Villeroy & Boch Vz Aktie: Kaufempfehlung und 25-Euro-Kursziel bestätigt
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Eine aktuelle Analysteneinschätzung bestätigt für Villeroy & Boch die Kaufempfehlung und ein Kursziel von 25 Euro.
- Nach neun Monaten 2026 sank der Konzernumsatz um 11,1 Prozent auf 956,2 Millionen Euro; bereinigt lag das Minus bei 5,2 Prozent.
- Das operative EBIT fiel auf 40,9 Millionen Euro, während das Konzernergebnis wegen steuerlicher Sondereffekte minus 12,4 Millionen Euro betrug.
- Die Jahresprognose bleibt bei einem Umsatzrückgang im höheren einstelligen Prozentbereich und 50 bis 56 Millionen Euro operativem EBIT.
Marktanalyse & Details
Kaufempfehlung trotz deutlichem Ergebnisrückgang
Die Kaufempfehlung für die Vorzugsaktie wurde nach Vorlage der Neunmonatszahlen bestätigt. Das Kursziel liegt bei 25 Euro. Zum Vergleich: Am 28. Oktober notierte die Aktie bei 11 Euro und lag damit seit Jahresbeginn 32,52 Prozent im Minus. Das Kursziel signalisiert eine deutlich optimistischere Bewertung als der aktuelle Kurs, ist aber eine Analysteneinschätzung und keine sichere Prognose.
Analysten-Einordnung: Die Bestätigung der Kaufempfehlung deutet darauf hin, dass die Einschätzung trotz rückläufiger Erlöse und eines schwächeren operativen Ergebnisses auf einer erwarteten Erholung beziehungsweise längerfristigen Ertragskraft beruht. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass sich die positive Sicht vor allem an der Umsetzung der bestätigten Jahresziele und an einer Stabilisierung des Bad- und Wellnessgeschäfts messen lassen muss.
Bad & Wellness bleibt die größte Belastung
Der Konzernumsatz ging in den ersten neun Monaten gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 11,1 Prozent auf 956,2 Millionen Euro zurück. Ohne Währungseffekte und den Verkauf der Marken Gustavsberg und Vatette betrug der Rückgang 5,2 Prozent. Das operative EBIT sank auf 40,9 Millionen Euro; im Vorjahreszeitraum hatte es 65,1 Millionen Euro erreicht.
- Bad & Wellness: Der Umsatz verringerte sich um 14,2 Prozent auf 742,4 Millionen Euro; bereinigt um Währungen und Verkäufe lag das Minus bei 7,2 Prozent. Das operative EBIT halbierte sich annähernd auf 28,2 Millionen Euro.
- Dining & Lifestyle: Der Umsatz stieg um 1,9 Prozent auf 211,5 Millionen Euro. Das operative EBIT blieb mit 12,7 Millionen Euro nahezu stabil.
- Auftragsbestand: Konzernweit erhöhte er sich zum 30. September auf 167,4 Millionen Euro, nach 150,4 Millionen Euro zum Jahresende 2025.
Das Konzernergebnis lag bei minus 12,4 Millionen Euro, nach einem Gewinn von 8,4 Millionen Euro im Vorjahr. Belastend wirkten steuerliche Sondereffekte; zugleich verbesserte sich das nicht operative Ergebnis auf minus 3,4 Millionen Euro.
Jahresziele unverändert
Für 2026 erwartet das Unternehmen weiterhin einen Umsatzrückgang im höheren einstelligen Prozentbereich und ein operatives EBIT zwischen 50 und 56 Millionen Euro. Der aktuelle Auftragsbestand und das Wachstum bei Dining & Lifestyle sind positive Signale. Dem steht die anhaltende Schwäche im Badgeschäft gegenüber, die mit geopolitischen Spannungen und einer verhaltenen Baukonjunktur begründet wird.
Fazit & Ausblick
Die bestätigte Kaufempfehlung und das Kursziel von 25 Euro stehen einem schwierigen operativen Umfeld und dem deutlichen Kursverlust seit Jahresbeginn gegenüber. Entscheidend für die Aktie wird sein, ob Villeroy & Boch im Schlussquartal die operative Ergebnisprognose erreicht und sich die Nachfrage im Bad- und Wellnessbereich stabilisiert. Eine spätere Prognoseänderung oder neue Unternehmenszahlen könnten die Einschätzung wesentlich beeinflussen.
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