IBM Aktie: Goldman erwartet leicht übertroffene Quartalsschätzungen

IBM Aktie: Goldman erwartet leicht übertroffene Quartalsschätzungen AI Generated

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Das Wichtigste in Kürze

  1. Goldman Sachs rechnet bei IBM im dritten Quartal mit Ergebnissen leicht über den Wall-Street-Schätzungen.
  2. Die Bank erwartet, dass IBM seine gesenkte Umsatzprognose für 2026 von 4 bis 5 Prozent Wachstum bei konstanten Wechselkursen bestätigt.
  3. Software und Consulting gelten als mögliche Wachstumstreiber; bei mehreren Mainframe-Aufträgen sollen Verzögerungen aus dem Vorquartal aufgeholt sein.
  4. Goldman belässt die Kaufempfehlung und das Zwölf-Monats-Kursziel bei 270 US-Dollar.

Marktanalyse & Details

Erwartungen an das dritte Quartal

Vor der anstehenden Quartalsbilanz setzt Goldman Sachs auf eine leichte Überraschung nach oben. Die Bank geht davon aus, dass die meisten Mainframe-Aufträge, die im zweiten Quartal verschoben worden waren, inzwischen abgeschlossen wurden. Zugleich könnte eine bessere Entwicklung im Softwaregeschäft das Ergebnis stützen.

Für das Gesamtjahr erwartet Goldman weiterhin IBM zufolge ein Umsatzwachstum von 4 bis 5 Prozent bei konstanten Wechselkursen. Die eigene Schätzung der Bank liegt bei 70,46 Milliarden US-Dollar Umsatz und damit knapp über der Markterwartung von 70,30 Milliarden US-Dollar. Beim freien Cashflow kalkuliert Goldman mit 16 Milliarden US-Dollar, verglichen mit einer Konsensschätzung von 15,9 Milliarden US-Dollar.

Software, Consulting und KI im Fokus

Besondere Aufmerksamkeit dürfte dem Softwaregeschäft gelten: Im Vorquartal hatte Transaction Processing enttäuscht, während Anleger zugleich die Integration von Confluent und die erwartete zweistellige Wachstumsrate bei Red Hat beobachten. Goldman hält eine Wiederholung der zuvor gesenkten Software-Wachstumsprognose von 6 bis 8 Prozent für möglich.

Im Consulting wird entscheidend sein, ob sich frühere Auftragseingänge tatsächlich in Umsatz verwandeln und eine Erholung im zweiten Halbjahr anhalten kann. Auch Aussagen zu KI-Aufträgen und wiederkehrenden Erlösen könnten Hinweise darauf geben, ob sich IBM-Investitionen, darunter Watsonx, zunehmend kommerziell auszahlen.

Analysten-Einordnung: Die leicht über den Konsens reichenden Schätzungen signalisieren zunächst eher eine Stabilisierung als einen deutlichen Wachstumssprung. Dies deutet darauf hin, dass die kurzfristige Einschätzung der Aktie stark davon abhängt, ob IBM die verschobenen Großaufträge verbucht und die Dynamik in Software und Consulting belegen kann. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung: Eine bestätigte Jahresprognose wäre ein Stabilitätssignal, aber noch kein Beleg für eine kräftige Beschleunigung. Goldman sieht zudem Risiken durch eine konjunkturelle Abkühlung im Softwaregeschäft, schwächeres Consulting, langsamere KI-Aufträge und verwässernde Übernahmen.

Kursziel und Gewinnannahmen

Goldman hält an der Kaufempfehlung und dem Kursziel von 270 US-Dollar fest. Die Bewertung basiert auf dem 20-Fachen der geschätzten Gewinne je Aktie für die kommenden zwölf Monate. Die Bank veranschlagt für IBM ein Ergebnis je Aktie von 12,40 US-Dollar für 2026 und 13,35 US-Dollar für 2027.

Fazit & Ausblick

Mit der Quartalsbilanz wird sich zeigen, ob die abgearbeiteten Mainframe-Aufträge und bessere Software-Ergebnisse die Erwartungen tatsächlich übertreffen. Ebenso wichtig sind die Entwicklung der Consulting-Aufträge und konkrete Signale zur Monetarisierung von KI. Goldman rechnet damit, dass IBM die gesenkte Prognose für 2026 bestätigt; eine Anhebung erwartet die Bank nicht.

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