Tesla Aktie: Neuer Roadster soll 2028 starten – Raketenantrieb bleibt Prestigeprojekt

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Das Wichtigste in Kürze

  1. Tesla präsentierte in Texas den überarbeiteten Roadster mit Kaltgas-Triebwerken von SpaceX.
  2. Elon Musk stellte den Produktionsstart für 2028 in Aussicht; ein endgültiger Verkaufspreis wurde nicht genannt.
  3. Bei der Vorführung zeigte Tesla unter anderem einen Sprung über andere Fahrzeuge und eine Landung mit Triebwerkshilfe.
  4. Die Sonderversion mit Raketenantrieb ist laut Tesla nur auf Einladung erhältlich; ein Einsatz im öffentlichen Straßenverkehr ist nicht zugelassen.

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Vorführung mit spektakulären Leistungsangaben

Der neue Roadster soll laut Tesla aus dem Stand in 0,81 Sekunden auf rund 96,6 Kilometer pro Stunde beschleunigen. Bei der Präsentation in Texas zeigte das Unternehmen einen Wagen, der mit Unterstützung der Kaltgas-Triebwerke kurz abhob, andere Tesla-Modelle übersprang und anschließend landete. Die Vorführung belegt jedoch noch nicht, dass die Flugfunktionen in einem Serienfahrzeug verfügbar oder im Alltag einsetzbar sein werden.

Tesla hat mehrere Ausführungen angekündigt. Für die Performance-Version ohne Düsen sollen insgesamt 50.000 Euro zur Reservierung fällig werden. Bei der Rocket-Ausführung sind es 250.000 Euro: zunächst 5.000 Euro, danach weitere 245.000 Euro binnen zehn Tagen. Ein endgültiger Fahrzeugpreis und die Zahl der geplanten Exemplare stehen noch nicht fest. Die Rocket-Version soll nur auf Einladung angeboten werden; ihre Flugfunktion ist nicht für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassen.

Verspäteter Start und begrenztes Absatzpotenzial

Der Roadster wurde erstmals 2017 vorgestellt, damals war ein Produktionsbeginn für 2020 angekündigt. Der nun genannte Termin 2028 liegt damit deutlich später als der ursprüngliche Zeitplan. Tesla-Chef Elon Musk bezeichnete das Modell als das letzte Fahrzeug des Unternehmens, das noch für menschliche Fahrer entwickelt werde. Zugleich richtet Tesla seine strategische Aufmerksamkeit stärker auf autonomes Fahren und humanoide Roboter.

Als Orientierung für die mögliche Größenordnung erwarten Schätzungen rund 2.000 Roadster-Verkäufe pro Jahr. Das wäre nur ein kleiner Teil des Absatzes von 1,6 Millionen Fahrzeugen, den Tesla im Vorjahr meldete. Der Roadster dürfte daher eher als technologische Visitenkarte denn als kurzfristiger Umsatztreiber relevant sein.

Analysten-Einordnung: Der Roadster kann Teslas Ingenieurskompetenz ins Schaufenster stellen und die Marke emotional aufladen. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung aber zunächst vor allem einen langfristigen Technologietest: Produktionsstart, Serienreife und tatsächliche Nachfrage sind noch offen. Bei einer erwarteten Stückzahl von nur wenigen Tausend Fahrzeugen dürfte das Modell die Konzernfinanzen kurzfristig kaum wesentlich verändern. Die wiederholten Verzögerungen machen den angekündigten Termin 2028 zudem zu einem wichtigen Glaubwürdigkeitstest.

Fazit & Ausblick

Für die Aktie ist die Präsentation zunächst eine technische und markenstrategische Nachricht, keine belegte Änderung der kurzfristigen Ertragslage. Entscheidend werden konkrete Angaben zu Preis, Serienausstattung und Lieferplan sein. Bis zum angekündigten Produktionsstart 2028 muss Tesla zeigen, dass aus der spektakulären Vorführung ein sicher und rechtlich nutzbares Serienfahrzeug werden kann.

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