Lockheed Martin Aktie: US-Armee vergibt 215-Mio.-Dollar-Auftrag für Javelin-Werfer
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Das Wichtigste in Kürze
- Die US-Armee vergibt einen Produktionsauftrag über 215 Millionen US-Dollar für leichte Javelin-Abschussgeräte.
- Auftragnehmer ist das Gemeinschaftsunternehmen von Lockheed Martin und RTX; der Vertragssumme ist kein alleiniger Umsatz von Lockheed Martin.
- In Kiew sprach Präsident Wolodymyr Selenskyj mit einem Lockheed-Martin-Team über zusätzliche Lieferungen und die Wartung von F-16 in der Ukraine.
- Lockheed Martin erhielt außerdem einen Auftrag über 117,1 Millionen US-Dollar zur Unterstützung von Apache-Hubschrauberradaren.
Marktanalyse & Details
Javelin-Auftrag stärkt laufende Produktion
Der Auftrag der US-Armee betrifft Lightweight Command Launch Units (LWCLU), die nächste Generation der Javelin-Abschussgeräte. Sie soll die bisherigen Steuer- und Starteinheiten ablösen und mit verschiedenen Javelin-Versionen kompatibel sein. Das Gemeinschaftsunternehmen von Lockheed Martin und RTX hatte fünf Monate zuvor die ersten Geräte an die Armee geliefert.
Die 215 Millionen US-Dollar sind der Auftragswert für das Joint Venture und lassen sich aus den vorliegenden Angaben nicht als Umsatzanteil von Lockheed Martin ausweisen. Der Folgeauftrag belegt dennoch eine fortgesetzte Beschaffung durch die US-Armee und bietet dem Gemeinschaftsunternehmen Sichtbarkeit für die Produktion.
Gespräche mit der Ukraine sind noch keine Bestellung
Selenskyj erklärte nach einem Treffen in Kiew, die Parteien hätten über eine Ausweitung der Lieferungen gesprochen. Die Ukraine wolle Abfangraketen für Patriot-Systeme kaufen und F-16-Wartung sowie Reparaturen stärker im Land ermöglichen. Lockheed Martin erhöhe derzeit die Produktion von Abfangraketen. Aus den Angaben geht jedoch weder eine verbindliche Bestellung noch ein konkreter Lieferumfang hervor.
Analysten-Einordnung
Dies deutet darauf hin, dass die Nachfrage aus zwei unterschiedlichen Bereichen kommt: aus planbaren US-Beschaffungen und aus dem dringenden Bedarf der Ukraine. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung ein positives Signal für die Auslastung in relevanten Produktions- und Wartungssparten, aber noch keinen bezifferbaren zusätzlichen Umsatzbeitrag aus den Gesprächen in Kiew. Beim Javelin-Vertrag ist zudem entscheidend, dass der Auftragswert dem Gemeinschaftsunternehmen und nicht vollständig Lockheed Martin zuzurechnen ist.
Separat erhielt Lockheed Martin einen Auftrag über 117,1 Millionen US-Dollar zur Unterstützung von Radarsystemen für Apache-Hubschrauber. Damit kommt zum Produktionsgeschäft ein weiterer Auftrag im Bereich Wartung und Systemunterstützung hinzu.
Fazit & Ausblick
Die neuen Aufträge unterstreichen die Nachfrage nach Lockheed-Martin-Systemen, während die Gespräche mit der Ukraine mögliche zusätzliche Bedarfe erkennen lassen. Für die Aktie dürfte entscheidend sein, ob aus den Gesprächen konkrete Verträge werden und wie sich Auftragsvolumen und Auslieferungen in den anstehenden Quartalszahlen niederschlagen. Ein konkreter Liefertermin oder ein verbindlicher Kaufabschluss für ukrainische Abfangraketen wurde nicht genannt.
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