Bewertung

Für Walmart werden in den kommenden Jahren Umsatzsteigerungen von etwa 5 bis 6 Prozent pro Jahr erwartet. Der Gewinn je Aktie soll ungefähr 8 Prozent wachsen. Das ist solide, keine Frage. Aber die Aktie wurde zuletzt mit einem Kurs Gewinn Verhältnis von rund 37 gehandelt.

Viele große Technologiewerte wachsen deutlich schneller und sind teilweise günstiger bewertet. Bei Walmart liegt die Bewertung zudem weit über dem historischen Durchschnitt. Das Verhältnis von Unternehmenswert zu EBIT lag deutlich über dem Median der vergangenen zehn Jahre.

Wenn ein etabliertes Handelsunternehmen mit moderatem Wachstum so hoch bewertet wird, muss man sich ehrlich fragen: Woher soll der nächste große Kurssprung kommen? Für überdurchschnittliche Renditen braucht es entweder deutlich stärkeres Wachstum, eine neue Story oder eine noch höhere Bewertung. Letzteres wird irgendwann schwierig.

Bei Costco sieht es ähnlich aus. Die Aktie wird ebenfalls mit sehr ambitionierten Multiples gehandelt. Costco ist ein Qualitätsunternehmen, aber auch Qualität kann über Jahre seitwärts laufen, wenn die Erwartung vorher zu hoch war.

Aldi und Lidl setzen US Retailern zusätzlich zu

Ein weiterer Faktor wird gerne unterschätzt: Aldi und Lidl expandieren in den USA weiter. Gerade Aldi konnte in der hohen Inflationsphase profitieren, weil die Kunden dort auf ein sehr konsequent günstiges Konzept treffen.

Die Läden sind kleiner als die riesigen US Supermärkte, die Auswahl ist deutlich begrenzter und viele Produkte werden effizient auf Paletten angeboten. Dafür sind die Preise extrem konkurrenzfähig. Statt hundert Sorten Chips gibt es vielleicht nur wenige, aber zu einem deutlich günstigeren Preis.

Dieses Konzept kommt bei US Konsumenten zunehmend an. Besonders wenn Lebensmittel, Obst und Gemüse im klassischen US Handel sehr teuer sind, wird der Preisvorteil wichtiger. Aldi kann seine kleineren Filialen außerdem an Standorten eröffnen, an denen ein riesiger Walmart oder Costco gar nicht sinnvoll unterzubringen wäre.

Das bedeutet nicht, dass Walmart oder Costco plötzlich verschwinden. Aber es erhöht den Wettbewerbsdruck in einer Phase, in der Konsumenten ohnehin vorsichtiger werden. Dazu passen auch stärkere Kursverluste bei anderen Einzelhandelswerten wie Advance Auto Parts.

Fazit: Gute Unternehmen sind nicht automatisch gute Einstiege

Die Woche hat einmal mehr gezeigt, wie schnell sich die Börse bewegen kann. Moderna steht für das enorme Potenzial und Risiko im Biotech Bereich. Marvell zeigt, dass die KI Infrastrukturstory weiterläuft. Micron und andere Speicherwerte profitieren von einem strukturellen Nachfrageboom, auch wenn man bei den Margen nicht blind werden sollte.

Bitcoin und Gold profitieren von den Sorgen um Staatsanleihen, Schulden und Geldpolitik. Das Thema bleibt wichtig, weil steigende Renditen nicht nur die Staaten belasten, sondern auch die Finanzierung von Unternehmen und Zukunftsprojekten verteuern.

Bei Walmart und Costco wäre unser Fazit aktuell klar: tolle Unternehmen, aber aus unserer Sicht keine besonders attraktiven Einstiege auf dem derzeitigen Bewertungsniveau. Wenn die Aktien weiter zurückkommen, kann das langfristig wieder anders aussehen. Für den Moment erwarten wir allerdings eher eine Phase mit begrenztem Kurspotenzial oder möglicherweise längerer Seitwärtsbewegung.

Offenlegung wegen möglicher Interessenkonflikte

Der Autor ist in den folgenden besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse investiert: Bitcoin, Gold.

Häufige Fragen

Warum stieg die Moderna Aktie so stark?

Moderna meldete einen erfolgreichen Phase 3 Studienerfolg für eine personalisierte mRNA Krebstherapie gegen Melanom in Kombination mit Keytruda.

Warum sind Speicherchip Aktien trotz KI Boom riskant?

Die Nachfrage ist aktuell stark, doch ein massiver Kapazitätsausbau kann künftig die Preise und Margen unter Druck setzen.

Weshalb profitieren Bitcoin und Gold von Anleiheproblemen?

Bei Sorgen um Staatsschulden, Renditen und Währungen suchen viele Anleger nach alternativen Vermögenswerten und Sachwerten.

Warum sind Walmart und Costco trotz starker Marken kritisch zu sehen?

Die Unternehmen sind solide, aber ihre hohen Bewertungen treffen auf schwächeres Konsumwachstum und zunehmenden Preisdruck durch Discounter.

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