Nokia Co. ADR Aktie: KI-Aufträge könnten im Q3 erneut über 2 Milliarden Euro liegen
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Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Nokia könnte im dritten Quartal erneut mehr als 2 Milliarden Euro an KI-Aufträgen verbucht haben.
- Eine Analystenschätzung setzt dafür optische Aufträge von über 1,6 Milliarden Euro und Switch-Aufträge von mindestens 400 Millionen Euro an.
- Bei den am Donnerstag erwarteten Quartalszahlen stehen außerdem Nokias Kapazitäten und ein mögliches Update der Jahresprognose im Fokus.
- Supermicro und Nokia arbeiten gemeinsam an KI-RAN-Lösungen auf Basis von Nokia-, Nvidia- und Supermicro-Technik.
Marktanalyse & Details
Auftragseingang als Prüfstein vor den Zahlen
Eine US-Investmentbank hält einen KI-Auftragseingang von mehr als 2 Milliarden Euro im dritten Quartal für möglich. Die Schätzung beruht auf mehr als 1,6 Milliarden Euro an Aufträgen für optische Netzwerktechnik sowie mindestens 400 Millionen Euro im Switch-Geschäft. Damit könnte Nokia an die starke Nachfrage des ersten Halbjahres anknüpfen.
Der Wert dürfte dennoch unter den 2,8 Milliarden Euro des zweiten Quartals liegen. Der Vergleich ist laut Analysteneinschätzung durch den zeitlichen Effekt eines großen Switch-Designgewinns verzerrt. Ein Ergebnis deutlich unter 2 Milliarden Euro könnte Anleger dagegen enttäuschen.
Kapazität und Ausblick entscheiden mit
Neben dem Auftragseingang wird der Blick auf die Lieferfähigkeit gerichtet sein. Als mögliche Engpässe gelten unter anderem Indiumphosphid, Pumpenlaser, Leiterplatten und die Fertigung digitaler Signalprozessoren. Starkes Interesse allein garantiert daher noch keine entsprechend schnelle Umsatzrealisierung.
Eine Anhebung der Nokia-Prognose für 2026 wäre demnach möglich, falls zusätzliche Lieferkapazität gesichert wird. Bleibt die Jahresprognose unverändert, könnten konkrete Aussagen zum Kapazitätsausbau 2027 wichtig werden. Die Analystenschätzung für das Ergebnis je Aktie liegt im dritten Quartal bei 0,07 Euro nach 0,06 Euro im Vorjahresquartal. Für 2026 werden 0,37 Euro erwartet, 23,3 Prozent mehr als die 0,30 Euro für 2025.
Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass der Markt nicht nur das Wachstum der KI-Nachfrage, sondern zunehmend Nokias Fähigkeit zur Lieferung bewertet. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass Auftragseingang und Kapazitätskommentare zusammen gelesen werden sollten: Ein hoher Bestellwert ist ein positives Signal, kann aber bei anhaltenden Engpässen nur verzögert in Erlöse und Ergebnis münden. Die Bank bekräftigt ihre Kaufempfehlung und nennt ein Kursziel von 16 Euro; dieses basiert auf einer Sum-of-the-Parts-Bewertung und ist eine Analysteneinschätzung, keine Zusage. Die aktuelle Notierung von 8,20 Euro und der Tagesanstieg von 3,14 Prozent (Stand: 21. Oktober, 21:13 Uhr) ersetzen keine Bewertung der anstehenden Zahlen.
KI-RAN gewinnt praktische Bedeutung
Nokia arbeitet mit Supermicro an der Bereitstellung von KI-RAN-Netzen von verteilten Mobilfunkstandorten bis zu zentralen Netzknoten. Die Lösung verbindet Nokias Funkzugangstechnik mit Nvidias Aerial-RAN-Plattform und KI-optimierter Supermicro-Infrastruktur. Zusätzlich setzt Nokia Cadence-Software für KI-gestützte Entwicklungsaufgaben ein. Diese Kooperationen unterstreichen, dass KI sowohl neue Netzwerkanwendungen als auch interne Entwicklungsprozesse adressiert.
Fazit & Ausblick
Die für Donnerstag erwarteten Q3-Zahlen dürften zeigen, ob Nokias KI-Aufträge die Marke von 2 Milliarden Euro erreichen und ob das Unternehmen seine Lieferkapazität ausbauen kann. Für die weitere Einordnung sind ein mögliches Update der 2026-Prognose sowie Aussagen zur Kapazität im Jahr 2027 entscheidend. Auch der kommerzielle Start von KI-RAN bleibt in den kommenden Monaten ein Beobachtungspunkt.
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