Freeport-McMoran Aktie: Quartalsgewinn übertrifft Erwartungen, Kupferabsatz soll wachsen

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Das Wichtigste in Kürze

  1. Freeport-McMoRan übertraf im dritten Quartal 2026 mit Umsatz und bereinigtem Gewinn je Aktie die Erwartungen.
  2. Für das Gesamtjahr stellt der Konzern rund 3,0 Milliarden Pfund Kupferabsatz und etwa 8,5 Milliarden US-Dollar operativen Cashflow in Aussicht.
  3. Der Kupferabsatz soll 2027 auf 3,7 Milliarden und 2028 auf 4,1 Milliarden Pfund steigen.
  4. Freeport meldet eine starke Liquiditätsposition und hat seit Jahresbeginn 1 Milliarde US-Dollar an Aktionäre ausgeschüttet.

Marktanalyse & Details

Quartalsergebnis über den Prognosen

Freeport-McMoRan erzielte im dritten Quartal 2026 einen Umsatz von 7,55 Milliarden US-Dollar. Das waren 8,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum und lagen über der Markterwartung von 7,36 Milliarden US-Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie erreichte 0,88 US-Dollar gegenüber erwarteten 0,82 US-Dollar. Der GAAP-Gewinn je Aktie betrug 0,81 US-Dollar nach 0,46 US-Dollar ein Jahr zuvor. Der Nettogewinn stieg um 74 Prozent auf 1,17 Milliarden US-Dollar.

Der operative Cashflow lag im Quartal bei rund 2,0 Milliarden US-Dollar. Für die ersten neun Monate summierte er sich auf 5,5 Milliarden US-Dollar. Für 2026 erwartet das Unternehmen insgesamt etwa 8,5 Milliarden US-Dollar operativen Cashflow, basierend auf aktuellen Absatz- und Kostenschätzungen sowie angenommenen Rohstoffpreisen im vierten Quartal.

Absatzwachstum hängt an Projekten und Grasberg

Freeport erwartet für das vierte Quartal den stärksten Abschnitt des Jahres und veranschlagt den Kupferabsatz dann auf 875 Millionen Pfund. Für 2026 insgesamt rechnet der Konzern mit rund 3,0 Milliarden Pfund. Die Prognose für 2027 liegt bei 3,7 Milliarden Pfund, für 2028 bei 4,1 Milliarden. Langfristig sieht das Unternehmen einen möglichen Weg zu jährlichen Kupferverkäufen von 4,5 bis 5 Milliarden Pfund bis 2030.

Ein wichtiger Wachstumstreiber ist die schrittweise Erholung des Grasberg-Komplexes in Indonesien. Freeport meldet dort Fortschritte beim Hochlauf und arbeitet weiter an der Vorbereitung einer Wiederaufnahme von PB 1S bis Mitte 2027. In den USA soll eine Investitionsentscheidung zur Erweiterung der Bagdad-Mine im vierten Quartal 2026 fallen. In Südamerika berichtet das Unternehmen von einer starken operativen Leistung in Cerro Verde, während schwierige Bedingungen und eingeschränkter Zugang zu höhergradigem Erz El Abra belasteten.

Investitionen, Liquidität und Aktionärsrendite

Zum 30. September verfügte Freeport über 4,3 Milliarden US-Dollar an liquiden Mitteln. Zusätzlich bestanden Kreditlinienverfügbarkeiten von 3,0 Milliarden US-Dollar auf Konzernebene sowie weitere Mittel bei den Tochtergesellschaften PTFI und Cerro Verde. Die Investitionsausgaben sollen 2026 rund 4,4 Milliarden US-Dollar erreichen; für 2027 sind 5,2 Milliarden US-Dollar vorgesehen. Zugleich meldet das Unternehmen seit Jahresbeginn Ausschüttungen von 1 Milliarde US-Dollar an Aktionäre.

Der Konzern verweist auf steigende Kosten- und Inflationsrisiken und will Investitionen, Wachstum und Ausschüttungen gegeneinander abwägen. Die Kupfernachfrage werde unter anderem durch Elektrifizierung gestützt; Freeport berichtet zudem von robuster Nachfrage bei US-Kunden.

Analysten-Einordnung: Die über den Erwartungen liegenden Quartalszahlen und der höhere geplante Kupferabsatz untermauern die Wachstumsperspektive. Entscheidend für deren Umsetzung sind jedoch der weitere Hochlauf in Grasberg, der Fortschritt bei den Ausbauprojekten und die Fähigkeit, Kosteninflation sowie operative Störungen zu begrenzen. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung: Die Umsatz- und Cashflow-Chancen wachsen mit den Fördermengen, bleiben aber an die termingerechte Umsetzung kapitalintensiver Projekte und die Rohstoffpreise gebunden.

Fazit & Ausblick

Freeport verbindet ein starkes drittes Quartal mit einem deutlichen Absatzanstieg für 2027 und 2028. Im Fokus stehen nun die Ergebnisse des vierten Quartals, die für Q4 2026 erwartete Bagdad-Investitionsentscheidung sowie der weitere Grasberg-Hochlauf. Die Prognose für 2026 setzt unter anderem voraus, dass die angenommenen Kupfer-, Gold- und Molybdänpreise im Schlussquartal erreicht werden.

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