GSK Aktie: DZ Bank senkt Kursziel nach Impfstoffschwäche auf 19 Pfund
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Die DZ BANK senkt ihr Kursziel für GSK am 30. Oktober von 20 auf 19 Pfund und bestätigt „Halten“.
- Auch Barclays, Jefferies, RBC und LBBW haben ihre Kursziele beziehungsweise Empfehlungen zuletzt reduziert.
- Im dritten Quartal wuchs GSK währungsbereinigt um fünf Prozent auf 8,9 Milliarden Pfund, belastet wurde die Aktie jedoch durch schwache Impfstoffverkäufe.
- Konzernchef Luke Miels hält an den Jahreszielen fest; GSK plant, 2026 insgesamt 22 Studien in die späte Entwicklungsphase zu bringen.
Marktanalyse & Details
Mehrere Analysten werden vorsichtiger
Die DZ BANK reduzierte ihr Kursziel für GSK von 20 auf 19 Pfund und bekräftigte die Einstufung „Halten“. In einer weiteren Mitteilung wurde das faire Wertziel mit 1.900 statt zuvor 2.000 Pence angegeben. Damit reiht sich die Anpassung in eine Serie jüngster Neubewertungen ein.
- Barclays senkte das Kursziel auf 1.750 von 1.800 Pence und blieb bei „Underweight“.
- Jefferies stufte GSK von „Buy“ auf „Hold“ herab und reduzierte das Kursziel auf 2.100 von 2.500 Pence.
- RBC senkte das Ziel auf 1.925 von 1.975 Pence und bestätigte „Sector Perform“.
- LBBW reduzierte das Kursziel auf 2.000 von 2.100 Pence und beließ die Einstufung bei „Halten“.
Analysten-Einordnung: Die Häufung von Kurszielsenkungen deutet darauf hin, dass Analysten die kurzfristigen Risiken im Impfstoffgeschäft stärker gewichten als das Wachstum in anderen Therapiebereichen. Die unterschiedlichen Einstufungen zeigen zugleich, dass die Einschätzungen zur Bewertung und zum weiteren Potenzial auseinandergehen. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung: Die jüngsten Anpassungen sind ein Signal erhöhter Vorsicht, aber kein einheitliches Urteil über die langfristigen Aussichten von GSK.
Starkes Wachstum, aber Schwäche bei Impfstoffen
Im dritten Quartal stieg der Umsatz im Jahresvergleich um vier Prozent auf knapp 8,9 Milliarden Pfund; währungsbereinigt betrug das Wachstum fünf Prozent. Gute Geschäfte mit Medikamenten gegen Krebs, HIV und Immunerkrankungen trugen dazu bei. Der bereinigte operative Gewinn legte nominal um drei Prozent auf knapp 3,1 Milliarden Pfund zu und übertraf die Erwartungen der befragten Analysten.
Dem standen rückläufige Impfstoffverkäufe gegenüber. Besonders die Nachfrage nach Arexvy, dem RSV-Impfstoff, entwickelte sich schwach; auch das Geschäft mit Grippeimpfungen lag deutlich unter dem Vorjahresniveau. Die Aktie geriet nach den Quartalszahlen zeitweise mit knapp fünf Prozent unter Druck. Das operative Ergebnis insgesamt sank wegen Restrukturierungskosten.
Fazit & Ausblick
GSK hält trotz der unterschiedlichen Entwicklung in den Geschäftsbereichen an den Jahreszielen fest. Entscheidend für die weitere Einschätzung dürften sein, ob sich die Impfstoffnachfrage stabilisiert und das Wachstum in den übrigen Therapiebereichen anhält. Zusätzlich verfolgt das Unternehmen das Ziel, 2026 insgesamt 22 Studien in die späte Entwicklungsphase zu bringen. Ein Termin für die nächste Ergebnisveröffentlichung ist in den vorliegenden Angaben nicht genannt.
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