Seagate Technology Hldgs. Aktie: Nearline-Kapazität bis 2028 gebunden, Rückkäufe sollen steigen
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Seagate meldet für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 einen Umsatz von 4,23 Milliarden US-Dollar und einen bereinigten Gewinn je Aktie von 7,68 US-Dollar.
- Nach Angaben im Earnings Call ist der Großteil der Nearline-Kapazität bis 2028 Kunden zugeteilt.
- Seagate plant, die Aktienrückkäufe im März-Quartal 2027 zu erhöhen; ein Umfang wurde nicht genannt.
- Für das laufende Quartal stellt der Konzern 4,7 bis 4,9 Milliarden US-Dollar Umsatz und 9,00 bis 9,40 US-Dollar bereinigten Gewinn je Aktie in Aussicht.
Marktanalyse & Details
Starkes Quartal und höhere Prognose
Seagate erzielte im ersten Quartal, das am 2. Oktober endete, einen Nettogewinn von 1,76 Milliarden US-Dollar. Im Vorjahreszeitraum waren es 549 Millionen US-Dollar. Der Umsatz stieg um 61 Prozent auf 4,23 Milliarden US-Dollar. Bereinigt lag der Gewinn je Aktie bei 7,68 US-Dollar und damit über den Analystenerwartungen von 7,45 US-Dollar.
Auch der Ausblick für das zweite Quartal liegt über den zuvor erwarteten Werten: Seagate rechnet mit einem Umsatz von 4,7 bis 4,9 Milliarden US-Dollar und einem bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 9,00 und 9,40 US-Dollar. Zudem erhöhte das Unternehmen die Quartalsdividende von 74 auf 76 US-Cent je Aktie. Die Zahlung ist für den 7. Januar 2027 vorgesehen; Stichtag ist der 23. Dezember 2026.
Lieferkapazität bis 2028 stark gebunden
Im Earnings Call erklärte Seagate, dass der Großteil seiner Nearline-Festplattenkapazität – Laufwerke für Rechenzentren und andere speicherintensive Anwendungen – bis 2028 bereits Kunden zugeteilt sei. Im ersten Quartal lieferte der Konzern nach eigenen Angaben eine Rekordmenge von 198 Exabyte Nearline-Speicherkapazität an Rechenzentrumskunden. Diese standen für 90 Prozent der ausgelieferten Kapazität. Für das Dezemberquartal erwartet Seagate einen deutlichen weiteren Anstieg; dazu soll der Hochlauf der Mozaic-Technologie beitragen.
Das Unternehmen erwartet, dass die Nearline-Auslieferungen, gemessen in Exabyte, auf Basis seiner Technologie-Roadmap mittelfristig jährlich im mittleren Zwanziger-Prozentbereich wachsen können. Außerdem sollen Aktienrückkäufe im März-Quartal 2027 zunehmen. Seagate nannte dazu weder einen konkreten Betrag noch eine Stückzahl.
Analysten-Einordnung: Die weitgehende Zuteilung der Kapazität bis 2028 spricht für hohe Nachfrage und bessere Visibilität bei der Produktionsplanung. Sie garantiert jedoch weder unveränderte Preise noch dauerhaft hohe Margen: Entscheidend bleiben die tatsächliche Nachfrageentwicklung, der Produktionshochlauf und die Vertragskonditionen. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass Seagates Wachstumsstory derzeit stark an Rechenzentren und KI-Infrastruktur gekoppelt ist. Trotz übertroffener Quartalserwartungen fiel die Aktie nachbörslich um rund sieben Prozent – ein Hinweis darauf, dass der Markt nach der vorangegangenen Rallye besonders hohe Erwartungen an die Ergebnisse gestellt hatte.
Fazit & Ausblick
Im Mittelpunkt der nächsten Quartale stehen der angekündigte Kapazitätsausbau, die Umsetzung der Umsatz- und Gewinnprognose sowie die Entwicklung der Nachfrage nach Rechenzentrumsspeicher. Der nächste konkrete Prüfstein ist das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2027; zugleich wird zu beobachten sein, ob Seagate die angekündigte Ausweitung der Rückkäufe im Märzquartal umsetzt.
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