Texas Roadhouse Aktie: Jefferies stuft auf Kaufen hoch und sieht Margenpotenzial ab 2027

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Das Wichtigste in Kürze

  1. Jefferies hebt Texas Roadhouse am 17. Oktober auf „Kaufen“ an und erhöht das Kursziel von 186 auf 190 US-Dollar.
  2. Die Restaurantaktie verlor im September 20 Prozent; Jefferies sieht nach dem Rückgang einen attraktiven Einstieg.
  3. Für 2027 prognostiziert die Analyse 9 Prozent Umsatz- und 14 Prozent EBITDA-Wachstum.
  4. Sinkende Rindfleischkosten könnten ab 2027 die Restaurantmargen und das EBITDA zusätzlich stützen.

Marktanalyse & Details

Jefferies sieht Erholungsspielraum nach Kursrückgang

Jefferies hat die Einstufung für Texas Roadhouse von „Halten“ auf „Kaufen“ angehoben. Das Kursziel steigt von 186 auf 190 US-Dollar. Analyst Andy Barish begründet den Schritt mit dem deutlichen Rückgang der Aktie: Im September verlor sie laut Analyse 20 Prozent, während Vergleichswerte im Casual-Dining-Segment um 14 Prozent nachgaben.

Die Investmentthese setzt auf die Widerstandsfähigkeit des Restaurantbesuchs. Jefferies zufolge geben Verbraucher weiterhin Geld für besondere Restaurantbesuche aus, die sich weniger leicht durch Mahlzeiten zu Hause oder günstigere Schnellgastronomie ersetzen lassen. Die beständige Umsetzung bei Qualität und Betrieb soll zudem helfen, mögliche Nachfrageschwankungen abzufedern.

Wachstum und mögliche Entlastung bei den Lebensmittelkosten

Für 2027 rechnet Jefferies mit 9 Prozent Umsatzwachstum und einem EBITDA-Anstieg von 14 Prozent. In der Umsatzprognose enthalten sind ein Plus von 4,6 Prozent bei den vergleichbaren Restaurantumsätzen sowie 2 Prozent mehr Gästeverkehr. Die EBITDA-Prognose liegt damit über dem von Jefferies genannten Peer-Durchschnitt von 10 Prozent.

Ein zusätzlicher Hebel könnte die Entwicklung der Rindfleischpreise sein. Die Wareneinsatzkosten liegen derzeit bei rund 35,5 Prozent. Sollten sie längerfristig wieder auf die in der Rinderexpansionsphase von 2015 bis 2019 beobachtete Spanne von 33 bis 34 Prozent sinken, hält Jefferies Restaurantmargen von 17 bis 18 Prozent für möglich. Daraus könnte sich im Zeitverlauf ein zusätzliches EBITDA von etwa 100 bis 175 Millionen US-Dollar ergeben. Diese Werte sind Szenarien und keine garantierte Entwicklung.

Analysten-Einordnung

Die Hochstufung verbindet eine kurzfristige Erholungsthese mit einem möglichen Kostenrückenwind ab 2027. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass ein Teil des erwarteten Kurspotenzials von anhaltendem Umsatzwachstum und einer tatsächlichen Entspannung bei den Rindfleischkosten abhängt. Der höhere Zielkurs ist daher keine Zusage: Bleiben die Kosten hoch oder schwächt sich der Gästeverkehr ab, könnte sich die erwartete Margenverbesserung verzögern.

Die positive Einschätzung steht zudem nicht allein: Stephens stufte Texas Roadhouse am 15. Oktober ebenfalls höher ein und setzte ein Kursziel von 205 US-Dollar. Die unterschiedlichen Zielkurse spiegeln abweichende Annahmen zur Bewertung und zum Wachstum wider, nicht eine gemeinsame Garantie für die Aktienentwicklung.

Fazit & Ausblick

Im Fokus stehen nun die nächsten Quartalszahlen: Sie dürften Hinweise darauf geben, ob Gästeverkehr und vergleichbare Umsätze mit den Annahmen für 2027 Schritt halten. Ebenso entscheidend ist, ob sich die Rindfleischkosten tatsächlich entspannen. Bis diese Entwicklung in den Ergebnissen sichtbar wird, bleibt das Margenpotenzial eine längerfristige Perspektive.

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