Halliburton Aktie: Quartalsgewinn steigt, Ausblick signalisiert mehr Wachstum
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Halliburton erzielte im dritten Quartal 2026 einen Nettogewinn von 417 Millionen US-Dollar und einen bereinigten Gewinn je Aktie von 0,60 US-Dollar.
- Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 1,8 Prozent auf 5,7 Milliarden US-Dollar und übertraf die Markterwartung.
- Für 2027 stellt das Management ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich und eine operative Marge von rund 15 Prozent in Aussicht.
- Der Kurs lag am 20. Oktober um 13:55 Uhr bei 30,52 Euro und damit 3,95 Prozent im Plus.
Marktanalyse & Details
Gewinn und Umsatz über den Erwartungen
Halliburton steigerte den Nettogewinn im dritten Quartal auf 417 Millionen US-Dollar oder 0,50 US-Dollar je Aktie. Im Vorjahreszeitraum hatte der Ölfeldausrüster 18 Millionen US-Dollar beziehungsweise 0,02 US-Dollar je Aktie verdient. Bereinigt um Sonderposten lag der Gewinn je Aktie bei 0,60 US-Dollar – zwei Cent über der Analystenschätzung von 0,58 US-Dollar.
Der Umsatz erhöhte sich um 1,8 Prozent auf 5,7 Milliarden US-Dollar. Auch damit lag Halliburton über der Markterwartung von 5,58 Milliarden US-Dollar. Das Ergebnis zeigt eine Verbesserung gegenüber dem schwachen Vorjahresquartal, bleibt aber von unterschiedlichen Entwicklungen in den Geschäftsbereichen geprägt.
Geschäftsbereiche entwickeln sich unterschiedlich
Im Segment Drilling and Evaluation kletterten die Erlöse um 10 Prozent auf 2,61 Milliarden US-Dollar. Halliburton verwies auf eine stärkere Aktivität in mehreren Produkt- und Servicelinien im Nahen Osten und in Lateinamerika. Dagegen sank der Umsatz im Bereich Completion and Production um 4,2 Prozent auf 3,09 Milliarden US-Dollar. Das Wachstum im Bohr- und Evaluierungsgeschäft glich den Rückgang dort mehr als aus.
- Operative Marge: 10,9 Prozent; bereinigte operative Marge: 12,8 Prozent.
- Operativer Cashflow: 368 Millionen US-Dollar; Free Cashflow: 156 Millionen US-Dollar.
- Halliburton kaufte im Quartal eigene Aktien im Wert von rund 250 Millionen US-Dollar zurück.
Analysten-Einordnung und Nachfrageperspektive
Die Zahlen sprechen für eine Erholung, deren Qualität sich erst in den kommenden Quartalen bestätigen muss: Das Umsatzplus und der bereinigte Gewinn über den Erwartungen sind ermutigend, doch der Rückgang im Produktionsgeschäft zeigt, dass die Dynamik nicht alle Bereiche erfasst. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass neben der Nachfrage vor allem die Umsetzung der angekündigten Margenverbesserung entscheidend bleibt.
Managementchef Jeff Miller erwartet mehrjährige Nachfrage nach Ölfeldservices, weil Energieanlagen und Infrastruktur im Nahen Osten nach den Kriegsschäden wiederhergestellt und Vorräte aufgebaut werden müssen. Das ist ein möglicher struktureller Rückenwind, hängt aber von Umfang und Tempo der Wiederaufbauarbeiten sowie der tatsächlichen Projektvergabe ab. Die geopolitische Lage allein garantiert daher keine entsprechende Umsatzentwicklung.
Fazit & Ausblick
Für 2027 rechnet Halliburton nach einer frühen Einschätzung mit einem Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich und einer operativen Marge von etwa 15 Prozent. Die Prognose setzt einen stabilen nordamerikanischen Markt voraus und benötigt laut Unternehmen keine Erholung des dortigen Hydraulic-Fracturing-Geschäfts. Damit liegt der Schwerpunkt für Anleger auf der Nachfrage im internationalen Geschäft und darauf, ob Halliburton die angekündigte Margenverbesserung erreicht. Ein Termin für die nächsten Quartalszahlen ist in den vorliegenden Angaben nicht genannt.
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