BASF Aktie: Evonik prüft Ashland-Kauf – BASF-Interesse wird komplizierter
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Evonik prüft laut einem Medienbericht seit Monaten eine mögliche Übernahme des US-Chemiekonzerns Ashland.
- Ein Ashland-Kauf könnte den von BASF bekundeten Übernahmevorstoß bei Evonik deutlich erschweren.
- Evonik äußerte sich nicht zu den Marktgerüchten; die Prüfung soll bereits vor BASFs Interesse begonnen haben.
- Die Evonik-Aktie fiel am Donnerstag um gut 2,5 Prozent auf 20,36 Euro.
Marktanalyse & Details
Möglicher US-Deal trifft auf BASF-Vorstoß
Evonik ist nach einem Bericht nicht nur potenzielles Übernahmeziel, sondern prüft selbst einen größeren Zukauf in den USA. Im Fokus steht Ashland. Das US-Unternehmen stehe bereits länger zum Verkauf; sein deutlich gestiegener Aktienkurs gelte inzwischen als wesentliches Risiko für einen möglichen Deal.
Für BASF ist die Entwicklung relevant, weil der Konzern Ende September sein Interesse an Evonik öffentlich gemacht hatte. Ein erster Vorstoß soll bei 22,15 Euro je Evonik-Aktie gelegen haben. Ein höheres Angebot könnte infrage kommen, soll aber erst nach einer Prüfung der Unternehmensbücher erwogen werden. Evonik kommentierte die Übernahmegerüchte nicht. Die Prüfung von Ashland habe dem Bericht zufolge schon vor BASFs Interesse begonnen und sei keine Abwehrmaßnahme.
Analysten-Einordnung
Dies deutet darauf hin, dass ein möglicher Ashland-Zukauf die Verhandlungen nicht automatisch beendet, aber die Ausgangslage verändert: BASF müsste bei einer Übernahme von Evonik auch die Finanzierung, den Kapitalbedarf und die strategische Vereinbarkeit eines bereits angebahnten US-Deals bewerten. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung vor allem mehr Unsicherheit über Umfang und Bedingungen eines möglichen BASF-Angebots. Solange weder ein Ashland-Abschluss noch ein verbindliches BASF-Angebot vorliegt, bleibt die zusätzliche Transaktion ein Risiko- und kein gesicherter Werttreiber.
An der Börse verlor die Evonik-Aktie am Donnerstag gut 2,5 Prozent und notierte bei 20,36 Euro. Das passt zu einer nachlassenden Übernahmefantasie, belegt für sich genommen aber nicht, wie BASF auf die neue Lage reagieren wird.
Fazit & Ausblick
Entscheidend sind nun der Fortgang der Ashland-Prüfung und mögliche nächste Schritte von BASF nach einer Einsicht in Evoniks Bücher. Bis konkrete Angebote oder eine Vereinbarung vorliegen, bleibt offen, ob der US-Zukauf zustande kommt und wie stark er die BASF-Transaktion beeinflusst.
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