Whirlpool Aktie: BofA senkt Kursziel auf 20 Dollar und bleibt bei Underperform

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Das Wichtigste in Kürze

  1. BofA senkt am 28. Oktober das Kursziel für Whirlpool von 25 auf 20 US-Dollar und bestätigt Underperform.
  2. Stifel stuft die Aktie von Hold auf Sell herab und reduziert sein Kursziel von 30 auf 20 US-Dollar.
  3. Whirlpool verfehlte im dritten Quartal Umsatz- und Gewinnerwartungen und erwartet für 2026 nun einen negativen bereinigten Gewinn je Aktie.
  4. Die Analysten sehen Risiken durch Marktanteilsverluste, Kosten und eine schwache Nachfrage nach Haushaltsgeräten.

Marktanalyse & Details

Analysten senken Ziele nach schwachem Quartal

BofA reduzierte das Kursziel für Whirlpool von 25 auf 20 US-Dollar und hält an der Einstufung Underperform fest. Auch Stifel wurde pessimistischer: Das Haus senkte sein Votum von Hold auf Sell und das Kursziel von 30 auf 20 US-Dollar. Als Auslöser nennt Stifel die enttäuschenden Q3-Zahlen und die gekappte Jahresprognose.

Whirlpool setzte im dritten Quartal 3,68 Milliarden US-Dollar um, ein Rückgang von 8,8 Prozent zum Vorjahr. Der Umsatz lag damit unter der Markterwartung von 3,93 Milliarden US-Dollar. Das bereinigte Ergebnis je Aktie betrug minus 0,21 US-Dollar, während ein Plus von 0,73 US-Dollar erwartet worden war. Unter dem Strich stand ein GAAP-Nettoverlust von 249 Millionen US-Dollar; im Vorjahresquartal hatte Whirlpool noch 73 Millionen US-Dollar verdient. Das bereinigte EBIT sank um 46,1 Prozent auf 97 Millionen US-Dollar, die Marge fiel von 4,5 auf 2,6 Prozent.

Marktanteile und Kosten im Fokus

Stifel sieht laut seiner Einschätzung Risiken für die Wettbewerbsposition im wichtigen US-Markt. Preiserhöhungen zur Kompensation gestiegener Rohstoffkosten könnten Kunden zusätzlich belasten, während Wettbewerber mit Anreizen um Käufer werben. Auch die schwache Nachfrage, insbesondere im Zusammenhang mit dem Immobilienmarkt, erschwert laut der Analyse die Geschäftsentwicklung.

Whirlpool kündigte für das vierte Quartal Preiserhöhungen von 7 Prozent in Nordamerika an. Zugleich erwartet das Unternehmen zum Jahresende eine Nettoverschuldung von weniger als 4,5 Milliarden US-Dollar.

Analysten-Einordnung: Die übereinstimmenden Kurszielsenkungen spiegeln nicht nur die verfehlten Quartalswerte wider, sondern auch Zweifel daran, wie schnell Whirlpool Nachfrage, Marktanteile und Margen stabilisieren kann. Dies deutet darauf hin, dass Anleger kurzfristig besonders auf die Wirkung der Preiserhöhungen und die Kostenentwicklung achten dürften. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass die deutlich gesenkte Gewinnprognose und die Umsetzung der Gegenmaßnahmen wichtiger sind als eine einzelne Quartalsüberraschung. Am 28. Oktober notierte die Aktie bei 23,89 Euro, an diesem Tag 2,81 Prozent im Minus und seit Jahresbeginn 60,49 Prozent niedriger.

Fazit & Ausblick

Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Whirlpool nun ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von etwa minus 1,30 US-Dollar; zuvor hatte die Prognose bei plus 2,50 bis 3,00 US-Dollar gelegen. Die GAAP-Prognose beträgt etwa minus 4,95 US-Dollar. Im weiteren Verlauf werden die Nachfrage in Nordamerika, die Akzeptanz der Preiserhöhungen und der Schuldenabbau zentrale Prüfsteine sein. Ein Termin für die nächsten Quartalszahlen liegt in den vorliegenden Angaben nicht vor.

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