Teva Pharmaceutical Industries Aktie: Q3 übertrifft Erwartungen, Ausblick steigt
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Teva erzielte im dritten Quartal 4,4 Milliarden US-Dollar Umsatz und 0,86 US-Dollar bereinigten Gewinn je Aktie.
- Der Konzern hob die Umsatzprognosen für Austedo, Ajovy und Uzedy sowie den Gesamtjahresausblick 2026 an.
- Bis 2027 peilt Teva eine operative Marge von 30 Prozent und ein Verhältnis von Nettoschulden zu EBITDA von 2,0 an.
- Mit Samsung Bioepis vereinbarte Teva die Vermarktung zweier zugelassener Biosimilars in den USA.
Marktanalyse & Details
Quartalsergebnis über den Erwartungen
Teva meldete für das dritte Quartal einen Umsatz von 4,4 Milliarden US-Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 0,86 US-Dollar. Damit übertraf der Pharmakonzern die Markterwartungen von 4,23 Milliarden US-Dollar Umsatz und 0,72 US-Dollar Gewinn je Aktie. Als wesentlichen Wachstumstreiber nannte das Unternehmen seine drei innovativen Marken, deren Umsatz in lokaler Währung gemeinsam um 33 Prozent auf rund 1,1 Milliarden US-Dollar stieg.
Prognose und Margenziele
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Teva nun einen Umsatz von 16,7 bis 17,0 Milliarden US-Dollar und ein bereinigtes EBITDA von 4,23 bis 4,43 Milliarden US-Dollar. Die Prognose für den bereinigten Gewinn je Aktie liegt bei 1,92 bis 2,11 US-Dollar. Die Umsatzspannen für die drei Marken wurden ebenfalls angehoben:
- Austedo: 2,55 bis 2,65 Milliarden US-Dollar, zuvor 2,45 bis 2,60 Milliarden US-Dollar.
- Ajovy: 930 bis 960 Millionen US-Dollar, zuvor 850 bis 870 Millionen US-Dollar.
- Uzedy: 290 bis 310 Millionen US-Dollar, zuvor 270 bis 290 Millionen US-Dollar.
Für 2027 stellt Teva eine Bruttomarge von 57 bis 58 Prozent und eine operative Marge von 30 Prozent in Aussicht. Das Unternehmen erwartet zudem ein durchschnittliches jährliches Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich für 2023 bis 2027. Seit 2019 hat Teva nach eigenen Angaben 12 Milliarden US-Dollar Schulden zurückgezahlt; bis Ende 2027 soll das Verhältnis von Nettoschulden zu EBITDA auf 2,0 sinken.
Analysten-Einordnung: Die über den Erwartungen liegenden Quartalswerte und die höheren Markenschätzungen sprechen dafür, dass Tevas Wachstum derzeit stärker von eigenen innovativen Medikamenten getragen wird. Das kann die Ertragsqualität verbessern, muss sich aber über mehrere Quartale bestätigen. Die ambitionierte Margenzielmarke für 2027 hängt zugleich davon ab, ob Teva weiteres Umsatzwachstum mit Kostendisziplin und fortgesetztem Schuldenabbau verbinden kann.
Ausbau des Biosimilar-Geschäfts
Teva erhält von Samsung Bioepis US-Vermarktungsrechte für zwei zugelassene Biosimilars: Etanercept-ykro, ein Biosimilar zu Enbrel, und Infliximab-abda, ein Biosimilar zu Remicade. Die Rechte für Etanercept-ykro sollen mit Abschluss der Transaktion übergehen; die Übertragung der US-Rechte für Infliximab-abda ist für das dritte Quartal 2027 vorgesehen. Der Abschluss wird vorbehaltlich üblicher Bedingungen und erforderlicher behördlicher Genehmigungen bis Ende 2026 erwartet.
Samsung Bioepis bleibt für Herstellung und regulatorische Betreuung verantwortlich. Teva zahlt eine Vorauszahlung über die kommenden drei Jahre; zusätzliche Meilensteinzahlungen können unter bestimmten Bedingungen anfallen. Die Gewinne aus der Vermarktung sollen geteilt werden. Damit erweitert Teva sein Biosimilar-Angebot, ohne die Herstellung selbst zu übernehmen.
Fazit & Ausblick
Tevas angehobener Ausblick stützt sich auf starke Nachfrage nach den innovativen Marken und wird durch die geplante Biosimilar-Kooperation ergänzt. Für Anleger sind nun die weitere Entwicklung der Markenumsätze, die Umsetzung der 2026-Prognose und Fortschritte beim Schuldenabbau entscheidend. Das Unternehmen sieht sich zudem auf Kurs für seine Ziele 2027; ein konkreter nächster Termin für die Veröffentlichung von Quartalszahlen ist in den vorliegenden Angaben nicht genannt.
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