KERING Aktie: LBBW und Berenberg senken Kursziele

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Das Wichtigste in Kürze

  1. LBBW senkt am 26. Oktober das Kering-Kursziel von 260 auf 240 Euro und bekräftigt die Kaufempfehlung.
  2. Berenberg reduziert das Kursziel von 175 auf 165 Euro und nennt weiterhin die Einstufung Sell.
  3. Kering meldete für das dritte Quartal 3,35 Milliarden Euro Umsatz; Gucci verzeichnete vergleichbar einen Rückgang von 6 Prozent.
  4. Die Aktie notierte am 26. Oktober um 12:33 Uhr bei 179,70 Euro und lag seit Jahresbeginn 40,36 Prozent im Minus.

Marktanalyse & Details

Unterschiedliche Einschätzungen zum Kurspotenzial

Die beiden neuen Kursziele unterstreichen die Uneinigkeit über Kerdings Erholungsperspektiven. LBBW senkte ihr Ziel um 20 Euro auf 240 Euro, hält aber an Kaufen fest. Berenberg nahm sein Ziel um 10 Euro auf 165 Euro zurück und führt die Aktie mit Sell. Bei einem Kurs von 179,70 Euro liegt das LBBW-Ziel über dem aktuellen Niveau, während das Berenberg-Ziel darunter liegt. Kursziele sind Einschätzungen und keine garantierten künftigen Kurse.

Gucci bleibt der zentrale Prüfstein

Die jüngsten Geschäftszahlen liefern den Hintergrund für die vorsichtige Neubewertung: Kering erzielte im dritten Quartal 3,35 Milliarden Euro Umsatz. Auf vergleichbarer Basis sank der Umsatz um 1 Prozent. Gucci, die wichtigste Marke des Konzerns, kam auf 1,291 Milliarden Euro und lag vergleichbar 6 Prozent unter dem Vorjahreswert. Zuwächse bei Schmuck und Brillen – jeweils auf vergleichbarer Basis 11 beziehungsweise 4 Prozent – konnten die Schwäche der Kernmarke nicht aufwiegen.

Für die ersten neun Monate meldete Kering 10,565 Milliarden Euro Umsatz, ein Rückgang von 2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das Unternehmen bestätigte zugleich sein Ziel, die wiederkehrende operative Marge im Gesamtjahr 2026 zu verbessern.

Analysten-Einordnung: Die gesenkten Kursziele zeigen, dass die schwache Entwicklung bei Gucci die Erwartungen an eine schnelle Erholung belastet. Dass LBBW trotz der Kürzung an Kaufen festhält, signalisiert eine vergleichsweise optimistische Sicht auf das längerfristige Potenzial; Berenbergs Sell-Einstufung spiegelt dagegen ein deutlich höheres Risiko weiterer Enttäuschungen wider. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass die Umsetzung der Margenverbesserung und eine Stabilisierung von Gucci wichtiger sind als die bloße Bestätigung des Jahresziels. Die seit Jahresbeginn deutliche Kursschwäche verdeutlicht zudem, wie hoch die Erwartungen an glaubwürdige Fortschritte inzwischen sind.

Fazit & Ausblick

Im Fokus stehen nun die kommenden Geschäftsberichte und konkrete Hinweise darauf, ob sich die Nachfrage bei Gucci stabilisiert und die angekündigten Einsparungen die operative Marge stützen. Bis dahin dürften die unterschiedlichen Analystenziele die gegensätzlichen Erwartungen an Kerdings Erholung widerspiegeln.

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