GSK Aktie: Analysten senken Kursziele nach schwachem Impfstoffgeschäft

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Das Wichtigste in Kürze

  1. Mehrere Banken senkten am 30. Oktober ihre Kursziele für GSK; die Empfehlungen reichen von „Underweight“ bis „Halten“.
  2. Jefferies stufte die Aktie von „Buy“ auf „Hold“ herab und reduzierte das Kursziel auf 2.100 Pence.
  3. Im dritten Quartal wuchs der währungsbereinigte Umsatz um fünf Prozent auf 8,9 Milliarden Pfund, während Impfstoffverkäufe schwächelten.
  4. GSK hielt an den Jahreszielen fest; die Aktie notierte am 30. Oktober mittags bei 22,26 Euro und legte 2,53 Prozent zu.

Marktanalyse & Details

Kursziele sinken, Einschätzungen bleiben vorsichtig

Die jüngsten Analystenreaktionen zeichnen ein zurückhaltendes Bild für GSK. Am 30. Oktober senkte die DZ Bank ihr Kursziel auf 1.900 Pence von zuvor 2.000 Pence und bestätigte „Halten“. Barclays reduzierte das Ziel auf 1.750 Pence von 1.800 Pence und bekräftigte „Underweight“.

Bereits am Vortag hatte Jefferies GSK von „Buy“ auf „Hold“ abgestuft und das Kursziel auf 2.100 Pence von 2.500 Pence gesenkt. RBC verringerte sein Kursziel auf 1.925 Pence von 1.975 Pence bei „Sector Perform“; die LBBW senkte es auf 2.000 Pence von 2.100 Pence und blieb bei „Halten“.

Analysten-Einordnung: Die gebündelten Kürzungen deuten darauf hin, dass die schwächere Impfstoffnachfrage die Bewertung trotz solider Quartalszahlen belastet. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass der Blick des Marktes nicht allein auf dem Umsatzwachstum liegt: Entscheidend wird auch, ob GSK die Nachfrage nach Impfstoffen stabilisieren und seine Wachstumserwartungen untermauern kann. Die Kursbewegung am 30. Oktober – ein Plus von 2,53 Prozent bis zum genannten Kurszeitpunkt – zeigt zugleich, dass die Aktie nach dem vorherigen Rückgang nicht ausschließlich auf die vorsichtigeren Analystenurteile reagierte.

Starkes Wachstum außerhalb des Impfstoffgeschäfts

GSK erzielte im dritten Quartal einen Umsatz von knapp 8,9 Milliarden Pfund. Das entspricht einem nominalen Plus von vier Prozent und währungsbereinigt einem Zuwachs von fünf Prozent. Besonders Medikamente gegen Krebs, HIV und Immunerkrankungen trieben das Geschäft. Der bereinigte operative Gewinn stieg nominal um drei Prozent auf knapp 3,1 Milliarden Pfund und übertraf damit die Erwartungen der befragten Analysten. Das ausgewiesene operative Ergebnis ging wegen Restrukturierungskosten zurück.

Schwach entwickelte sich dagegen das Impfstoffgeschäft: Die Nachfrage nach Arexvy, dem RSV-Impfstoff, ließ deutlich nach; auch Grippeimpfstoffe verkauften sich schlechter als im Vorjahresquartal. Der Rückgang bei Arexvy betrug laut vorliegenden Quartalsangaben 24 Prozent. Nach der Veröffentlichung der Zahlen verlor die Aktie zeitweise knapp fünf Prozent.

Jahresziele und Forschungspipeline

Konzernchef Luke Miels hielt trotz der unterschiedlichen Entwicklung in den Geschäftsbereichen an den Jahreszielen fest. Zugleich will GSK die Forschung beschleunigen und plant, im laufenden Jahr insgesamt 22 Studien in die späte Entwicklungsphase zu bringen.

Fazit & Ausblick

Die Quartalszahlen belegen Wachstum und eine besser als erwartete bereinigte operative Entwicklung, doch die Schwäche bei Impfstoffen bleibt ein Belastungsfaktor. Für die weitere Einschätzung sind die Entwicklung der Impfstoffnachfrage und die Fortschritte in der Forschungspipeline zentral. Ein nächster wichtiger Prüfpunkt sind die kommenden Geschäftszahlen; ein konkreter Termin dafür liegt in den vorliegenden Angaben nicht vor.

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