IBM Aktie: DZ Bank hebt fairen Wert auf 280 US-Dollar und rät zum Kauf
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Die DZ Bank erhöht ihren fairen Wert für IBM von 255 auf 280 US-Dollar und bestätigt die Kaufempfehlung.
- Im dritten Quartal stieg der Umsatz auf 17,1 Milliarden US-Dollar; das bereinigte Ergebnis je Aktie erreichte 2,95 US-Dollar.
- IBM hob die Prognose für den freien Cashflow auf mehr als eine Milliarde US-Dollar an, hielt das Umsatzziel aber unverändert.
- Die Aktie notierte am 23. Oktober bei 223,30 Euro und lag seit Jahresbeginn 14,05 Prozent im Minus.
Marktanalyse & Details
DZ Bank sieht höheren fairen Wert
Die DZ Bank setzt den fairen Wert der IBM-Aktie auf 280 US-Dollar nach zuvor 255 US-Dollar und hält an ihrer Kaufempfehlung fest. Auch andere Häuser erhöhten nach den Quartalszahlen ihre Kursziele: Evercore ISI nannte 275 US-Dollar, Barclays 277 US-Dollar und JPMorgan 269 US-Dollar. Die Einschätzungen sind Analystenziele, keine Zusicherung einer entsprechenden Kursentwicklung.
Starkes Quartal, aber verhaltene Börsenreaktion
IBM erzielte im dritten Quartal 17,1 Milliarden US-Dollar Umsatz, ein Plus von rund fünf Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag mit 2,95 US-Dollar über der Markterwartung von 2,86 US-Dollar. Besonders die Software-Sparte entwickelte sich kräftig: Ihr Umsatz wuchs um acht Prozent auf 7,8 Milliarden US-Dollar. Auch das Infrastrukturgeschäft legte zu.
Der Konzern erwartet für das Gesamtjahr weiterhin ein Umsatzwachstum von vier bis fünf Prozent. Zugleich erhöhte IBM die Prognose für den freien Cashflow von rund einer Milliarde auf mehr als eine Milliarde US-Dollar. Trotz der besseren Zahlen geriet die Aktie am 22. Oktober unter Druck. Anleger blickten weiterhin auf den vorherigen Quartalsbericht, bei dem Umsatz und Gewinn die Erwartungen verfehlt hatten; dabei hatte eine schwächere Entwicklung des z17-Mainframe-Geschäfts eine Rolle gespielt.
Am 23. Oktober lag der Kurs an der Lang-&-Schwarz-Börse bei 223,30 Euro, die Tagesveränderung betrug minus 0,04 Prozent. Seit Jahresbeginn stand ein Minus von 14,05 Prozent zu Buche. Damit spiegelt die schwache Jahresbilanz die anhaltende Skepsis wider, obwohl die jüngsten Zahlen und der Cashflow-Ausblick besser ausfielen.
Analysten-Einordnung: Die Anhebung der DZ Bank deutet darauf hin, dass die starke Softwareentwicklung und die Erholung verschobener Großaufträge das Vertrauen in die operative Dynamik stützen. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung jedoch nicht, dass die Risiken aus dem schwächeren Vorquartal bereits ausgeräumt sind. Entscheidend wird sein, ob IBM das Wachstum in den kommenden Quartalen bestätigt und die verbesserte Cashflow-Prognose erreicht.
Fazit & Ausblick
Die angehobenen Kursziele setzen auf eine Fortsetzung der Erholung, während der Markt zunächst eine nachhaltige Bestätigung der Geschäftsentwicklung abwarten dürfte. IBM hält an seiner Umsatzprognose für das Gesamtjahr fest; der höhere freie-Cashflow-Ausblick ist ein zusätzlicher positiver Punkt. Für die weitere Einordnung sind die nächsten Quartalszahlen und die Entwicklung im Software- und Infrastrukturgeschäft maßgeblich.
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