Nordex Aktie: EBITDA-Prognose steigt nach starkem Quartal, Jefferies hebt Kursziel an
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Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Nordex hebt die Prognose für die EBITDA-Marge 2026 von 8,0–11,0 auf 11,5–12,5 Prozent an.
- Das vorläufige Q3-EBITDA verdoppelte sich nahezu auf 278 Millionen Euro; der Umsatz stieg um 28 Prozent auf 2,187 Milliarden Euro.
- Der freie Cashflow erreichte vorläufig 379 Millionen Euro; für das vierte Quartal erwartet Nordex weiterhin einen positiven Wert.
- Jefferies erhöht das Kursziel auf 63 Euro und bestätigt „Buy“; die Nordex-Aktie notierte zuletzt bei 37,22 Euro und lag 6,83 Prozent im Plus.
Marktanalyse & Details
Höhere Profitabilität im dritten Quartal
Nordex hat nach vorläufigen, ungeprüften Zahlen im dritten Quartal 2026 ein EBITDA von rund 278 Millionen Euro erzielt, nach 136 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Die EBITDA-Marge stieg von 8,0 auf 12,7 Prozent. Der Umsatz legte gegenüber dem Vorjahresquartal um 28 Prozent auf rund 2,187 Milliarden Euro zu.
Als Gründe für die bessere Entwicklung nennt das Unternehmen höhere Margen im Servicegeschäft und eine starke Projektabwicklung. Außerdem hätten sich Risiken im Projektgeschäft, die in der bisherigen Planung berücksichtigt waren, nicht im erwarteten Umfang verwirklicht.
Jahresprognose und Liquidität
Für das Gesamtjahr rechnet Nordex nun mit einer EBITDA-Marge von 11,5 bis 12,5 Prozent. Zuvor hatte die Spanne bei 8,0 bis 11,0 Prozent gelegen. Die übrigen Prognosewerte bleiben unverändert:
- Umsatz: 8,2 bis 9,0 Milliarden Euro
- Working-Capital-Quote: unter minus 9 Prozent
- Investitionen: rund 200 Millionen Euro
Der vorläufige freie Cashflow betrug im dritten Quartal 379 Millionen Euro, verglichen mit 149 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Die liquiden Mittel beliefen sich auf 2,327 Milliarden Euro; Ende 2025 waren es 1,929 Milliarden Euro. Für das vierte Quartal erwartet Nordex erneut einen positiven freien Cashflow, gestützt durch zusätzliche Ergebnisbeiträge, einen anhaltenden Auftragseingang und eine weitere Verbesserung des Working Capital.
Analysten-Einordnung: Die Anhebung der Margenspanne zeigt, dass Nordex die verbesserte Profitabilität inzwischen nicht nur im Quartalsergebnis, sondern auch in der Jahresplanung berücksichtigt. Entscheidend wird sein, ob das Unternehmen die starke Projektabwicklung und die höheren Service-Margen im Schlussquartal halten kann. Für Anleger bedeutet die Entwicklung eine bessere Ergebnisperspektive, aber noch keinen Beleg dafür, dass die Marge dauerhaft auf dem neuen Niveau bleibt: Die Zahlen sind vorläufig, und die Umsatzprognose wurde nicht angehoben.
Kursreaktion und Kursziel
Die Nordex-Aktie kostete am 15. Oktober um 22:40 Uhr 37,22 Euro und lag damit 6,83 Prozent im Tagesplus. Jefferies hob das Kursziel von 60 auf 63 Euro an und bestätigte die Kaufempfehlung „Buy“. Das Kursziel ist eine Analysteneinschätzung und keine Garantie für die künftige Kursentwicklung.
Fazit & Ausblick
Die höheren Margen und der starke freie Cashflow verbessern Nordex’ Ausgangslage für das Jahresende, während Umsatz- und Investitionsprognose unverändert bleiben. Der nächste wichtige Termin ist die Veröffentlichung der vollständigen Q3-Ergebnisse am 5. November 2026. Dann werden die vorläufigen Zahlen geprüft und weitere Details zur Entwicklung im Schlussquartal erwartet.
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