Lockheed Martin Aktie: Bernstein und DZ Bank heben Kursziele an

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Das Wichtigste in Kürze

  1. Bernstein erhöht das Kursziel für Lockheed Martin am 28. Oktober von 564 auf 633 US-Dollar und bestätigt „Market-Perform“.
  2. Die DZ Bank hebt ihren fairen Wert von 664 auf 726 US-Dollar an und bekräftigt die Kaufempfehlung.
  3. Die Anpassungen folgen auf starke Quartalszahlen, höhere Jahresziele und einen langfristigen F-35-Rahmenvertrag.
  4. Die Aktie notierte am 28. Oktober mittags bei 554 Euro, 1,49 Prozent unter dem Vortagesschluss.

Marktanalyse & Details

Analysten sehen weiteres Potenzial – mit unterschiedlichen Einschätzungen

Die beiden neuen Bewertungen zeichnen ein positives, aber nicht einheitliches Bild für Lockheed Martin. Bernstein setzte das Kursziel auf 633 US-Dollar herauf, blieb jedoch bei „Market-Perform“. Die DZ Bank erhöhte ihren fairen Wert auf 726 US-Dollar und hält an „Kaufen“ fest. Die Zielanhebungen kommen nach der deutlichen Neubewertung der Aktie infolge der jüngsten Unternehmensmeldungen.

Bereits am 26. Oktober hatte Morgan Stanley die Einstufung auf „Overweight“ angehoben und das Kursziel von 690 auf 835 US-Dollar erhöht. Als Gründe nannte das Institut die größere Planungssicherheit für die F-35-Produktion sowie erwartetes Wachstum im Raketengeschäft. Die Spanne zwischen den aktuellen Einschätzungen zeigt, dass Analysten zwar Rückenwind sehen, das Ausmaß des möglichen Aufwärtspotenzials aber unterschiedlich beurteilen.

Analysten-Einordnung: Die höheren Ziele stützen die positive Einschätzung der Geschäftsperspektiven, sind aber keine Garantie für Kursgewinne. Dass Bernstein trotz des angehobenen Ziels bei „Market-Perform“ bleibt, signalisiert eine abwägende Haltung zur Bewertung. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung: Entscheidend wird sein, ob Lockheed die zusätzlichen Produktionsmengen profitabel umsetzen und die hohen Erwartungen an Umsatz und Cashflow erfüllen kann.

F-35-Vertrag und angehobene Prognose bilden den Hintergrund

Ein zentraler Treiber der jüngsten Analystenkommentare ist die Vereinbarung mit dem US-Verteidigungsministerium über mindestens 850 F-35-Kampfjets in einem Rahmenvertrag über zehn Jahre. Lockheed plant, die Fertigung bei 156 Flugzeugen pro Jahr zu halten. Preise und weitere Bedingungen sollen noch festgelegt werden; zudem ist die Zustimmung des US-Kongresses erforderlich. Das Unternehmen will zunächst mindestens 7 Milliarden US-Dollar in das Vorhaben investieren.

Auch die Geschäftszahlen für das dritte Quartal fielen stärker aus: Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 11 Prozent auf 20,7 Milliarden US-Dollar, der Nettogewinn um 14 Prozent auf 1,8 Milliarden US-Dollar. Für 2026 erwartet Lockheed nun Erlöse von 80 bis 82 Milliarden US-Dollar und einen Gewinn je Aktie von 30,35 bis 30,75 US-Dollar. Der Konzern hob außerdem seine Free-Cashflow-Prognose auf 7,8 bis 8,0 Milliarden US-Dollar an.

Zusätzlicher Auftrag für Hyperschallwaffe

Am 27. Oktober meldete Lockheed einen Produktionsauftrag der US-Luftwaffe über 694 Millionen US-Dollar für die luftgestützte Hyperschallwaffe ARRW. Das System soll in den B-52-Bomber integriert werden. Der Auftrag ergänzt die Perspektive im Raketengeschäft, beseitigt aber nicht die Ausführungsrisiken bei neuen oder hochgefahrenen Produktionsprogrammen.

Die Lockheed-Martin-Aktie lag am 28. Oktober um 12:53 Uhr bei 554 Euro und gab an diesem Tag 1,49 Prozent nach. Seit Jahresbeginn betrug das Plus dennoch 33,61 Prozent. Der Tagesrückgang trotz der neuen Kurszielanhebungen zeigt, dass Analystenurteile nicht automatisch kurzfristige Kursbewegungen auslösen.

Fazit & Ausblick

Die angehobenen Analystenziele spiegeln vor allem die besseren Aussichten durch den F-35-Rahmenvertrag, die höhere Jahresprognose und die Nachfrage nach Raketensystemen wider. Als nächste Prüfsteine gelten die weitere Konkretisierung der F-35-Vertragsbedingungen, die politische Zustimmung und die Umsetzung der Produktionspläne. Für die Bewertung bleibt maßgeblich, ob Lockheed Wachstum und Cashflow wie angekündigt liefern kann.

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