NVIDIA Aktie: Erholung trifft auf gebrochenen Support und deutlich gekapptes Kursziel

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Das Wichtigste in Kürze

  1. NVIDIA legte im Oktober deutlich vom Rekordhoch zurück; die Aktie notierte zuletzt vorbörslich bei 206,68 US-Dollar.
  2. Ein technischer Stratege sieht die wichtige wöchentliche Unterstützung gebrochen und nennt 185,94 US-Dollar als nächste mögliche Marke.
  3. Melius Research senkte das Kursziel für NVIDIA von 420 auf 315 US-Dollar.
  4. Am 17. November stehen die nächsten Quartalszahlen an – sie dürften Aufschluss über Nachfrage und KI-Investitionen geben.

Marktanalyse & Details

Chartbild bleibt trotz Erholung angeschlagen

Nach einem Rekordschluss bei 239,24 US-Dollar zu Monatsbeginn verlor die NVIDIA-Aktie im Oktober rund zehn Prozent und schloss zuletzt bei 204,64 US-Dollar. Vorbörslich ging es am Montag zeitweise auf 206,68 US-Dollar nach oben. Auch der EUR-Kurs lag am 2. November um 14:35 Uhr mit 183,86 Euro leicht im Plus: Das Tagesplus von 0,36 Prozent ändert jedoch wenig am schwachen Monatsbild.

Der technische Stratege Walter Zimmermann sieht die zentrale Unterstützung im Wochenchart inzwischen deutlich unterschritten. Als nächste mögliche Abwärtsmarke nennt er 185,94 US-Dollar. Ein nachhaltiger Richtungswechsel nach oben müsste seiner Einschätzung nach einsetzen, bevor die Aktie 197,73 US-Dollar erreicht. Als weitreichendes technisches Szenario wird zudem ein Fibonacci-Niveau bei 92,99 US-Dollar angeführt. Das ist keine Kursprognose, sondern eine chartbasierte Marke.

Kurszielsenkung und Zweifel am KI-Ausbau

Melius Research reduzierte sein NVIDIA-Kursziel von 420 auf 315 US-Dollar. Die Anpassung fällt in eine Phase, in der Anleger stärker hinterfragen, ob die hohen Ausgaben für KI-Infrastruktur dauerhaft genügend Ertrag abwerfen. Zugleich belasten Sorgen über Finanzierungskosten, Schulden und die weitere Entwicklung der Rechenzentrumsinvestitionen den Technologiesektor.

Analysten-Einordnung: Die Kombination aus gebrochenem charttechnischem Support und niedrigerem Kursziel zeigt, dass die kurzfristige Stimmung gekippt ist. Das ist nicht gleichbedeutend mit einer Verschlechterung der Geschäftsentwicklung: Technische Marken spiegeln vor allem Handelsdynamik wider, während die Bewertung davon abhängt, ob NVIDIA die hohen Erwartungen an KI-Chipnachfrage und Gewinne erfüllt. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass eine Tageserholung allein noch kein belastbares Umkehrsignal ist; entscheidend bleiben die Stabilisierung des Kurses und die Fundamentaldaten.

Fazit & Ausblick

Der nächste wichtige Termin sind NVIDIAs Quartalszahlen am 17. November. Anleger dürften besonders auf die Entwicklung im Rechenzentrumsgeschäft und die Perspektiven für die KI-Investitionen der Kunden achten. Bis dahin stehen die genannten Unterstützungs- und Umkehrmarken im Fokus; sie sind mögliche Orientierungspunkte, keine sichere Vorhersage des weiteren Kursverlaufs.

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