Alibaba Group ADR Aktie: Nvidia-Aufträge über 35 Milliarden Dollar treffen auf Lieferengpässe

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Goldesel Kompakt

Das Wichtigste in Kürze

  1. Alibaba, ByteDance und Tencent sollen gemeinsam mehr als drei Millionen Nvidia-RTX-PRO-5500-Grafikkarten bestellt haben.
  2. Der Gesamtwert der Bestellungen wird zum Listenpreis auf mehr als 35 Milliarden US-Dollar beziffert.
  3. Nvidia könnte die Nachfrage aus China wegen begrenzter Produktionskapazitäten nur teilweise bedienen.
  4. Die Grafikkarten sind für professionelle Workstations vorgesehen und gelten als Alternative zu stärker beschränkten KI-Chips.

Marktanalyse & Details

Großbestellung trifft auf begrenzte Produktion

Insiderangaben zufolge haben Alibaba, ByteDance und Tencent zusammen über drei Millionen RTX-PRO-5500-Karten von Nvidia geordert. Bei einem Stückpreis von rund 11.400 US-Dollar entspricht das einem Bestellwert von mehr als 35 Milliarden US-Dollar zum Listenpreis. Der Betrag bezieht sich auf die gemeinsame Order der drei Technologiekonzerne, nicht allein auf Alibaba.

Die Nachfrage chinesischer Unternehmen soll insgesamt sechs Millionen Karten übersteigen. Dem steht eine von Nvidia geplante weltweite Produktion von drei Millionen Exemplaren im Jahr 2027 gegenüber. Einem Bericht zufolge könnte Nvidia einzelnen Kunden und Partnern zunächst nur fünf bis zehn Prozent der angeforderten Mengen zuteilen. Die Unternehmen und Nvidia äußerten sich zunächst nicht dazu.

Ausweichoption für KI-Infrastruktur

Die RTX PRO 5500 ist für professionelle Workstations und nicht für große KI-Rechenzentren konzipiert. Die Order deutet dennoch auf einen breiteren Bedarf an Rechenleistung hin: Chinesische Tech-Konzerne suchen angesichts der US-Handelsbeschränkungen nach verfügbaren, exportkonformen Lösungen für ihre KI- und Softwareentwicklung.

Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass nicht nur spezialisierte Rechenzentrumsbeschleuniger, sondern auch leistungsfähige Workstation-Karten zu einem Engpass werden könnten. Für Alibaba bedeutet die gemeldete Bestellung zugleich einen möglichen Ausbau seiner technischen Kapazitäten, aber keine gesicherte Lieferung: Bei einer derart hohen Nachfrage hängt der praktische Nutzen davon ab, wie viele Karten tatsächlich zugeteilt werden. Da die Angaben auf anonymen Insiderinformationen beruhen und nicht bestätigt wurden, ist auch der genaue Umfang der Alibaba-Bestellung offen.

Die Alibaba-ADR notierte am 20. Oktober um 13:49 Uhr bei 95,20 Euro und lag 1,14 Prozent im Minus. Aus dieser Tagesbewegung lässt sich allein kein eindeutiger Zusammenhang mit den Liefermeldungen ableiten.

Fazit & Ausblick

Für Alibaba sind vor allem die tatsächliche Zuteilung und der Zeitplan der Lieferungen entscheidend. Anleger sollten zudem beobachten, wie sich die Exportregeln für China entwickeln. Ein konkreter Liefertermin oder eine bestätigte Aufteilung der Bestellung auf die drei Unternehmen liegt bislang nicht vor.

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