Lockheed Martin Aktie: Morgan Stanley stuft auf Overweight hoch und hebt Kursziel an

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Das Wichtigste in Kürze

  1. Morgan Stanley stuft Lockheed Martin von Equal Weight auf Overweight hoch.
  2. Das Kursziel steigt von 690 auf 835 US-Dollar.
  3. Ein Zehnjahres-Rahmenabkommen soll die F-35-Produktion bei 156 Flugzeugen pro Jahr absichern.
  4. Lockheed Martin erwartet für 2026 höhere Umsätze und einen höheren Gewinn je Aktie als zuvor.

Marktanalyse & Details

Höhere Einstufung nach F-35-Vereinbarung

Morgan Stanley hat Lockheed Martin auf Overweight von zuvor Equal Weight hochgestuft und das Kursziel von 690 auf 835 US-Dollar angehoben. Die Analystin Kristine Liwag sieht ein günstigeres Verhältnis von Chancen und Risiken. Ausschlaggebend ist aus ihrer Sicht vor allem die Rahmenvereinbarung mit dem US-Verteidigungsministerium zur Fortführung der F-35-Produktion.

Das Abkommen sieht über zehn Jahre mindestens 850 Flugzeuge für die USA vor. Die Fertigungsrate soll bei 156 Maschinen pro Jahr liegen; zudem umfasst der Rahmen Unterstützung und weitere Leistungen. Die endgültigen Vertragsbedingungen, darunter die Preise, müssen noch festgelegt werden. Auch die erforderlichen Mittel und Genehmigungen stehen noch aus.

Wachstum bei Raketen und verbesserte Prognose

Neben dem F-35-Programm verweist Morgan Stanley auf den planmäßigen Ausbau des Raketengeschäfts. Die Sparte Missiles and Fire Control soll dadurch im mittleren Zehn-Prozent-Bereich wachsen und den Aktien zusätzliche Unterstützung geben.

Die jüngsten Quartalszahlen liefern weiteren Kontext für die optimistischere Einschätzung: Im dritten Quartal stieg der Umsatz im Jahresvergleich um 11 Prozent auf 20,71 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn je Aktie lag mit 7,97 US-Dollar über den Markterwartungen von 7,52 US-Dollar. Der Auftragsbestand erreichte 292 Milliarden US-Dollar.

  • Umsatzprognose für 2026: 80 bis 82 Milliarden US-Dollar, zuvor 79,75 bis 81,75 Milliarden.
  • Prognose für den Gewinn je Aktie: 30,35 bis 30,75 US-Dollar, zuvor 29,95 bis 30,65 US-Dollar.
  • Erwarteter Free Cashflow: 7,8 bis 8,0 Milliarden US-Dollar.

Analysten-Einordnung: Die Hochstufung setzt darauf, dass die mehrjährige F-35-Planung Investitionen und Produktionsauslastung verlässlicher macht und zugleich das Risiko kurzfristiger Produktionsunterbrechungen senkt. Dies deutet darauf hin, dass die verbesserte Visibilität für Morgan Stanley wichtiger ist als ein bereits vollständig festgeschriebener Auftragswert: Preise und endgültige Bedingungen sind noch offen. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass der langfristige Nachfrageanker zwar an Stärke gewinnt, die Umsetzung und die noch ausstehenden Freigaben aber zentrale Unsicherheiten bleiben. Auch der geplante Ausbau der Raketenproduktion könnte Wachstum liefern, muss sich jedoch in den kommenden Quartalen im Geschäftsergebnis niederschlagen.

Fazit & Ausblick

Morgan Stanleys neues Kursziel spiegelt die geringere wahrgenommene Unsicherheit rund um die F-35-Produktion sowie zusätzliche Wachstumserwartungen für das Raketengeschäft wider. Entscheidend für die weitere Bewertung sind nun die konkreten Vertragsbedingungen, die ausstehenden Genehmigungen und Lockheeds Fähigkeit, die höhere Jahresprognose zu erreichen. Ein nächster wichtiger Prüfstein sind die kommenden Quartalsberichte und Fortschritte beim mehrjährigen F-35-Rahmen.

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