Fraport Aktie: MPCM senkt Kursziel, Barclays bleibt trotz Anhebung skeptisch

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Das Wichtigste in Kürze

  1. MPCM senkt das Kursziel für Fraport von 68 auf 65 Euro und bestätigt „Hold“.
  2. Barclays hebt das Ziel von 57 auf 59 Euro an, bleibt aber bei „Underweight“.
  3. Der Kurs notierte am 5. November bei 68,15 Euro und damit über beiden neuen Kurszielen.
  4. Fraport hält trotz stagnierender Passagierzahlen an der Prognose für 2026 fest.

Marktanalyse & Details

Analysten bleiben bei Fraport uneinig

Die Einschätzungen zur Fraport-Aktie gehen auseinander: MPCM reduzierte das Kursziel am Donnerstag von 68 auf 65 Euro und bekräftigte die Einstufung „Hold“. Barclays hob sein Ziel zwar von 57 auf 59 Euro an, hält aber an „Underweight“ fest. Jefferies bestätigte am Vortag dagegen eine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 75 Euro. Das Analysehaus verwies auf einen besser als erwarteten Free Cashflow, der unter anderem von geringeren Investitionen in Großprojekte profitiert habe. Auch mwb research bleibt mit einem Kursziel von 62 Euro bei „Halten“.

Zum Kurszeitpunkt um 14:53 Uhr lag die Aktie bei 68,15 Euro, ein Plus von 0,44 Prozent am Tag. Seit Jahresbeginn steht sie damit 2,08 Prozent im Minus. Der aktuelle Kurs liegt oberhalb der genannten Ziele von MPCM, Barclays und mwb research; das höhere Jefferies-Ziel setzt einen deutlich positiveren Blick auf das weitere Potenzial voraus.

Analysten-Einordnung: Die breite Spanne der Kursziele zeigt, wie unterschiedlich die kurzfristigen Risiken und der Wert der internationalen Beteiligungen eingeschätzt werden. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass die operative Prognose allein derzeit kein einheitliches Signal für die Bewertung liefert: Während die Auslandsgeschäfte das Wachstum stützen, belasten schwache beziehungsweise stagnierende Passagierzahlen in Frankfurt und höhere Abschreibungen auf Terminal 3 den Ergebnisausblick.

Stabile Jahresprognose trotz schwachem Frankfurter Verkehr

Fraport rechnet für 2026 weiterhin mit einem EBITDA von bis zu 1,5 Milliarden Euro und einem Nettogewinn von 300 bis 400 Millionen Euro. Für Frankfurt erwartet der Flughafenbetreiber ungefähr so viele Passagiere wie im Vorjahr, als 63,2 Millionen Fluggäste gezählt wurden. Im Oktober lag das Aufkommen in Frankfurt etwa auf Vorjahresniveau; in den ersten zehn Monaten war es um 0,2 Prozent niedriger.

Im dritten Quartal stieg der Umsatz im Jahresvergleich um 3,5 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. Das EBITDA legte lediglich um 0,4 Prozent auf 595 Millionen Euro zu und profitierte dabei von einem Anteilsverkauf. Der Überschuss sank um fast ein Viertel auf 263 Millionen Euro. Zugleich lag das konzernweite Passagieraufkommen in den ersten neun Monaten dank Zuwächsen an internationalen Flughäfen erstmals über dem Vor-Corona-Niveau von 2019.

Rechtsstreit um Frankfurt-Hahn ist kein Fraport-Update

Parallel verhandelte das Bundesverwaltungsgericht eine Klage des Landes Rheinland-Pfalz gegen den Bund über mehr als 5,4 Millionen Euro für Luftsicherheitskosten am Flughafen Frankfurt-Hahn. Dabei geht es um Kosten aus dem Jahr 2021; der Bund bestreitet eine Erstattungspflicht. Frankfurt-Hahn ist von Fraports Flughafen Frankfurt zu unterscheiden. Der Rechtsstreit liefert daher keine unmittelbare Nachricht zur Geschäftsentwicklung des börsennotierten Flughafenbetreibers.

Fazit & Ausblick

Für die Fraport-Aktie stehen kurzfristig die Umsetzung der Jahresprognose und die Entwicklung des Passagieraufkommens in Frankfurt im Mittelpunkt. Die Kurszielsenkung von MPCM steht dabei den positiven Einschätzungen von Jefferies und der angehobenen, aber weiterhin vorsichtigen Barclays-Prognose gegenüber. Ein nächster wichtiger Orientierungspunkt sind die kommenden Verkehrsdaten und die nächsten Geschäftszahlen.

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