SLB Aktie: Nahost-Erholung trübt Q3-Ausblick trotz stabiler Erwartungen
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Analysten erwarten für SLB im dritten Quartal 2026 einen Umsatz von rund 9,3 Milliarden US-Dollar und einen Gewinn je Aktie von 0,63 US-Dollar.
- Störungen in Saudi-Arabien könnten die Erholung im Nahen Osten bremsen und die Prognose für das vierte Quartal belasten.
- Jefferies senkte seine Umsatz- und EBITDA-Schätzung für 2026, bestätigte aber das Kursziel von 66 US-Dollar und die Kaufempfehlung.
- Anleger dürften bei den Zahlen am 23. Oktober besonders auf den Nahost-Ausblick und das Wachstum der Data-Center-Sparte achten.
Marktanalyse & Details
Q3-Prognose: Umsatz und Marge sollen zulegen
Vor der für Freitag, den 23. Oktober, erwarteten Veröffentlichung der Quartalszahlen rechnen Analysten mit einer weitgehend stabilen Geschäftsentwicklung. Jefferies prognostiziert für SLB einen Umsatz von etwa 9,3 Milliarden US-Dollar. Das wären 3,5 Prozent mehr als im Vorquartal. Der Gewinn je Aktie wird auf 0,63 US-Dollar geschätzt.
Das EBITDA dürfte den Schätzungen zufolge 2,04 Milliarden US-Dollar erreichen. Die erwartete Marge von 21,9 Prozent läge 75 Basispunkte über dem Vorquartal und damit im Rahmen der Unternehmensvorgaben. Diese Werte sind Prognosen und keine bereits veröffentlichten Ergebnisse.
Nahost-Erholung als Belastungsfaktor
Unsicherheit bringt die Entwicklung in Saudi-Arabien: Nach einem Angriff auf die East-West-Pipeline könnten Unterbrechungen die dortige Aktivität und damit die Erholung im wichtigen internationalen Markt beeinträchtigen. Vor dem Vorfall hätten die Geschäfte laut Jefferies besser als erwartet gelegen.
Für das vierte Quartal setzt die Analystenrechnung voraus, dass die Aktivität im Nahen Osten 85 Prozent des Vorjahresniveaus erreicht. Das liegt unter der vorläufigen Annahme von SLB von 95 Prozent. Bei diesem langsameren Erholungspfad könnten demnach rund 250 Millionen US-Dollar Umsatz und 125 Millionen US-Dollar EBITDA entfallen.
- Jefferies erwartet für das vierte Quartal 9,87 Milliarden US-Dollar Umsatz.
- Das prognostizierte EBITDA für diesen Zeitraum beträgt 2,31 Milliarden US-Dollar.
- Für 2026 liegt die Umsatzschätzung nun bei 36,85 Milliarden US-Dollar und damit rund 1 Prozent niedriger.
- Die EBITDA-Prognose für 2026 wurde um 1,5 Prozent auf 8,02 Milliarden US-Dollar gesenkt.
Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass die kurzfristige Entwicklung von SLB weniger an der bisherigen operativen Dynamik als am Tempo der Erholung im Nahen Osten hängt. Für Anleger bedeutet das: Die Q4-Prognose und konkrete Aussagen zur regionalen Auslastung können wichtiger sein als eine weitgehend erwartungsgemäße Q3-Bilanz. Jefferies hält trotz der gekürzten Schätzungen an der Kaufempfehlung und dem Kursziel von 66 US-Dollar fest.
Wachstumsfelder im Blick
Zusätzliche Aufmerksamkeit gilt den Lösungen für Rechenzentren. Jefferies erwartet, dass deren annualisierter Umsatz bis Ende 2027 mehr als 2 Milliarden US-Dollar übersteigt; die Kelvion-Übernahme ist in dieser Schätzung nicht enthalten. Anleger dürften außerdem nach Hinweisen zu möglichen Aktivitäten in Venezuela und zu den Ausgaben im Offshore-Geschäft fragen.
Fazit & Ausblick
Mit der Veröffentlichung der Q3-Zahlen am 23. Oktober rückt vor allem SLBs Einschätzung zur Nahost-Erholung in den Mittelpunkt. Entscheidend für den weiteren Ausblick sind die Quartalsprognose, die Entwicklung der Aktivitäten in Saudi-Arabien und die Frage, ob andere Wachstumsfelder eine mögliche Verzögerung auffangen können.
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