Intel Aktie: AMD-Analysten sehen stärkere Serverposition als Intel
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- AMD legt am Dienstag nach Börsenschluss Quartalszahlen vor; Analysten erwarten Impulse aus dem Rechenzentrumsgeschäft.
- Bernstein sieht AMD im Servergeschäft möglicherweise besser positioniert als Intel.
- Für AMD rechnen Analysten 2027 mit starkem Wachstum bei Server-CPUs und KI-Beschleunigern.
- DZ Bank und LBBW senkten ihre fairen Werte für Intel auf 70 beziehungsweise 67 US-Dollar und bestätigten „Halten“.
Marktanalyse & Details
AMD-Ausblick verschärft den Wettbewerbsvergleich
Vor AMDs Quartalsbericht richtet sich der Blick auf die Entwicklung im Rechenzentrum. Susquehanna erwartet bessere Ergebnisse und einen optimistischeren Ausblick, vor allem wegen der Nachfrage nach Serverprodukten und KI-Beschleunigern. Die Analysten rechnen damit, dass Auslieferungen der MI450- und Helios-Systeme im vierten Quartal und in der ersten Hälfte 2027 stärker anziehen.
Bernstein hält AMDs Serverposition sogar für möglicherweise stärker als die von Intel. Das Haus verweist auf AMDs Aussicht, die Serverumsätze im zweiten Halbjahr im Jahresvergleich um mehr als 80 Prozent zu steigern; eine Verdoppelung sei nicht ausgeschlossen. Für 2027 kalkuliert Bernstein mit rund 33 Milliarden US-Dollar Umsatz bei Server-CPUs und 74 Milliarden US-Dollar im gesamten Rechenzentrumsgeschäft. Das sind Analystenschätzungen, keine Unternehmensprognosen.
Intel steht unter Bewertungs- und Ausführungsdruck
Der Vergleich fällt für Intel in einer sensiblen Phase. Bereits am Vortag hatten DZ Bank und LBBW ihre fairen Werte jeweils von 105 US-Dollar auf 70 beziehungsweise 67 US-Dollar reduziert. Beide Häuser beließen ihre Einstufung auf „Halten“. Zuvor hatte Intel zudem mit einem schwachen Ausblick für das vierte Quartal enttäuscht.
Die Intel-Aktie notierte am 3. November um 12:15 Uhr bei 55,10 Euro und lag im Tagesverlauf 2,42 Prozent im Plus. Der positive Handelstag steht damit neben den jüngsten Sorgen um die Wettbewerbsposition und ersetzt keine Neubewertung der längerfristigen Geschäftsaussichten.
Analysten-Einordnung: Dass AMDs Servergeschäft als potenziell stärker als Intels eingeschätzt wird, macht die Entwicklung bei Marktanteilen und Produktanläufen zum entscheidenden Prüfstein für Intel. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass nicht allein die Nachfrage nach KI-Chips zählt: Intel muss auch zeigen, dass es bei Server-CPUs und der Umsetzung seiner Produktpläne konkurrenzfähig bleibt. Gleichzeitig könnten AMDs starke Prognosen die Erwartungen an den gesamten Halbleitersektor erhöhen.
Fazit & Ausblick
AMD veröffentlicht seine Quartalszahlen am Dienstag nach Börsenschluss. Der Bericht dürfte einen zeitnahen Vergleich für die Nachfrage nach Servern und KI-Beschleunigern liefern. Für Intel bleibt entscheidend, ob das Unternehmen seine schwache kurzfristige Prognose durch Fortschritte im Servergeschäft und eine überzeugendere Umsetzung ausgleichen kann; ein konkreter nächster Intel-Berichtstermin liegt in den vorliegenden Angaben nicht vor.
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