ON HLDNG Aktie: Mbappé-Kontroverse erhöht Markenrisiko in China

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Goldesel Kompakt

Das Wichtigste in Kürze

  1. Kylian Mbappé entschuldigte sich am 27. Oktober für eine als beleidigend wahrgenommene Bemerkung über Mao Zedong.
  2. Berichten zufolge beendeten chinesische Marken ihre Sponsoringbeziehungen mit dem Fußballstar.
  3. On Holding hat sich bislang nicht dazu geäußert, ob die zehnjährige Partnerschaft mit Mbappé angepasst wird.
  4. Die Aktie notierte am Abend bei 29,01 Euro und lag 1,96 Prozent im Minus.

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Entschuldigung nach Kritik in China

Mbappé bezeichnete seine Äußerung als „fehlgeleitet“ und erklärte, er habe tiefen Respekt vor den Menschen in China und ihrer Geschichte. Zugleich entschuldigte er sich für eine mögliche Kränkung. Die Reaktion auf seine Worte umfasste laut den vorliegenden Berichten auch Einschränkungen bei der Ausstrahlung seiner Spiele und den Rückzug chinesischer Sponsoren.

Partnerschaft birgt Reputationsrisiko für On

On hatte Mbappé als globalen Markenbotschafter und zentrale Figur seines Vorstoßes in den Fußball verpflichtet. Ob das Unternehmen die Zusammenarbeit angesichts der Kontroverse verändert, ist offen. Die Partnerschaft ist noch jung; nach Einschätzung von Analysten wurde sie in China bislang nicht in größerem Umfang durch Produkte kommerzialisiert.

Analysten-Einordnung: Die Einschätzung sieht deshalb derzeit keinen Anlass, die Umsatz- und Profitabilitätsannahmen für die Region Asien-Pazifik anzupassen. Gleichzeitig macht der Fall deutlich, dass eine prominente Markenpartnerschaft On auch der Stimmung chinesischer Verbraucher und Plattformen aussetzen kann. China steht Schätzungen zufolge für rund zehn Prozent des für 2026 erwarteten Konzernumsatzes, Asien-Pazifik insgesamt für etwa 21 Prozent. Ein hypothetischer Rückgang der China-Umsätze um zehn Prozent würde den Konzernumsatz vor möglichen Ausgleichseffekten rechnerisch um rund einen Prozentpunkt drücken. Das ist ein Szenario, keine Unternehmensprognose.

Kursreaktion und Einordnung

Die On-Aktie stand am 27. Oktober bei 29,01 Euro mit 1,96 Prozent im Minus. Die zeitliche Nähe zur Kontroverse ist kein Beleg dafür, dass sie allein den Tagesrückgang verursacht hat. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung vor allem ein zusätzliches Marken- und Vermarktungsrisiko in China; konkrete Änderungen an On's Geschäftsplanung sind bislang nicht bekannt.

Fazit & Ausblick

Entscheidend wird sein, ob sich die Kritik auf die Wahrnehmung von On überträgt und ob das Unternehmen die Partnerschaft oder seine Marketingaktivitäten in China anpasst. Da die Zusammenarbeit noch am Anfang steht, bleibt ihre tatsächliche Umsatzwirkung vorerst schwer einzuschätzen. Eine Stellungnahme von On oder weitere Hinweise zur Vermarktung könnten die Einschätzung verändern.

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