Lockheed Martin Aktie: Morgan Stanley stuft auf Overweight hoch
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Morgan Stanley hebt Lockheed Martin am 25. Oktober von Equal Weight auf Overweight an und setzt ein Kursziel von 835 US-Dollar.
- Nach starken Q3-Zahlen erhöhte der Rüstungskonzern seine Umsatz-, EPS- und Free-Cashflow-Prognose für 2026.
- Ein Zehnjahres-Rahmenabkommen sieht mindestens 850 F-35 für die US-Streitkräfte vor; endgültige Konditionen stehen noch aus.
- Der Rekord-Auftragsbestand von 292 Milliarden US-Dollar schafft Sichtbarkeit, erhöht aber zugleich die Anforderungen an Produktion und Umsetzung.
Marktanalyse & Details
Morgan Stanley wird optimistischer
Morgan Stanley hat die Aktie von Lockheed Martin auf Overweight von zuvor Equal Weight hochgestuft. Das Kursziel liegt bei 835 US-Dollar. Eine konkrete Begründung für die Ratingänderung ist in den vorliegenden Angaben nicht genannt. Die Neubewertung folgt jedoch auf ein starkes drittes Quartal, angehobene Jahresziele und neue mehrjährige Perspektiven für das F-35-Programm.
Analysten-Einordnung: Die Hochstufung signalisiert eine verbesserte Einschätzung des Chancen-Risiko-Verhältnisses durch Morgan Stanley, ist aber keine Garantie für weitere Kursgewinne. Für Anleger ist entscheidend, ob Lockheed die hohe Nachfrage in zusätzliche Auslieferungen und verlässlichere Erträge umsetzen kann. Dabei bleiben offene Vertragsbedingungen und die praktische Ausweitung der Fertigung wichtige Unsicherheiten.
Starkes Quartal und höhere Jahresprognose
Im dritten Quartal stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 11,3 Prozent auf 20,71 Milliarden US-Dollar. Das Ergebnis je Aktie erreichte 7,97 US-Dollar und übertraf damit die Markterwartung von 7,52 US-Dollar. Der Nettogewinn legte um 14,2 Prozent auf 1,831 Milliarden US-Dollar zu.
Lockheed Martin erhöhte daraufhin seine Prognose für das Geschäftsjahr 2026:
- Umsatz: 80 bis 82 Milliarden US-Dollar, zuvor 79,75 bis 81,75 Milliarden US-Dollar
- Ergebnis je Aktie: 30,35 bis 30,75 US-Dollar, zuvor 29,95 bis 30,65 US-Dollar
- Free Cashflow: 7,8 bis 8,0 Milliarden US-Dollar, zuvor 7,0 bis 7,2 Milliarden US-Dollar
Der Auftragsbestand erreichte mit 292 Milliarden US-Dollar einen Rekordwert. Darin enthalten sind unter anderem 52,5 Milliarden US-Dollar im Zusammenhang mit einem mehrjährigen Auftrag für PAC-3-Abfangraketen.
F-35-Rahmenvertrag schafft Planungsspielraum
Das zehnjährige Rahmenabkommen mit dem US-Verteidigungsministerium umfasst mindestens 850 F-35 für die US-Streitkräfte sowie Ersatzteile, Modifikationen und Unterstützungsleistungen. Als Produktionsrate sind weiterhin 156 Flugzeuge pro Jahr vorgesehen. Preise und weitere Vertragsbedingungen sollen noch festgelegt werden; zudem hängt das Paket von der Zustimmung des US-Kongresses und den erforderlichen Haushaltsmitteln ab. Lockheed Martin will nach den vorliegenden Angaben zunächst mindestens 7 Milliarden US-Dollar in das Vorhaben investieren.
Ein zusätzlicher Auftrag der US-Marine über 114,63 Millionen US-Dollar betrifft die Überarbeitung und Erprobung zweier Navigationssysteme der F-35. Der Auftrag soll veraltete elektronische Bauteile ersetzen und Produktionsunterbrechungen vorbeugen; die Arbeiten sind voraussichtlich bis Januar 2030 abzuschließen. Das unterstreicht, dass neben neuen Flugzeugen auch die Sicherung bestehender Produktions- und Wartungskapazitäten zählt.
Fazit & Ausblick
Die Hochstufung durch Morgan Stanley trifft auf operative Rückenwinde: Lockheed Martin wächst, hebt seine Prognose an und verfügt über einen außergewöhnlich großen Auftragsbestand. Der nächste Prüfstein ist die Ausgestaltung des F-35-Rahmenvertrags – insbesondere Preise, Finanzierung und parlamentarische Zustimmung. Für die weitere Einschätzung der Aktie wird außerdem wichtig sein, ob das Unternehmen die geplante Produktionsrate erreicht und die erhöhten Cashflow-Ziele einhält.
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