NVIDIA Aktie: KeyBanc empfiehlt den Chipkonzern vor Quartalszahlen
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- KeyBanc zählt NVIDIA zu vier bevorzugten Halbleiteraktien vor den anstehenden Q3-Berichten.
- Analyst John Vinh bewertet NVIDIA mit „Overweight“ und sieht den Branchenaufschwung bis mindestens 2028 reichen.
- KeyBanc hebt die Prognose für das Wachstum der weltweiten IC-Erlöse 2026 deutlich an.
- KI-Nachfrage und knappe Speicher-, Stromversorgungs- und Server-CPU-Kapazitäten stützen laut der Bank Preise und Ertragsaussichten.
Marktanalyse & Details
KeyBanc setzt auf NVIDIA und drei weitere Chipwerte
KeyBanc Capital Markets empfiehlt NVIDIA vor der anstehenden Berichtssaison zusammen mit Intel, Micron und Monolithic Power Systems. Die vier Aktien sind laut Analyst John Vinh mit „Overweight“ eingestuft. Als Treiber nennt die Bank nicht allein den Bedarf an KI-Beschleunigern, sondern auch die wachsende Nachfrage nach Speicher, Strommanagement und Server-CPUs.
Vinh zufolge lagen die Halbleiter-Auslieferungen im August auf Basis eines gleitenden Dreimonatsdurchschnitts 14,9 Prozent über dem Trend. Er sieht einen Unterschied zu früheren Zyklen: Die KI-Nachfrage habe bereits eine zusätzliche Wachstumsquelle geschaffen, bevor sich die breitere Erholung der Chipbranche voll entfaltet habe.
Branchenprognosen steigen, Kapazitäten bleiben knapp
KeyBanc erwartet für 2026 bei integrierten Schaltkreisen ohne Speicher nun ein Umsatzwachstum von 38 Prozent statt zuvor 22 Prozent. Die Prognose für das Stückzahlwachstum steigt von 10 auf 20 Prozent, die für durchschnittliche Verkaufspreise von 11 auf 15 Prozent. Einschließlich Speicher rechnet die Bank jetzt mit einem Umsatzplus von 136 Prozent; zuvor waren es 87 Prozent. Diese Werte beziehen sich auf die Branche und sind keine spezifischen Umsatzprognosen für NVIDIA.
- Die Lagerbestände entlang der Lieferkette sanken im zweiten Quartal um drei Tage auf 79 Tage und liegen damit im Fünfjahresdurchschnitt.
- Die Auslieferungen von Speichereinheiten stiegen im Quartal um 29,8 Prozent; Speicherpreise legten gegenüber dem Vorquartal um 24,1 Prozent zu.
- DRAM-, HBM- und NAND-Angebot sowie fortschrittliche Fertigungskapazitäten sind nach Einschätzung des Analysten vielfach langfristig gebunden.
Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass sich die KI-Nachfrage inzwischen auf mehrere Engpässe der Infrastruktur auswirkt und damit über reine GPU-Verkäufe hinausreicht. Für NVIDIA ist das relevant, weil ein Ausbau von KI-Rechenzentren auch leistungsfähige Server, Speicher, Stromversorgung und Vernetzung voraussetzt. Zugleich bleibt die Einschätzung eine Branchenanalyse: Knappheit kann Preise und Margen stützen, aber auch den Ausbau von Rechenkapazität bremsen.
Bewertung und Risiken des Aufschwungs
Der Halbleiterindex SOX ist laut den vorliegenden Angaben in diesem Jahr um 83 Prozent gestiegen. Sein erwartetes Kurs-Gewinn-Verhältnis sank dennoch von fast 25 im Juni auf 19,9, weil die Gewinnschätzungen schneller zunahmen als die Aktienkurse. Im August und September verlor der Index zeitweise mehr als 20 Prozent, unter anderem wegen Sorgen um den Fortschritt führender KI-Modelle, Sicherheitsfragen, knappe Stromversorgung und Speicherengpässe.
Vinh erwartet weitere Kurszuwächse im Sektor bis 2026 und 2027, getragen von höheren Gewinnerwartungen und einer möglichen Neubewertung. Das ist eine Einschätzung des Analysten und keine Garantie für die Entwicklung der NVIDIA-Aktie.
Fazit & Ausblick
KeyBancs „Overweight“-Einstufung stellt NVIDIA in den Kontext einer breiteren Halbleitererholung, die nach Ansicht der Bank durch KI beschleunigt wird und bis mindestens 2028 anhalten könnte. Für Anleger werden die anstehenden Q3-Berichte wichtig: Sie dürften Hinweise darauf liefern, ob die hohe KI-Nachfrage und die knappen Komponenten tatsächlich in anhaltendes Umsatz- und Gewinnwachstum münden.
Hinweise zu diesem Inhalt
Diese Inhalte wurden ganz oder teilweise automatisiert unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt und können Fehler, Ungenauigkeiten oder unvollständige Informationen enthalten. Trotz sorgfältiger Prüfung übernehmen wir keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der bereitgestellten Informationen.
Die Inhalte dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen weder eine Anlageberatung noch eine Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen keine individuelle, fachkundige Beratung.
Eine Haftung für Vermögensschäden oder sonstige Schäden, die aus der Nutzung der Inhalte entstehen, ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen.