Lockheed Martin Aktie: F-35-Großauftrag und angehobene Prognose treiben Kurs
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Lockheed Martin steigerte den Umsatz im dritten Quartal um 11,3 Prozent auf 20,71 Milliarden US-Dollar und übertraf die EPS-Erwartung.
- Der Konzern hebt seine Umsatz-, Gewinn- und Free-Cashflow-Prognose für 2026 an.
- Ein zehnjähriger Rahmenvertrag sieht mindestens 850 F-35 für die US-Streitkräfte sowie Ersatzteile und Unterstützung vor.
- Der Auftragsbestand erreichte den Rekordwert von 292 Milliarden US-Dollar; die endgültigen Vertragsbedingungen stehen noch aus.
Marktanalyse & Details
Quartalszahlen über den Erwartungen
Lockheed Martin setzte im dritten Quartal 20,71 Milliarden US-Dollar um, 11,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn je Aktie lag mit 7,97 US-Dollar über der Markterwartung von 7,52 US-Dollar. Der Nettogewinn stieg um 14,2 Prozent auf 1,831 Milliarden US-Dollar. Der operative Cashflow betrug 3,4 Milliarden US-Dollar, der Free Cashflow 3,0 Milliarden US-Dollar.
Prognose und Auftragsbestand steigen
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet der Rüstungskonzern nun einen Umsatz von 80 bis 82 Milliarden US-Dollar. Zuvor hatte die Spanne bei 79,75 bis 81,75 Milliarden gelegen. Die neue EPS-Prognose von 30,35 bis 30,75 US-Dollar liegt ebenfalls über der bisherigen Erwartung von 29,95 bis 30,65 US-Dollar. Beim Free Cashflow rechnet Lockheed jetzt mit 7,8 bis 8,0 Milliarden US-Dollar statt zuvor 7,0 bis 7,2 Milliarden.
Der Auftragsbestand wuchs auf den Rekordwert von 292 Milliarden US-Dollar. Darin enthalten sind nach Unternehmensangaben auch 52,5 Milliarden US-Dollar im Zusammenhang mit einem mehrjährigen Auftrag für PAC-3-Abfangraketen.
F-35-Rahmenvertrag schafft Planungsspielraum
Der zehnjährige Rahmenvertrag mit dem US-Verteidigungsministerium umfasst mindestens 850 F-35 für die US-Streitkräfte sowie Ersatzteile und Spezialausrüstung. Weitere Vertragsbestandteile betreffen Wartung und Unterstützung. Lockheed Martin will zunächst mindestens 7 Milliarden US-Dollar in das Vorhaben investieren, um die Produktionskapazität auszubauen. Preise und weitere Bedingungen sollen in den kommenden Monaten festgelegt werden; zudem steht die Zustimmung des US-Kongresses noch aus.
Analysten-Einordnung: Die Kombination aus besser als erwarteten Quartalszahlen, angehobenen Jahreszielen und einem großen mehrjährigen Rahmenvertrag stärkt die Umsatz- und Produktionsplanung. Das deutet auf eine hohe Nachfrage und bessere Visibilität hin, bedeutet aber noch keine vollständig gesicherten Erlöse: Preise und endgültige Vertragsbedingungen sind offen, und die Kongresszustimmung steht aus. Die angekündigte Eigeninvestition von mindestens 7 Milliarden US-Dollar unterstreicht zugleich, dass der Ausbau zunächst Kapital bindet. Für Anleger ist daher neben dem Auftragsvolumen auch entscheidend, wie effizient Lockheed die höhere Produktion umsetzt.
Die Aktie notierte am 22. Oktober an der Lang & Schwarz Exchange bei 523,20 Euro und lag 7,1 Prozent im Plus. Der Kurssprung spiegelt die positive Überraschung bei den Zahlen und die zusätzliche Planungssicherheit durch den F-35-Rahmenvertrag wider.
Fazit & Ausblick
Lockheed Martin geht mit höheren Jahreszielen und einem Rekord-Auftragsbestand in die nächsten Monate. Im Fokus stehen nun die konkreten Preis- und Vertragsbedingungen für die F-35 sowie die Zustimmung des US-Kongresses. Erst mit diesen Schritten wird klarer, wie schnell der Rahmenvertrag in verbindliche Aufträge und zusätzliche Umsätze mündet.
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