IBM Aktie: Quartalszahlen rücken verschobene Softwaredeals in den Fokus

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Das Wichtigste in Kürze

  1. IBM veröffentlicht am Mittwoch nach US-Börsenschluss die Ergebnisse für das dritte Quartal.
  2. Analysten erwarten rund 16,8 Milliarden US-Dollar Umsatz und 2,85 bis 2,86 US-Dollar bereinigten Gewinn je Aktie.
  3. Im Fokus steht, ob im zweiten Quartal verschobene Software- und Mainframe-Verträge inzwischen Umsatz bringen.
  4. Die Aktie notierte am 21. Oktober um 15:15 Uhr bei 214,65 Euro und lag seit Jahresbeginn 17,38 Prozent im Minus.

Marktanalyse & Details

Verschobene Verträge als wichtigster Prüfstein

Der Quartalsbericht soll zeigen, ob die im Frühjahr ausgebliebenen Abschlüsse tatsächlich nur zeitlich verschoben wurden. Im zweiten Quartal waren größere Softwareverträge rund um IBMs Mainframe-Geschäft nicht wie geplant zustande gekommen. Der damalige Software-Umsatzfehlbetrag wurde auf etwa 400 bis 500 Millionen US-Dollar beziffert. IBM hatte erklärt, die Verträge seien vertagt und nicht storniert; ein Teil sei bis Ende Juli bereits abgeschlossen worden.

Evercore erwartet für das dritte Quartal einen Umsatz von 16,8 Milliarden US-Dollar und ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 2,86 US-Dollar. Die Markterwartung liegt bei etwa 16,8 Milliarden US-Dollar Umsatz und 2,85 US-Dollar je Aktie. Als mögliche Treiber nennen Analysten nachgeholte Softwareabschlüsse, die Entwicklung von Red Hat und Produktivitätsverbesserungen. Zugleich gelten Beratungsaufträge und die Umwandlung des Auftragsbestands in Umsatz als wichtige Hinweise auf die Investitionsbereitschaft von Unternehmen.

Ausblick und Bewertungsmaßstab

IBM hatte seine Prognose für das Umsatzwachstum bei konstanten Wechselkursen auf 4 bis 5 Prozent gesenkt, nachdem zuvor mindestens 5 Prozent in Aussicht gestanden hatten. Evercore rechnet damit, dass das Unternehmen an dieser Jahresprognose festhält. Für das vierte Quartal bleiben der Zeitpunkt weiterer Softwareabschlüsse und die Entwicklung des Mainframe-Geschäfts entscheidende Unsicherheitsfaktoren.

Die Analystenurteile spiegeln diese gemischte Lage: Evercore stuft IBM mit „Outperform“ ein und nennt ein Kursziel von 250 US-Dollar; Truist bewertet die Aktie mit „Hold“ und einem Kursziel von 240 US-Dollar. Der Lang-&-Schwarz-Kurs von 214,65 Euro lag zum angegebenen Zeitpunkt nahezu unverändert am Tag, während das Minus seit Jahresbeginn 17,38 Prozent betrug.

Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass der Bericht weniger an den Quartalszahlen allein als an der Qualität der Erholung gemessen wird. Werden die vertagten Verträge tatsächlich als Umsatz sichtbar und bleibt die Jahresprognose bestehen, könnte das Zweifel an einer strukturellen Nachfrageschwäche dämpfen. Bleiben Abschlüsse erneut aus, dürfte die Frage nach IBMs kurzfristiger Umsetzungskraft trotz der langfristigen Position in Hybrid Cloud und Unternehmenssoftware im Vordergrund stehen.

Fazit & Ausblick

Die Quartalszahlen werden am Mittwoch nach Börsenschluss erwartet. Entscheidend sind die realisierten Software- und Mainframe-Abschlüsse, Red Hats Wachstum sowie Aussagen zum Auftragsbestand und zum Jahresausblick. Anleger sollten insbesondere darauf achten, ob IBM die im zweiten Quartal ausgefallenen Umsätze konkret nachholen konnte; eine Bestätigung der Prognose allein würde die Timing-Frage noch nicht abschließend klären.

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