Western Digital Aktie: Ex-Finanzchef Mark Long wechselt zu Super Micro
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Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Super Micro Computer ernannte Mark Long am 15. Oktober mit sofortiger Wirkung zum Finanzchef.
- Long war von September 2016 bis Mai 2019 Finanzchef von Western Digital und begleitete die SanDisk-Integration.
- In seiner Zeit bei Western Digital sank der Schuldenbetrag im Geschäftsjahr 2018 um rund 2 Milliarden US-Dollar.
- Western Digital notierte am 15. Oktober 2,24 Prozent im Minus, lag seit Jahresbeginn aber 106,13 Prozent im Plus.
Marktanalyse & Details
Wechsel zu Super Micro lenkt den Blick auf Longs WDC-Jahre
Mark Long übernimmt bei Super Micro Computer die Position des Senior Vice President und Chief Financial Officer. Er berichtet direkt an CEO Charles Liang. Für Western Digital ist die Personalie kein operativer Wechsel im eigenen Management, rückt aber Longs frühere Arbeit bei dem Speicherhersteller erneut ins Blickfeld.
Long führte Western Digitals Finanzbereich von September 2016 bis Mai 2019 und war zugleich Chief Strategy Officer. Seine Amtszeit umfasste die Integration von SanDisk nach der Übernahme. Im Geschäftsjahr 2018 verringerte Western Digital den Schuldenbetrag um rund 2 Milliarden US-Dollar, senkte Finanzierungskosten und verlängerte Fälligkeiten. Diese Bilanz wird nun als relevant für Super Micro beschrieben, das steigende KI-Aufträge finanzieren muss.
Einordnung für die WDC-Aktie
Analysten-Einordnung: Longs Wechsel ist für Western Digital vor allem ein Rückblick auf frühere Finanz- und Integrationsarbeit, kein neuer Ergebnisimpuls für das Unternehmen. Dies deutet darauf hin, dass der unmittelbare Börseneffekt eher indirekt bleibt: Entscheidend für die WDC-Aktie sind weiterhin Nachfrage, Preise und Margen im Speichersegment. Der Kursrückgang von 2,24 Prozent am 15. Oktober fiel in eine Phase breiter Schwäche bei Technologie- und Speicherwerten; dem steht ein Plus von 106,13 Prozent seit Jahresbeginn gegenüber.
Für den nächsten Quartalsbericht stehen laut den vorliegenden Erwartungen September-Umsätze von 4,1 Milliarden US-Dollar, ein Gewinn je Aktie von 4,00 US-Dollar und eine Bruttomarge von 55 bis 56 Prozent im Raum. Evercore verwies zudem auf die mögliche Bedeutung der neuen 40-Terabyte-ePMR-Technologie. Wettbewerb durch Toshiba sowie mögliche Kostensteigerungen bei DRAM- und NAND-Komponenten könnten die Preisentwicklung und Margen jedoch unter Druck setzen.
Fazit & Ausblick
Longs Wechsel zu Super Micro macht seine frühere WDC-Erfahrung wieder sichtbar, verändert aber nicht unmittelbar die Fundamentaldaten von Western Digital. Für Anleger dürften der anstehende Quartalsbericht, die Margenentwicklung und die Nachfrage nach Speicherkapazität wichtiger sein. Ein konkreter Termin für die Veröffentlichung der nächsten Zahlen liegt in den vorliegenden Angaben nicht vor.
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