Starbucks Aktie: DZ BANK senkt fairen Wert auf 80 US-Dollar und stuft auf „Verkaufen“
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Die DZ BANK senkt den fairen Wert für Starbucks von 85 auf 80 US-Dollar und empfiehlt die Aktie mit „Verkaufen“.
- Im vierten Quartal stieg der weltweite flächenbereinigte Umsatz um 7,2 Prozent; das bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei 0,80 US-Dollar.
- Für das Geschäftsjahr 2027 stellt Starbucks ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 3,15 bis 3,25 US-Dollar in Aussicht.
- Der Konzern erwartet für 2027 einen Umsatzrückgang von rund einem Prozent, vor allem wegen des Umbaus des China-Geschäfts.
Marktanalyse & Details
DZ BANK wird trotz operativer Fortschritte vorsichtiger
Die DZ BANK hat ihren fairen Wert für Starbucks von 85 auf 80 US-Dollar reduziert und die Einstufung auf „Verkaufen“ gesetzt. Eine Begründung für die Anpassung liegt in den vorliegenden Angaben nicht vor. Das Urteil steht im Kontrast zu den zuletzt verbesserten Betriebskennzahlen und signalisiert, dass die Bank die Risiken beziehungsweise die Bewertung stärker gewichtet als die kurzfristige operative Dynamik.
Analysten-Einordnung: Die positiven Vergleichsumsätze und die angehobene Ertragskraft sind ermutigende Signale, lösen aber nicht alle Unsicherheiten. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass sich die Investmentthese zunehmend daran messen lassen muss, ob Starbucks das Umsatzwachstum in nachhaltige Margen- und Gewinnfortschritte übersetzen kann. Der niedrigere faire Wert der DZ BANK unterstreicht, dass nicht alle Marktbeobachter den jüngsten Schwung bereits als dauerhaft ansehen.
Starkes Quartal, aber Umsatz unter Erwartung
Im vierten Quartal legten die weltweiten flächenbereinigten Verkäufe um 7,2 Prozent zu. Höhere durchschnittliche Bons und mehr vergleichbare Transaktionen trugen zum Wachstum bei. Das bereinigte Ergebnis je Aktie erreichte 0,80 US-Dollar. Der Umsatz lag mit rund 9,14 Milliarden US-Dollar jedoch unter der Markterwartung von rund 9,22 Milliarden US-Dollar und sank gegenüber dem Vorjahresquartal um etwa vier Prozent.
Die operative Marge betrug 14,0 Prozent und verbesserte sich im Jahresvergleich um 450 Basispunkte. Starbucks führt die Fortschritte unter anderem auf Maßnahmen zur Vereinfachung des Angebots, höhere Investitionen in Personal und Verbesserungen im Filialbetrieb zurück.
China-Umbau belastet Umsatzprognose
Für das Geschäftsjahr 2027 erwartet Starbucks ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 3,15 bis 3,25 US-Dollar. Gleichzeitig rechnet das Unternehmen mit einem Rückgang des konsolidierten Umsatzes um ungefähr ein Prozent. Ausschlaggebend ist vor allem der Übergang der chinesischen Filialen in ein lizenziertes Joint Venture; dadurch verändert sich die Erfassung der Geschäftstätigkeit im Konzernumsatz.
Zusätzlich plant Starbucks für das Geschäftsjahr 2027 einen Aktienrückkauf im Umfang von einer Milliarde US-Dollar. In Nordamerika sind 90 bis 100 Netto-Neueröffnungen vorgesehen, zugleich sollen rund 2.000 Filialen umgebaut werden. Die Investitionen in Technologie und Modernisierung sollen unter anderem den Bestellprozess und die Nachfrageplanung verbessern.
Fazit & Ausblick
Starbucks startet mit einem starken Vergleichsumsatz und einer über den Erwartungen liegenden Gewinnprognose in das Geschäftsjahr 2027. Der erwartete Umsatzrückgang infolge des China-Umbaus erschwert jedoch den direkten Vergleich und macht die Umsetzung der Margen- und Wachstumspläne entscheidend. Für Anleger bleiben die nächsten Quartalsberichte wichtige Prüfsteine: Sie werden zeigen, ob die operativen Verbesserungen anhalten und sich trotz veränderter Konzernstruktur im Ergebnis niederschlagen.
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