NVIDIA Aktie: Oracle baut Vera-Rubin-Cloud auf Multi-Gigawatt-Skala aus

NVIDIA Aktie: Oracle baut Vera-Rubin-Cloud auf Multi-Gigawatt-Skala aus AI Generated

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Das Wichtigste in Kürze

  1. Oracle und NVIDIA wollen OCI-Supercluster mit Vera-Rubin-NVL72-Systemen auf Multi-Gigawatt-Skala ausbauen.
  2. Vera-Rubin-Systeme und Vera-CPUs sind ab sofort allgemein über Oracle Cloud Infrastructure verfügbar.
  3. Oracle ergänzt sein Angebot zugleich um KI-Chips von Google und weiteren Anbietern sowie eigene Netzwerktechnik.
  4. Die Unternehmen nannten weder den Auftragswert noch einen konkreten Zeitplan für den Ausbau.

Marktanalyse & Details

Vera Rubin soll Oracles KI-Kapazität stark erweitern

NVIDIA und Oracle vertiefen ihre Cloud-Partnerschaft: Oracle plant, seine OCI-Supercluster mit NVIDIAs Vera-Rubin-NVL72-Systemen auf Multi-Gigawatt-Skala auszubauen. Die Systeme und Vera-CPUs sind nun allgemein über die Cloud-Plattform verfügbar. Damit können Kunden Rechenleistung für das Training und den Betrieb großer KI-Modelle sowie für agentische Anwendungen beziehen.

Die Kombination zielt auf unterschiedliche Rechenaufgaben: GPUs übernehmen vor allem Training und Inferenz, während CPUs Aufgaben zwischen den Modellaufrufen bearbeiten können, etwa Werkzeuge auszuführen, Code zu testen oder Daten abzurufen. Kunden sollen CPU- und GPU-Ressourcen unabhängig voneinander skalieren können.

Oracle hält sich bei Chips mehrere Optionen offen

Die Partnerschaft bedeutet nicht, dass Oracle ausschließlich auf NVIDIA setzt. Der Cloud-Anbieter will erstmals auch Googles Tensor Processing Units anbieten und plant Angebote mit Chips von Cerebras und SambaNova. Zudem sollen NVIDIA-basierte Systeme teilweise Oracles eigene Acceleron-Netzwerkchips statt NVIDIA-Netzwerktechnik nutzen.

Das unterstreicht den Wettbewerb um KI-Infrastruktur: NVIDIA ist besonders stark bei Chips für das Training, während der Markt für Inferenz vielfältiger ist. Oracle kann seinen Kunden dadurch mehr Auswahl bei Leistung, Durchsatz und Kosten bieten – und verringert zugleich die Abhängigkeit von einem einzelnen Anbieter.

Analysten-Einordnung: Der geplante Ausbau auf Multi-Gigawatt-Skala ist ein positives Signal für die Nachfrage nach NVIDIAs neuer Systemgeneration. Entscheidend für den tatsächlichen Umsatzbeitrag sind jedoch Umsetzung, Auslastung und Finanzierung: Oracle hat weder den Auftragswert noch einen konkreten Ausbauzeitplan genannt. Die parallele Aufnahme konkurrierender Chips zeigt außerdem, dass NVIDIA trotz seiner starken Stellung nicht automatisch jede Rechenaufgabe und jede Komponente eines Cloud-Systems besetzt.

Fazit & Ausblick

Die Verfügbarkeit von Vera Rubin bei OCI und die angekündigte Ausweitung der Supercluster schaffen für NVIDIA einen weiteren möglichen Absatzkanal für KI-Systeme. Wie viel Geschäft daraus entsteht, bleibt vorerst offen. Anleger dürften auf konkrete Angaben zu Investitionen, Kundennachfrage und Umsetzung achten; Oracle wollte in dieser Woche bei einem Investorentag weitere Einblicke geben.

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