Monolithic Power Systems Aktie: Rosenblatt stuft auf Kaufen hoch und setzt 1.700 Dollar Kursziel
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Rosenblatt hebt Monolithic Power Systems von Neutral auf Kaufen an und nennt ein Kursziel von 1.700 US-Dollar.
- Im dritten Quartal stieg der Umsatz um 63,1 Prozent auf 1,202 Milliarden US-Dollar; das bereinigte EPS lag bei 8,19 US-Dollar.
- Für das vierte Quartal stellt MPS 1,32 bis 1,38 Milliarden US-Dollar Umsatz in Aussicht – über der genannten Konsensschätzung von 1,22 Milliarden US-Dollar.
- Die Aktie notierte am 30. Oktober bei 1.084 Euro und lag seit Jahresbeginn 37,39 Prozent im Plus.
Marktanalyse & Details
Starkes Quartal und höhere Prognose
Der Halbleiterhersteller erzielte im dritten Quartal 2026 einen Umsatz von 1,202 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Plus von 63,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und übertraf die Schätzung von 1,162 Milliarden US-Dollar. Das bereinigte Ergebnis je Aktie von 8,19 US-Dollar lag ebenfalls über den Erwartungen. Der GAAP-Nettogewinn belief sich auf 271,1 Millionen US-Dollar; das ausgewiesene Non-GAAP-Nettoergebnis lag bei 402,7 Millionen US-Dollar.
Für das vierte Quartal erwartet MPS Erlöse zwischen 1,32 und 1,38 Milliarden US-Dollar. Selbst das untere Ende der Spanne liegt über der vorliegenden Konsensschätzung von 1,22 Milliarden US-Dollar. Besonders dynamisch entwickelte sich im dritten Quartal das Geschäft mit Enterprise Data: Der Umsatz dieses Bereichs stieg um 164,6 Prozent.
Rosenblatt setzt auf mehrere Wachstumstreiber
Rosenblatt erhöhte die Einstufung der Aktie von Neutral auf Kaufen und setzte das Kursziel auf 1.700 US-Dollar. Die Investmentthese stützt sich nicht allein auf den Quartalsbericht: Nach Einschätzung der Analysten kommen zuvor gewonnene Designaufträge aus Enterprise- und Kommunikationsanwendungen nun in die Serienproduktion. Als weitere Treiber nennt Rosenblatt agentische KI, optische Netzwerke, eine breitere Kundenbasis und steigenden Chipanteil je System. Diese Faktoren sollen das Wachstum auch 2027 und 2028 tragen.
Zusätzlich verweist die Analyse auf MPS’ Ausbaupläne: Das Unternehmen will seine jährliche Umsatzkapazität von zunächst 6 Milliarden über 8 Milliarden auf nun 10 Milliarden US-Dollar steigern. Im Oktober genehmigte der Verwaltungsrat außerdem weitere 500 Millionen US-Dollar für Aktienrückkäufe; die gesamte derzeitige Ermächtigung beträgt damit 1 Milliarde US-Dollar.
Analysten-Einordnung: Die Hochstufung verbindet einen bereits deutlichen Ergebnissprung mit der Aussicht auf länger anhaltendes Wachstum und zusätzlicher Produktionskapazität. Dies deutet darauf hin, dass Rosenblatt die aktuelle Dynamik nicht als kurzfristigen KI-Sondereffekt, sondern als breitere Ausweitung des Geschäfts bewertet. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung jedoch nicht, dass das Kursziel erreicht werden muss: Entscheidend bleibt, ob die Designaufträge tatsächlich in den erwarteten Umsätzen ankommen und der Kapazitätsausbau mit der Nachfrage Schritt hält. Die Aktie hatte zum genannten Kurszeitpunkt bereits 37,39 Prozent seit Jahresbeginn zugelegt.
Finanzbereich neu besetzt
MPS ernannte Tony Balow mit sofortiger Wirkung zum Finanzvorstand und Robert Dean zum Leiter des Rechnungswesens. Balow war zuvor Finanz-Vizepräsident bei MPS; Dean hatte seit Februar interimistisch die CFO-Aufgaben wahrgenommen. Die Besetzungen schaffen Kontinuität im Finanzteam, stehen gegenüber den Wachstums- und Prognosedaten aber nicht im Zentrum der aktuellen Anlagegeschichte.
Fazit & Ausblick
Der über den Erwartungen liegende Quartalsbericht und die deutlich höhere Umsatzprognose für Q4 geben der Kaufempfehlung von Rosenblatt eine operative Grundlage. Im weiteren Verlauf kommt es darauf an, ob MPS die Nachfrage in Enterprise-, Kommunikations- und KI-Anwendungen in nachhaltiges Wachstum übersetzen und die geplante Kapazitätserweiterung umsetzen kann. Das Kursziel von 1.700 US-Dollar ist eine Analystenschätzung, keine Zusicherung künftiger Kursentwicklung.
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